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Seite 2: Tomb Raider im Test - Vom Weichei zur Killerin

Klettern & knobeln

Die kreativ gestalteten Rätsel bringen Abwechslung ins Spiel. Die kreativ gestalteten Rätsel bringen Abwechslung ins Spiel.

Die versteckten Grabkammern finden wir immer wieder abseits des Weges, markiert beispielsweise durch kryptische Schriftzeichen an Felswänden. Nicht immer kann Lara die Ruhestätten sofort erkunden: Gelegentlich fehlt ein wichtiges Ausrüstungsteil, das sie erst im weiteren Spielverlauf bekommt, etwa Pfeile mit angeknotetem Seil, um Objekte heranzuziehen und Schluchten zu überwinden, oder die Kletteraxt, mit der wir poröse Steilwände erklimmen.

Wer allerdings denkt, dass die Gräber ihre Geheimnisse freiwillig preisgeben, der irrt. Vor der großen Truhe mit vielen Erfahrungspunkten, die wir in jeder Gruft abstauben können, steht eine meist ziemlich knackige Kopfnuss. Hier muss Lara ganz wie in ihren früheren ... pardon, zukünftigen Abenteuern Plattformen mit Gewichten ausbalancieren oder mit der richtigen Schalterkombination und etwas Klettergeschick höher gelegene Ebenen erreichen. In diesen Abschnitten haben Serienveteranen den meisten Spaß, schließlich geht es darum, mit dem richtigen Timing auf bewegliche Plattformen zu hüpfen oder uralte Mechanismen wieder in Bewegung zu versetzen.

Klettern darf Lara natürlich auch wieder. Das macht so viel Spaß wie eh und je. Klettern darf Lara natürlich auch wieder. Das macht so viel Spaß wie eh und je.

Lara, eine Augenweide

In Sachen Technik präsentiert sich die PC-Fassung von Tomb Raider nahezu perfekt. Vor allem die Darstellung der Schatten fällt enorm detailliert und realistisch aus. In dicht bewaldeten Gebieten zaubert die Engine dadurch ausgesprochen hübsche Licht- und Schattenspiele auf den Monitor.

Spielerisch anspruchslos, aber spektakulär in Szene gesetzt: Wir rutschen einen einstürzenden Abhang entlang. Spielerisch anspruchslos, aber spektakulär in Szene gesetzt: Wir rutschen einen einstürzenden Abhang entlang.

Texturen, Charakteranimationen und Effekte können sich ebenfalls jederzeit sehen lassen, nur der Umgebung hätten etwas mehr Polygone gelegentlich gut getan. Bei der (frei konfigurierbaren) Steuerung mit Maus und Tastatur liefert Crystal Dynamics ebenfalls sehr gute Arbeit ab. Ob wir nun klettern, springen oder ballern, haben wir Lara stets gut im Griff. Einziger Wehrmutstropfen sind die gelegentlichen Quicktime-Events, in denen wir zur richtigen Zeit die richtige Taste drücken müssen. Das geht aber oft in die Hose, da wir statt den entsprechenden Buchstaben lediglich kryptische Symbole angezeigt bekommen.

Über jeden Zweifel erhaben ist hingegen die akustische Untermalung: Sowohl der Soundtrack, der sich mal dezent im Hintergrund hält und dann wieder pompös aufdreht, als auch die deutsche Synchronisation der Dialoge sind äußerst gelungen. Vor allem möchten wir an dieser Stelle die Schauspielerin Nora Tschirner (Soloalbum) loben, die Lara in der deutschen Version glaubwürdig zum Leben erweckt.

Die USK-Version
Die deutsche Version von Tomb Raider hat eine USK-Freigabe »ab 18 Jahren« erhalten und erscheint hierzulande komplett ungeschnitten. Dialoge und Bildschirmtexte wurden vorbildlich lokalisiert. Wer Lara dennoch auf Englisch lauschen will, der kann die Sprache über das Steam-Optionsmenü umstellen; eine entsprechende Funktion innerhalb des Spiels fehlt.

Tomb Raider - Sprachvergleichs-Video: Deutsch / Englisch 7:07 Tomb Raider - Sprachvergleichs-Video: Deutsch / Englisch

Quo vadis, Lara?

Die Quicktime-Events nerven durch kryptische Tastensymbole. Die Quicktime-Events nerven durch kryptische Tastensymbole.

»Ich hasse Gräber«, sagt Lara Croft an einer Stelle. Paradox, da sie doch seit nunmehr 17 Jahren vor allem dafür bekannt ist, mit Vorliebe durch fallengespickte Grabkammern zu turnen, um wie Indiana Jones den seltsamsten magischen Artefakten nachzujagen. Doch um der Serie zu neuem Leben zu verhelfen, rückt der Publisher das, was Laras Abenteuer einmal ausmachte, in den Hintergrund.

Stattdessen konzentriert sich Square Enix auf das, was nach Meinung von Marktforschern wohl am ehesten für Umsatz sorgt: effektvolle Deckungsschießereien, gepaart mit aufwändig inszenierten Zwischensequenzen. Die Story vom Mädchen, das Schiffbruch erleidet und zusammen mit anderen Überlebenden versucht, von einer mysteriösen Insel gerettet zu werden, soll wegen der düsteren Grundstimmung »erwachsen« wirken.

Allerdings wandeln die Entwickler auf einem sehr schmalen Grat, wenn sie versuchen, ihr Spiel einerseits als möglichst erwachsen darzustellen, gleichzeitig aber zu sehr auf Gewalt und übertrieben düstere Atmosphäre bauen. Aber wer weiß, vielleicht war das ja von Anfang an der Plan, um Tomb Raider zu einem sicheren Erfolg zu machen. Solange dieses kalkulierte Spiel so viel Spaß macht, wie Tomb Raider es trotz seiner Schwächen tut, sei den Entwicklern der Erfolg gegönnt.

Tomb Raider - Boxenstopp zur Survival Edition & Survival Kit 6:06 Tomb Raider - Boxenstopp zur Survival Edition & Survival Kit

Der Mehrspieler-Teil

Erstmals in der Tomb Raider-Reihe gibt es einen Mehrspieler-Modus. Angelehnt an das Hauptspiel kämpfen hier Überlebende und Kultisten in vier Modi gegeneinander; für gesammelte Erfahrungspunkte erhalten wir neue Fähigkeiten und steigen im Rang auf. Die Online-Gefechte liefen im Test flüssig und weitgehend verzögerungsfrei.

Zum Testzeitpunkt gab es allerdings nur wenige Spieler, was uns aber nicht wundert, da Tomb Raider nun wirklich keine Serie ist, die zwingend einen Multiplayer-Teil benötigt. Zwar machen die Modi durchaus Spaß – in »Rettung« etwa müssen wir Medipacks einsammeln und zum Zielort tragen – trotzdem wirkt all das eher aufgesetzt, als wirklich spielrelevant.

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