Tides of Annihilation ist bisher komplett an mir vorbeigegangen - nach 45 Minuten ist es nun mein absolutes Highlight der gamescom 2026

Im Action-Adventure Tides of Annihilation treffen Artus-Ritter auf ägyptische Götter im modernen London. Genau dieser wilde Mix erobert Natalies Herz in weniger als einer Stunde.

Tides of Annihilation hat sich für Natalie (Abbildung ähnlich) zum gamescom-Highlight gemausert. Tides of Annihilation hat sich für Natalie (Abbildung ähnlich) zum gamescom-Highlight gemausert.

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01:28.

So wenig Zeit bleibt mir noch in der Demo, als der riesige ägyptische Gott Anubis nach zwei wilden Phasen endlich in die Knie geht. Mit vor Adrenalin zitternden Händen lege ich den Controller ab – und wünschte, ich könnte einfach weiterspielen.

Denn Tides of Annihilation hat noch so viel zu bieten, so viel zu entdecken. Meine 45 Minuten reichen nicht mal annähernd, um in all die Geheimnisse, Lore und Mechaniken einzutauchen.

Aber selbst im Schnelldurchlauf – und trotz eines fiesen Stick-Drifts an meinem Messe-Controller – springt der Funke dieses ungewöhnlichen Action-Adventures sofort auf mich über. Aus einem Spiel, das bisher komplett an mir vorbei gesegelt ist, wurde plötzlich ein unerwartetes Highlight, dessen Release ich kaum noch abwarten kann.

Was Tides of Annihilation ist und warum dieser ungewöhnliche Mix aus modernem London, altägyptischen Göttern und der Artus-Sage so unfassbar viel Spaß macht, erkläre ich euch jetzt.

Natalie Schermann
Natalie Schermann

Fragt nicht warum, aber Klein-Natalie hat sich im reifen Alter von sechs Jahren ausgesucht, dass Anubis ihr absoluter Lieblingsgott aus dem altägyptischen Pantheon ist. Ihr wisst schon, der mit dem Schakalkopf, der die Totenrituale leitet und Herzen wiegt. Die Redakteurin hatte wohl schon immer eine etwas düstere Ader. Dass sie in der Demo zu Tides of Annihilation durch eine ägyptische Ausstellung rennen und sogar gegen Anubis höchstpersönlich kämpfen darf, trifft also quasi mit Amors Pfeil einen Nerv. 

Wunderschöne Urban-Fantasy

Das moderne London wird in Tides of Annihilation von der Anderswelt infiltriert, wodurch unaufhaltsam Magie und Furcht einflößende Kreaturen in unsere reale Welt sickern. Ich schlüpfe in die Rolle von Gwendolyn, einer Überlebenden dieser Katastrophe, die sich auf die Suche nach ihrer Familie macht – und ganz nebenbei vielleicht die gesamte Menschheit retten muss.

Zur Story kann ich euch noch gar nicht so viel erzählen, da mich die Demo direkt mitten ins Geschehen wirft. Wovon ich aber stundenlang schwärmen könnte, ist die Welt um mich herum. Auf der Suche nach dem mythischen Buch der Toten verschlägt es mich – wie könnte es anders sein – in die altägyptische Ausstellung des Britischen Museums.

Video starten 2:19 Ritter, Fantasy und schicke Grafik: Tides of Annihilation zeigt pompöse Action

Die Fantasy-Elemente brechen hier wie eine Naturgewalt über die Realität herein. Trümmer versperren mir den Weg, Fragmente riesiger gotischer Kirchen schweben surreal in der Luft, und dazwischen finde ich immer wieder antike Relikte, die das Chaos heil überstanden haben und brav hinter ihren Absperrungen stehen, als würden sie noch von neugierigen Touristen besucht werden. 

Am liebsten wäre ich vor jeder Vase, jeder Wandmalerei und in jedem Winkel des chinesischen Flügels stehen geblieben, um mir die Lore-Texte durchzulesen und die wunderschönen Umgebungen aufzusaugen. Denn Tides of Annihilation erschafft eine hypnotische Mischung: Unsere vertraute, reale Welt vermischt sich mit epischen Fantasy-Einflüssen zu einer Atmosphäre, die mich sofort packt, weil sie gleichzeitig so bekannt und doch völlig fremd wirkt und eine ähnliche Faszination in mir erweckt wie eine Postapokalypse.

Die Urban Fantasy von Tides of Annihilation ist etwas ganz Besonderes. Die Urban Fantasy von Tides of Annihilation ist etwas ganz Besonderes.

Die Ritter der Tafelrunde

Ihr Abenteuer bestreitet Gwendolyn glücklicherweise nicht allein. An ihrer Seite kämpfen niemand Geringeres als die legendären Ritter der Tafelrunde aus der Artussage. Als Spektralgeister stehen sie mir im Kampf bei – und genau das macht das System so frisch und spannend.

Neben leichten und schweren Standardangriffen kann ich meine Ritter jederzeit herbeirufen. Ausgerüstet werden sie im Doppelpack, und per D-Pad wechsle ich blitzschnell zwischen Set 1 und Set 2 hin und her. In der Demo nutzte ich ein offensives Duo, das meine Feinde mit Schwert und Hellebarde in die Zange nimmt, während ein zweites Paar mir den Rücken freihält, indem es Gegner wegstößt oder sie kurzzeitig einfriert.

Die Ritter ergänzen meine Kampffähigkeiten. Die Ritter ergänzen meine Kampffähigkeiten.

Die kämpferische Kirsche auf der Torte sind die wuchtigen Spezialangriffe, die ich im Kampf auflade. Sowohl Gwendolyn als auch die Ritter haben ultimative Fähigkeiten, die den Gegner ganz schön eine mitgeben und mit bestimmten Tastenkombis coole Manöver ausführen. 

Im ersten Moment klingt das nach klassischer Action-Kost, doch in der Praxis greifen diese Systeme so perfekt ineinander, dass ein extrem dynamisches, flinkes und spektakulär aussehendes Klopp-Vergnügen entsteht. Und das, obwohl ich in der Demo noch nicht einmal die Chance hatte, mich wirklich vernünftig in all die Systeme einzuarbeiten und die besten Synergien auszubuddeln. Ich kann mir also aktuell nur ausmalen, wie gut sich die Kämpfe anfühlen werden, wenn ich erst mal so richtig bei den Systemen und Mechaniken durchblicke.

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