Seite 4: The Elder Scrolls 5: Skyrim im Test - Einfach himmlisch

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Die Drachen: Erst besiegen, dann schreien

Die Höhepunkte von Skyrim sind die bereits erwähnten Drachenkämpfe, bei denen wir die fliegenden Feuerspucker entweder mit Pfeilen und Zaubern beschießen – oder warten, bis sie gelandet sind, um sie mit dem Schwert zu bearbeiten. Selbst dann entpuppen sich die Schuppenträger als zähe Gegner. Wohl dem, der stets einen Heiltrank-Vorrat bei sich trägt! Oder die Drachen zu KI-Soldaten lockt, damit die sich mit den Biestern abmühen – zumindest innerhalb ihrer Möglichkeiten, denn die KI bleibt gelegentlich hängen und lässt sich dann problemlos umpusten.

Ein Drache attackiert ein Lager der Sturmmäntel. Ein Drache attackiert ein Lager der Sturmmäntel.

Nachdem wir die Hauptquest absolvieren haben, werden die Drachenkämpfe jedoch deutlich einfacher. Denn erstens finden wir im Story-Verlauf ein Schwert, das bei den Bestien erheblichen Zusatzschaden anrichtet. Zweitens lernen wir einen Kampfschrei, der sie zu Boden zwingt – nix mit Wegfliegen! So können wir uns als mächtiger Veteran sogar mit zwei Drachen gleichzeitig anlegen, ohne gleich als flambierter Heldendöner zu enden.

Drachen zu besiegen macht nicht nur Spaß, sondern bringt auch spielerische Vorteile. In den Höhlen und Tempeln von Himmelsrand sind Runenwände versteckt, von denen unser Held »Worte der Macht« ablesen kann. Diese mächtigen Kampfschreie müssen wir dann mit den aufgesaugten Seelen erledigter Drachen freischalten. Die Worte der Macht umfassen unter anderem Feuerstöße sowie Eiswellen, die Gegner kurzfristig einfrieren. Außerdem können wir die Zeit verlangsamen oder Gewitterstürme entfesseln.

Zeit verlangsamen Dank des Kampfschreis »Zeit verlangsamen« bewegen sich die Gegner nur noch im Schneckentempo.

Feuerstoß Mit dem Drachenschrei »Feuerstoß« setzen wir alle Feinde vor uns in Brand.

Eissturm Mit dem »Eissturm«-Schrei frieren wir Gegner ein.

Jeweils einen Kampfschrei können wir ausrüsten, nach Gebrauch muss er sich (je nach Wirkung kürzer oder länger) wieder aufladen. Jedes Wort der Macht lässt sich zudem um bis zu zwei weitere Worte ergänzen und so aufrüsten. Der Feuersturm richtet dann mehr Schaden an, der Zeitlupen-Zauber ermöglicht uns schnellere Bewegungen. Natürlich kosten auch die Upgrades Drachenseelen, sodass es sich neben all dem Spaß auch tatsächlich lohnt, die Flatterviecher zu jagen.

Das Charaktersystem: Mehr Freiheit

Die Schreie sind eine Facette der Charakterentwicklung von Skyrim; wir müssen abwägen, welche Worte der Macht wir mit den erbeuteten Seelen freischalten. Alle anderen Talente steigern wir wie in den Vorgängern Oblivion und Morrowind durch Gebrauch: Wer besonders viele Schlösser knackt, wird bald zum Schlüsselmeister vom Dienst. Zu Levelaufstiegen tragen nun alle Talente gleichwertig bei, Hauptfähigkeiten gibt es nicht mehr.

The Elder Scrolls 5: Skyrim - Die Rassen im Spiel und ihre Stärken ansehen

Das lässt sich mit einem Trick ausnutzen, der auch schon in Oblivion funktioniert hat: Falls wir in der Nähe eines Gegners in den Schleichmodus wechseln und die Nach-Vorne-Taste (beziehungsweise den Analogstick) mit einem Gegenstand so beschweren, dass unser Held die ganze Zeit gegen eine Wand läuft, steigt unser Schleichtalent höher und höher – und damit auch unsere Charakterstufe. Das klappt freilich nur, wenn wir dabei außerhalb des gegnerischen Sichtbereichs bleiben, etwa hinter einer Wand. Wir empfehlen dieses Vorgehen allerdings nicht, man schummelt sich so um einen Gutteil Spielspaß herum.

Talentmenü Die Talente verbessern sich durch Gebrauch. Wir häufig mit Einhand-Waffen zuhaut, wird eben auch ein besserer Krieger.

Perks Jede Fähigkeit verfügt über einen Unter-Talentbaum, in dem wir »Perks« freischalten.

Die Talentkategorien hat Bethesda ebenfalls geändert. In Skyrim wartet nicht mehr jeder Waffentyp (Schwerte, Äxte, Stäbe & Co.) mit einer eigenen Fähigkeit auf, stattdessen gibt’s generelle Kampftalente für Zweihand- und Einhand-Prügel. Die aus Oblivion bekannten Fähigkeiten »Athletik« und »Akrobatik« entfallen, sodass es nichts mehr bringt, hasengleich durch die Spielwelt zu hüpfen. Außerdem hat Bethesda das Reparatur-Talent gestrichen: Weil Waffen und Rüstungen bei Gebrauch keine Zustandspunkte mehr verlieren, müssen wir sie auch nicht mehr mit Hämmern ausbeulen.

Die Perks: Mehr Spezialisierung

Wenn wir uns an Gegner anschleichen, richten wir mehr Schaden an. Wenn wir uns an Gegner anschleichen, richten wir mehr Schaden an.

Jede Fertigkeitskategorie verfügt über einen eigenen Unter-Talentbaum. Bei den Einhand-Waffen können wir darin beispielsweise freischalten, dass wir mehr Schaden anrichten, wenn wir zwei Prügel gleichzeitig schwingen. Oder wir spezialisieren uns auf eine bestimmte Waffensorte, etwa Schwerter. Schleich-Spezialisten können sich effektiver verstecken, Zauberer verbrauchen weniger Energie.

Bei jedem Levelaufstieg verdienen wir einen Punkt, den wir in diese Untertalente, auch »Perks« genannt, investieren dürfen. Manche davon lassen sich mehrfach steigern (etwa Schadensboni bei Waffen), die mächtigsten gibt’s nur für erfahrene Helden. Ein Bogenschützen-Novize etwa kann nicht gleich die Top-Fähigkeit »Meisterschuss« freischalten, die eine 15prozentige Chance bringt, ein Ziel mit einem Treffer zu lähmen.

Wenn wir den Flammenstrahl mit beiden Händen verschießen, richtet er mehr Schaden an. Logisch eigentlich. Wenn wir den Flammenstrahl mit beiden Händen verschießen, richtet er mehr Schaden an. Logisch eigentlich.

Eine weitere wichtige Änderung betrifft die Attribute: Glück, Geschicklichkeit, Stärke & Co. haben in Skyrim ausgedient, stattdessen steigern wir bei jedem Levelaufstieg lediglich einen der drei Charakterwerte Lebensenergie, Magicka (das Elder-Scrolls-Gegenstück zu Mana) sowie Ausdauer (erhöht die Energie für Spezialschläge und die Tragekapazität). Noch dazu geht das nun jederzeit, nicht nur im Schlaf.

Dieser Totenbeschwörer hat im Nahkampf schlechte Karten. Dieser Totenbeschwörer hat im Nahkampf schlechte Karten.

Das generalüberholte Talentsystem und der Wegfall der klassischen Charakterwerte irritiert zwar anfangs, entpuppt sich aber schnell als richtige Entscheidung. Dank der Perk-Wahl erlaubt uns Skyrim mehr Spezialisierung als Oblivion – und lässt uns zugleich mehr Freiheiten, weil es keine Haupttalente mehr gibt.

So können wir unseren Weltenretter in allen Bereichen fortbilden und die Talente fröhlich mischen. Ein magisch begabter Schlösserknacker mit Zweihand-Kriegshammer? Kein Problem! Auch die zehn spielbaren Rassen (dieselben wie in Oblivion) sind nicht starr auf bestimmte Rollen festgelegt, sondern profitieren lediglich von ihren spezifischen Boni. So sind Hochelfen tendenziell fähigere Magier, können aber bei entsprechender Spielweise und Fähigkeitenentwicklung genauso zu mächtigen Nahkämpfern aufsteigen.

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