Seite 2: The Elder Scrolls 5: Skyrim im Test - Einfach himmlisch

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Die Spielwelt: Gebiete, die Ehrfurcht gebieten

Doch Skyrim lebt nicht von Geschichte und Inszenierung. Wer Story will, spielt Dragon Age: Originsoder The Witcher 2. Skyrim lebt vom Abenteuern, vom Erkunden, vom Erleben. Es lebt von seiner stimmungsvollen Welt, seinen großartigen Schauplätzen. Von der Höhlenstadt Schwarzweite, in der Leuchtpilz-Quallen über uralten Zwergenbauten schweben. Von der Kaiserburg Einsamkeit, die auf einem Hunderte Meter hohen Felsbogen thront. Vom schneeumwehten Gipfel des »Halses der Welt«, des höchsten Berges von Himmelsrand, über dem das Nordlicht bunte Bänder in den Nachthimmel malt.

The Elder Scrolls 5: Skyrim - Landschaften: So schön ist Skyrim ansehen

In Kombination mit dem wundervollen Soundtrack nötigen uns die Schauplätze von Skyrim stellenweise sogar Ehrfurcht ab. Oder – falls Ihnen dieses Wort zu groß ist – zumindest ein tief empfundenes »Wow!«. Da stört es auch nur wenig, dass die Texturen von Nahem verwaschen und die Animationen gerne mal ungelenk ausfallen. Noch mehr als im Vorgänger Oblivion hat Bethesda eine Welt entworfen, die fasziniert und lockt und uns gradezu zum Erkunden zwingt. Das kann regelrecht süchtig machen und lohnt sich vor allem, weil in den vielen Höhlen und Ruinen Himmelsrands mehr Schätze verborgen liegen als in den Katakomben des Vatikans.

Die Zwergenhöhle »Schwarzweite« zählt zu den schönsten Schauplätzen von Skyrim. Die Zwergenhöhle »Schwarzweite« zählt zu den schönsten Schauplätzen von Skyrim.

Die Innenräume sind dabei weniger generisch als in Oblivion, wo sie stets aus denselben Bausteinen bestanden. Klar, bestimmte Versatzstücke lassen sich auch in Skyrim wiedererkennen, insgesamt wirkt die handgebaute Welt jedoch deutlich organischer und abwechslungsreicher. Und zwar auch oberirdisch: Obwohl Skyrim im vorwiegend arktischen Himmelsrand spielt, gibt’s neben Schneepässen und Frosthöhlen auch idyllischere Fleckchen, etwa heiße Quellen und Sumpfgebiete. Obwohl die Fläche von Himmelsrand knapp der des Landes Cyrodiil aus Oblivion entspricht, dauern Reisen zu Fuß länger, weil wir in der zerklüfteten Fjord-Landschaft oft Umwege in Kauf nehmen müssen.

Zum Glück dürfen wir wie in Oblivion ein eigenes Pferd kaufen, um lange Laufwege abzukürzen. Zu wichtigen Städten fährt eine kostenpflichtige Kutsche, zwischen bereits entdeckten Schauplätzen springen wir wie gehabt per kostenloser Schnellreise-Funktion hin und her.

Skyrim - Test-Video zur PC-Version Video starten 8:38 Skyrim - Test-Video zur PC-Version

Die Quests: Überarbeitete Helden

Noch erfreulicher als die abwechslungsreichen Schauplätze ist, dass Bethesda seine Prachtwelt prall gefüllt hat, überall erwarten uns Quests, Quests, Quests. Vom Dorfhändler, für den wir Waren zu einem Gipfelkloster tragen sollen, über die fremdländischen Ermittler, die nach einer verdächtigen Dame suchen, bis hin zur Daedra-Gottheit, die uns auf die Suche nach einem wertvollen Artefakt schickt – an Nebenaufträgen herrscht in Himmelsrand kein Mangel. An Stimmen indes schon: Sehr viele Charaktere wurden von denselben (guten) Sprechern vertont, die Stimmen wiederholen sich teils zu schnell.

Geisterbrüder Wenn wir in einer Nebenquest drei Amulett-Bruchstücke gesammelt haben, erwarten uns diese drei Geisterbrüder.

Geisterkämpfer Die drei Geister gehen auf uns los – und entpuppen sich als harte Gegner.

Viele Auftragsketten sind mehrstufig und clever mit anderen verwoben. Im Rahmen der Haupthandlung etwa sollen wir eine Schriftrolle der Alten (eine »Elder Scroll«, wie passend) finden und befragen deshalb einen Einsiedler, der weit draußen im Eismeer in einer mickrigen Inselhöhle haust. Der verschrobene Eremit schickt uns in eine Zwergenruine, wo wir die Schriftrolle erbeuten – unser Hauptauftrag für den Eremiten ist erfüllt. Gleichzeitig sammeln wir aber auch Informationen, die wir zum Einsiedler zurücktragen können. Daraus entspinnt sich eine weitere Auftragskette, der alte Spinner möchte nämlich einen Zwergentresor öffnen, in dem das Herz einer Gottheit liegen soll. Und die Schriftrollen-Infos könnten der Schlüssel dazu sein …

Wer gerade keine Quests abarbeiten möchte, kann in der Spielwelt auch sonst viel anstellen. Beispielsweise sündhaft teure Häuser kaufen. Oder in Sägewerke investieren, um regelmäßige Einnahmen zu beziehen. Oder sich von einem Vampir beißen lassen, um fortan selbst als nachtaktiver Halsbeißer durch Himmelsrand zu geistern – zumindest, bis man ein Gegenmittel gefunden hat. Aber halt, das wäre ja schon wieder eine Quest.

Der Bürgerkrieg: Ein Sturmmantel für den Kaiser

In Schwarzweite hausen die Falmer, blinde Untergrund-Elfen. In Schwarzweite hausen die Falmer, blinde Untergrund-Elfen.

Zur Auftragsvielfalt von Skyrim tragen auch die Fraktionen bei, allen voran die Kaiserliche Armee und die Sturmmantel-Rebellen. In Himmelsrand herrscht nämlich Bürgerkrieg, wir können uns einer der beiden Parteien anschließen. Nach einigen Einstiegs-Missionen führen wir dann Schlachten um komplette Provinzen, erobern gemeinsam mit KI-Kameraden schwer verteidigte Festungen und verschieben die Frontlinie. Schließlich geht’s dann sogar der feindlichen Hauptstadt an den Kragen.

Der Stand des Bürgerkriegs beeinflusst sogar die Haupthandlung. In deren Verlauf sollen wir nämlich einen Waffenstillstand aushandeln, damit wir uns in Ruhe um das Drachenproblem kümmern können. Falls wir zuvor bereits eine Fraktion besiegt haben, ist das nicht mehr nötig. Umgekehrt fallen unsere Entscheidungen bei den Waffenstillstands-Verhandlungen später auf uns zurück. Beispielsweise blafft uns ein Kommandant an: »Seht zu, dass ihr diese Stadt wieder einnehmt! Es war schließlich eure Idee, sie dem Feind zu überlassen!«

The Elder Scrolls 5: Skyrim - Städte und Ortschaften ansehen

Eroberte Siedlungen haben den zusätzlichen Vorteil, dass dort eventuelle Strafen (Wer Verbrechen begeht, muss Kopfgeld bezahlen oder wandert ins Gefängnis) gestrichen werden. Noch dazu kann man durch erfüllte Quests zur rechten Hand (Thane) des Stadtfürsten (Jarl) aufsteigen, was unter anderem magische Waffen bringt. Da soll noch einer sagen, ein Bürgerkrieg lohne sich nicht. Zumal noch andere Gruppierungen mitmischen und versuchen, unseren Helden auf ihre Seite zu ziehen ...

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