»David ist tot!« Mit diesem Satz machten die Entwickler von Cyberpunk 2077 schon bei der Ankündigung der zweiten Staffel der beliebten Animationsserie Edgerunners unmissverständlich klar, dass ihr in Season 2 nicht auf die Rückkehr bekannter Charaktere zu hoffen braucht - und auch nicht auf ein Happy End. Denn sowas gibt es in Night City bekanntlich nicht.
Stattdessen bekommt ihr es in Staffel zwei mit einer gänzlich neuen Edgerunner-Crew zu tun, die aber nicht weniger interessant ist als David, Lucy und Rebecca. Ich habe die erste Folge Edgerunners Staffel 2 auf der gamescom gesehen und kann euch sagen: Die knallt mindestens so gut wie eine ordentliche Cyberpsychose - und sieht auch ebenfalls so wunderschön abgedreht aus, denn für die Animationen zeichnet erneut das japanische Studio Trigger (unter anderem Kill la Kill) verantwortlich.
Hier verrate ich euch kurz und bündig spoilerfrei, worauf ihr euch im Oktober bei Netflix freuen könnt!
Worum geht's in Staffel 2 von Edgerunners?
Im Mittelpunkt von Cyberpunk: Edgerunners Season 2 steht der junge Film-Enthusiast Roman Carax, der im Zeitalter von Braindances und Hologrammen davon besessen ist, die Welt um ihn herum mit einer altmodischen Videokamera festzuhalten.
Dem Medium Film haftet für Roman etwas Romantisches an. Deswegen dreht er auf den Straßen von Night City krisselige Videos und verkauft diese für ein paar Eddies an einen Braindance-Dealer, der auch mit solchen Antiquitäten handelt.
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Cyberpunk: Edgerunners enthüllt im Trailer zu Season 2 eine Verbindung zu V aus 2077
Eines Tages filmt Roman bei einem seiner Streifzüge zufällig den Überfall der Bande von »King« Kingsley auf ein Arasaka-Lagerhaus und kommt dadurch mit Mächten in Kontakt, die deutlich gefährlicher sind, als alles, was er bisher gekannt hat.
Zum Wie und Warum wird hier aus Spoilergründen nicht mehr verraten, Söldner King verliert infolge des Überfalls allerdings all seine Implantate und muss fortan als »Weak Kingsley« lernen, ohne Augmentierungen und Cyberware zu leben.
Ebenfalls wichtig für die Handlung sind der geheimnisvolle Netrunner D, der unseren jungen Helden Roman aus einer misslichen Lage befreit und die voll augmentierte und gefährliche Maelstrom-Anhängerin Talia Yang, die Roman an einem Ort beim Filmen erwischt, an dem er eigentlich nichts zu suchen hätte.
Was taugt die erste Folge?
Eine Wertung abzugeben, ohne sich auf die Handlung zu beziehen, ist gar nicht so einfach. Lasst es mich so sagen: Edgerunners Staffel 2 bringt bereits in der ersten Folge all die wichtigen Zutaten mit, die man von der Fortsetzung einer solchen Hit-Serie erwartet.
Die düstere Stimmung ist hervorragend getroffen; von Netrunnern, über die Maelstrom-Gang und Arasaka bis hin zu einer ausgewachsenen Cyberpsychose finden Fans hier alles, was sie an an Mike Pondsmiths dystopischer Zukunfsvision so lieben.
Vor allem die Animationsqualität sticht erneut positiv heraus. Studio Trigger zieht bereits in der ersten Folge alle künstlerischen Register und erschafft Bilder, die sich in euer Gedächtnis brennen. Ein Beispiel: Eine Szene, in der Talia Yang vor den Augen der Maelstrom-Mitglieder in einem verfallenen Gebäude auf dünnen Seilen tanzt, ließ während der Vorführung nicht nur mir die Kinnlade herunterklappen. Der stimmige Soundtrack tut sein Übriges.
Jetzt muss die neue Staffel nur beweisen, dass sie mich mit den restlichen Folgen auch emotional ähnlich abholen kann wie Staffel 1 - der Song »I Really Want to Stay at Your House« rührt mich auch Jahre später immer noch zu Tränen.
Wann kommt die neue Staffel raus?
Bis ihr die neue Edgerunners-Staffel selber schauen könnt, müsst ihr euch noch ein wenig gedulden. CD Projekt hat kürzlich angekündigt, dass die zweite Season am 20. Oktober 2026 auf Netflix ihr Debüt feiern soll. Dafür erscheinen zu diesem Termin gleich alle 10 Folgen auf einmal, das Warten wird also belohnt.

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