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Fazit: Total War: Attila - Das Zeitalter Karls des Großen im Test - Karl der Mittelgroße

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Fazit der Redaktion

Maurice Weber (@Froody42)

Es ist gar nicht so leicht, keine unfairen Erwartungen an das Zeitalter Karls des Großen zu richten. Total War wieder im Mittelalter! Medieval 3! Naja, eben nicht, sondern »nur« ein sehr umfangreicher DLC. Und ein ziemlich unterhaltsamer, der vielleicht keine grundlegenden Neuerungen bietet, aber doch haufenweise neues Eroberungsfutter und einige nette spielmechanische Ergänzungen.

Aber wie viel toller das wäre, wenn ich nicht in der uncoolsten Periode des Mittelalters feststecken würde! Im Frühmittelalter muss ich mit Horden von ungewaschenen Rüpeln im Kettenhemd begnügen, wo bleiben meine silbern gepanzerten Ritterheere? Warum hockt der Papst die meiste Zeit nur passiv in Rom, statt mir mit einem ganz eigenen Politiksystem auf die Nerven zu gehen und regelmäßig zum Kreuzzug zu blasen? Klar, weil das hier halt nicht Medieval 3 ist. Aber es weckt die Sehnsucht danach.

Michael Graf (@Greu_Lich)

Karl der Große leiht seinen Namen keinem großartigen, aber einen ordentlichen DLC. Ich hatte (abgesehen von gelegentlichen Abstürzen) durchaus meinen Spaß dabei, mit meinen wütenden Westfalen an der Frankenflanke zu knabbern. Letztlich ist Age of Charlemagne trotzdem nur: ein DLC. Es bietet wenig Neues und noch weniger Spektakuläres, ist einfach gutes, altes Total War mit größtenteils ähnlichen Barbarenvölkern, wie üblich hirnvernagelten Computerfraktionen - und einem Politik- respektive Familiensystem, das diesmal immerhin halbwegs Sinn ergibt. Vor allem demonstriert Age of Charlemagne eines: Wie schön ein vollwertiges Medieval 3 wäre! Mit Burgen und Rittern und Papst und vielleicht mal ohne Bugs und KI-Kapriolen! Man wird ja noch träumen dürfen.

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