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The Universim könnte so viel mehr sein als nur ein gutes Aufbauspiel

Als Gott führt ihr einen Planeten von der Steinzeit ins Raumfahrzeitalter. Das ist super, doch der Test zeigt: The Universim verpasst eine große Chance.

von Reiner Hauser,
18.06.2021 05:00 Uhr

The Universim ist im Early Access ein solides Aufbauspiel. Aber mit seinem Götterszenario hätte es so viel mehr Potenzial, um etwas wirklich Einzigartiges zu erschaffen. The Universim ist im Early Access ein solides Aufbauspiel. Aber mit seinem Götterszenario hätte es so viel mehr Potenzial, um etwas wirklich Einzigartiges zu erschaffen.

Die Errichtung einer neuen Zivilisation beginnt, na klar, mit Mann und Frau. Jedenfalls dann, wenn es sich bei dem Spiel um ein Godgame handelt, also ein Aufbaustrategiespiel, in dem ihr mit göttlichen Kräften Einfluss auf die Welt und ihre Bewohner nehmt. Peter Molyneux hat diese Art der Strategiespiele einst populär gemacht, mit Populus oder Black & White.

The Universim schlägt in dieselbe Kerbe: Ihr betreut einen Planeten und seine Bevölkerung von der Steinzeit bis ins Raumfahrzeitalter, wobei ihr aus gottgleicher Perspektive auf en blau-grünen Erdball hinunterschaut.

Doch ganz so, wie es scheint, ist es nicht.

Die Godgame-Aspekte in The Universim, das bei Steam und GOG.com für 28 Euro im Early Access zu haben ist, treten mit zunehmender Spielzeit in den Hintergrund und ehe ihr es euch verseht, findet ihr euch in einem eher klassischen Aufbaustrategiespiel wieder, in dem ihr euch vom Bau der Gebäude bis zur Ressourcenverwaltung um alles persönlich kümmert.

Warum das einerseits irre schade ist, The Universim sich für euch aber andererseits trotzdem lohnen könnte, erfahrt ihr im Early-Access-Test.

Eignet sich für euch, wenn ...
  • ... ihr euch gottgleich fühlen wollt.
  • ... euch Aufbauspiele, die wie Civiliation die komplette Menschheitsgeschichte abbilden, gerade groß genug sind.
  • ... ihr schon jetzt ein technisch sauberes Spiel wollt, das aber noch weiter wächst.
Eignet sich nicht für euch, wenn ...
  • ... ihr nach dem Tutorial mehr von The Universims einzigartigem Humor erwartet.
  • ... eurer Meinung nach Strategiespiele gar nicht genug komplexe Mechaniken haben können.
  • ... ihr ungeduldig seid und nicht auf den finalen Release warten könnt.

Der Autor
Reiner Hauser hat eine Vorliebe für Strategiespiele, die durch das Szenario, eine gute Geschichte oder direkt durch das Gameplay eine Rahmung und damit Immersion schaffen. Leider vernachlässigen gerade Indie-Entwickler diesen Aspekt gerne, wodurch deren Spiele oftmals seelenlos wirken. Da Reiner in seiner Freizeit mittlerweile (einigermaßen erfolglos) Romane schreibt, ist ihm das Thema umso wichtiger und der Wunsch umso größer, dass dem Aspekt des Geschichten-Erzählens auch in Strategiespielen mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Aller Anfang ist göttlich

Wie ein Ameisenhaufen wächst die Stadt in The Universim wild vor sich hin. Unten links bauen wir gerade einen Raumhafen. Wie ein Ameisenhaufen wächst die Stadt in The Universim wild vor sich hin. Unten links bauen wir gerade einen Raumhafen.

Am Anfang der Partie tapsen die beiden ersten Menschen, das Spiel nennt sie Adahy und Elu, in einer schönen, unberührten Welt umher und haben keine Ahnung von nichts. Aber dafür seid ja ihr da und so könnt ihr in eurer göttlichen Weisheit gleich einmal dafür sorgen, dass sich die beiden ineinander verlieben. Sie bauen dann von selbst ein erstes Haus und zeugen flugs Nachwuchs, deren Namen ihr ändern dürft. Damit ist der Anfang gemacht, die Welt ist eure Auster, wie es Shakespeare sagen würde.

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