The Source - Anonyme Australier planen satirisches Scientology-Spiel

Ein australisches Entwicklerstudio hat vor, sich mit der Scientology-Sekte anzulegen - mit Hilfe eines satirisch gemeinten Indie-Spiels.

von Christian Weigel,
07.12.2012 15:49 Uhr

Hätte Imperator Xenu damals nicht alle Feinde seines galaktischen Imperiums über den Vulkanen der Erde abgeworfen, gäbe es heute keine schlechte Laune, keine Staus und keinen Fußpilz.Hätte Imperator Xenu damals nicht alle Feinde seines galaktischen Imperiums über den Vulkanen der Erde abgeworfen, gäbe es heute keine schlechte Laune, keine Staus und keinen Fußpilz.

In einem Interview mit der australischen Spiele-Seite ausgamers.com sprachen die Entwickler des Studios Elevator Entertainment über ihre Pläne, ein satirisches Spiel über die Scientology-Sekte zu veröffentlichen. Finanziert werden soll das Ganze über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo.

Die Scientology-Bewegung mit ihrer Hintergrundgeschichte sei von einem handelsüblichen, abstrusen Videspiel-Plot nicht zu unterscheiden und eigne sich ganz vorzüglich für ein Indie-Spiel. Besonders die internen Mechanismen von Scientology - man bezahlt Geld, um in der Sekten-Hierarchie aufzuleveln - können als Gameplay-Element verwendet werden.

Die Geschichten über Aliens, die von einem galaktischen Imperator aus Verkehrsflugzeugen ähnelnden Raumschiffen über den Vulkanen der Erde abgeworfen wurden und deren Geister nun bei den Erdenbewohnern für schlechte Gefühle sorgen, müssen gar nicht übertrieben dargestellt werden, um als Parodie aufgenommen zu werden.

Die Entwickler versuchen, das Thema Scientology mit Humor anzugehen, fürchten sich aber vor rechtlichen Schritten und möchten deshalb ihre Namen nicht veröffentlichen. Bei einer erreichten Zielsumme von 45.000 Dollar wird das Spiel grünes Licht bekommen.


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