Vielleicht ist es euch beim Spielen schon einmal aufgefallen, dass es kaum funktionierende Spiegel in vielen virtuellen Welten gibt. Oft sind diese für uns alltäglichen Gegenstände zerstört oder funktionieren nicht.
Der Grund: Eine überzeugende Spiegelung zu erschaffen, ist oft unverhältnismäßig aufwendig und benötigt spezielle Tricks. Einen davon konntet ihr etwa in der ersten Episode des Abenteuers The Walking Dead sehen.
Spiegel oder Fenster?
Eine bewährte Art, Spiegelungen in Videospielen vorzutäuschen, besteht darin, aus dem Spiegel ein Fenster zu machen, hinter dem man den gesamten Raum eins zu eins nachbaut, selbstverständlich spiegelverkehrt und so geneigt, dass die Spiegelung realistisch wirkt. Auch die Spielfigur und andere Charaktere müssen dann natürlich im Spiegel
ebenfalls eingebaut werden.
Eine spezielle Variante dieser Technik kommt auch in der ersten Episode von The Walking Dead zum Einsatz. von der Rückbank eines Autos aus sehen wir hier durch den Rückspiegel das Gesicht des Fahrers und die vorbeiziehende Landschaft.
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Auch hier ist der Spiegel nur ein Fenster, allerdings steckt dahinter keine komplette zweite Version der Spielwelt. Stattdessen wurden nur der Fahrer und ein Teil des Autos verdoppelt. die vorbeiziehende Welt im Spiegel ist dagegen ein großer Kegel, auf dem sich eine spezielle Textur befindet, die sich ständig über die Innenseite des Kegels bewegt. So entsteht die Illusion einer gespiegelten Landschaft.
In modernen Spielen mit aufwendiger Grafik sind solche kreativen Umwege nicht länger notwendig: Mit Raytracing wird die Erstellung spiegelnder Oberflächen und realistischer Reflexionen deutlich vereinfacht, dafür aber auch hardware-hungriger.
Vielleicht sterben die alten Tricks für Spiegelungen also irgendwann komplett aus. Illusionen wie diese werden Spieleentwickler aber wohl immer verwenden, um uns realistische Welten vorzugaukeln oder die Performance von Spielen zu verbessern.

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