Gute Handy-Kamera statt Datenblatt-Blender: Darauf müsst ihr beim Kauf achten

Wenn ihr vor dem Kauf eines neuen Handys steht, lass euch nicht von bestimmten Werten wie Megapixeln blenden.

GameStar Plus Logo

Artikel auf einer Seite lesen

25% Rabatt auf euer erstes Jahr GameStar Plus

GameStar Plus ist das Online-Abo für Gamer, denen gute Spiele wichtig sind. Schon ab 5,99€ im Monat. Deine Vorteile:

Zugriff auf alle exklusiven Tests, Guides, Videos und Reportagen von GameStar
Jede Woche ein exklusiver Podcast und zwei exklusive Newsletter
Von Experten, die wissen, was gespielt wird
Keine Banner und viel weniger Werbespots
Jederzeit online kündbar

Du hast bereits GameStar Plus? Hier einloggen.

Eine Handy-Kamera ist mehr als ihre Megapixel. (Bildquelle: GameStar Tech) Eine Handy-Kamera ist mehr als ihre Megapixel. (Bildquelle: GameStar Tech)

Worauf ihr beim Handykauf achten solltet

Nach meinen bisherigen Handy-Tests wird eines deutlich: Die Kamera-Qualität hängt von deutlich mehr ab als von der bloßen Megapixel-Angabe.

Hier sind die wichtigsten Kriterien, auf die ihr achten solltet:

  • Sensorgröße und Pixelpitch: Ein größerer Sensor bedeutet größere Pixel, und größere Pixel fangen mehr Licht ein – das Ergebnis ist weniger Bildrauschen. Hersteller geben die Sensorgröße oft nicht an. Hier müsst ihr recherchieren oder in Tests nachlesen. Dabei gibt das Verhältnis von Pixelgröße zu Sensorgröße (Pixelpitch) die wahre Aussage ab. Ein 200-MP-Sensor auf einer winzigen Sensorfläche ist meist schlechter als 50 MP auf einem großen Sensor.
  • Blende: Die Blendenöffnung bestimmt, wie viel Licht auf den Sensor fällt. Die Blendenzahl wird mit »f/« gekennzeichnet – und hier gilt: je kleiner die Zahl, desto größer die Öffnung. Eine f/1.7-Blende lässt mehr Licht durch als f/2.8. Das macht einen großen Unterschied, besonders bei Dunkelheit.
  • Optischer Zoom: Ein optischer Zoom ist immer besser als Digitalzoom. Optischer Zoom nutzt tatsächliche Linsen und Brennweiten, Digitalzoom vergrößert einfach nur einen Bildausschnitt – mit sichtbarem Qualitätsverlust. Allerdings gibt es auch Hybrid-Zoom-Lösungen, bei denen nur ein Teil des Sensors genutzt wird (In-Sensor-Zoom) – das ist verlustfrei bis zu einem bestimmten Grad.
  • Autofokus: Ein guter Autofokus ist essenziell, besonders bei schnellen Bewegungen. Hersteller nutzen dafür Phase Detection Autofocus (PDAF), Laser-Autofocus oder Dual Pixel-Technologie. Ein schneller Autofokus macht den Unterschied zwischen scharfem und unscharfem Bild aus.
  • Mehrere Kameras: Eine 50-MP-Hauptkamera, ein spezialisierter Ultraweitwinkel (für Landschaften) und eine Telekamera (für Zoom) ermöglichen mehr Flexibilität.
  • Optische Bildstabilisierung (OIS): OIS ist ein großer Helfer, besonders bei Videos und bei Low-Light. Sie gleicht Handzittern aus und ermöglicht längere Verschlusszeiten ohne Verwacklung. Ohne OIS wird es bei Dunkelheit und Videos schnell problematisch.
Vivo X500 Pro Max
Vivo X500 Pro Max
Das X500 Pro Max ist das Handy für Kamera-Fans und Hobbyfotografen. Dem Kamerasystem gelingen tolle Bilder, daneben wartet das Smartphone mit Top-Leistung und sehr langer Akkulaufzeit auf.
  • Sehr gute Kamera bei Tageslicht und wenig Licht
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Viel Leistung
  • Schönes OLED-Display mit 144 Hertz
  • Saubere Software ohne störende Bloatware
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Integrierte Magnete zum Laden und für Zubehör wären schön gewesen
1600 €

Tipps für bessere Handyfotos

In den folgenden Artikeln geben wir euch Tipps, wie ihr mit einfachen Mitteln mehr aus euren Smartphone-Aufnahmen herausholen könnt:

Fazit

Wer das beste Kamera-Handy aus meinen Tests sucht, findet es in allen drei genannten Flaggschiffen: Vivo für Brennweiten und Zubehör, Oppo für gleichmäßige Qualität und Akku, Honor für Zoom bei einem mittlerweile niedrigeren Preis. Bei der Kaufentscheidung solltet ihr daher auch abseits der Kamera gucken, welches Modell euch am meisten anspricht.

Allerdings zeigen meine bezahlbaren Empfehlungen, dass ihr eine gute Handykamera auch für deutlich unter 1.000 Euro bekommt. Selbst wenn ihr viel und gerne fotografiert, müsst ihr also nicht zwangsläufig zu den teuren Spitzenmodellen greifen.

6 von 6



Kommentare(8)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.