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Seite 2: TowerFall Ascension im Test - Spielspaß-Wahnsinn mit Pixel-Pfeilen

Zu zweit auf großer Quest

18:00 Uhr: Das Trio ist inzwischen auf ein Duo geschrumpft und das wagt sich nun in den Quest-Modus. Den gab's auf der OUYA noch nicht und er ist im Prinzip eine Horde-Variante, in der man allein oder zu zweit immer knackigere Monsterwellen erledigt. Das Sortiment an Feinden ist dabei zwar recht übersichtlich, die Knilche haben es aber faustdick hinter den Ohren. Selbst Standardfeinde weichen unseren Pfeilen überraschend elegant aus und springen uns mit erstaunlicher Präzision ins Gesicht. Ein geflügelter Geselle, von M. und A. mit dem Spitznamen Todesengel versehen, killt die beiden wackeren Wilhelm Tells beispielsweise im Akkord.

Der verdammte Wicht flattert munter im Level herum und kann mit einer gemeinen Wirbelsturm-Attacke Pfeile blocken. Und weil Friendly Fire auch im Quest-Modus aktiviert ist, kann so ein fremdgehender Pfeil schon mal den Mitspieler spicken, was in unserer Testrunde wiederum heftige Diskussionen über den geistigen Zustand des Koop-Partners nach sich zieht.

TowerFall Ascension - Ankündigungs-Trailer zum Jump+Run 1:15 TowerFall Ascension - Ankündigungs-Trailer zum Jump&Run

18:55 Uhr: Aber es wird noch härter: Feindliche Bogenschützen pflücken punktgenau Pfeile aus der Luft und jagen Spieler hartnäckig über die gesamte Arena. Auch der abschließende obligatorische Bosskampf hat es in sich und wer bis dahin nicht eh schon eine ähnlich hohe Sterberate wie bei Dark Souls 2 in der Statistik hat, kann die Handvoll Levels nochmal in der Hardcore-Variante angehen.

Profis sind da zwar sicher in einem Nachmittag durch, dafür gibt's aber kaum Durchhänger oder aufdringliche Wiederholungsarbeit und man schaltet zudem ganz klassisch neue Arenen, Mutatoren und Spielfiguren frei. Letztere unterscheiden sich jedoch nur optisch.

Allein im Jammertal

21:00 Uhr: M. ist schließlich allein mit TowerFall Ascension. Er versucht sich noch ein bisschen am Quest-Modus, der ist ihm solo aber dann doch einen Tick zu schwer und frustig. Auch die netten Trials (kleine Geschicklichkeitstests gegen Dummy-Puppen auf Zeit) unterhalten nur leidlich. Es bleibt noch Zeit für Reflexionen über Grafik, Sound und Atmosphäre. Die Pixeloptik ist natürlich Geschmackssache aber stilsicher und funktional. Auch wenn manchmal die Übersicht flöten geht, ist das durchaus so gewollt und auf heimtückische Art und Weise durchaus unterhaltsam.

Die Musik unterstützt das Retroflair, bleibt aber auch nicht stundenlang im Gehörgang kleben. Allein die Soundeffekte, wie das traurige »Beep« bei einem Spielertod haben Wiedererkennungswert und lösen so etwas wie Emotionen aus (sei es nun Wut oder Euphorie). Und dann wäre da noch die Tastatur-Steuerung, die mit ihrer fixen und (rein subjektiv) völlig impraktikablen Standardbelegung den Griff zum Gamepad fast schon voraussetzt. Ein Malus, der schnellstens behoben werden sollte.

Die Kampagne hat auch einen fordernden Bossfight zu bieten. Schade, dass es bei dem einen bleibt. Die Kampagne hat auch einen fordernden Bossfight zu bieten. Schade, dass es bei dem einen bleibt.

22:00 Uhr: M. wirft das Handtuch, denn allein ist das Ganze schlicht witzlos. Online-Multiplayer gibt es nicht und so bleibt in den gut gemeinten Solo-Varianten immer die deprimierende Gewissheit, dass TowerFall Ascension mit ein paar Mitspielern in Ohrfeigen-Reichweite tausendmal spaßiger wäre.

Matt Thorson hat mit seinem Hinweis also absolut recht. TowerFall Ascension sollte zu zweit, dritt oder viert gespielt werden (die Ohrfeigenreichweite ist nicht Pflicht, sei aber als Kür ans Herz gelegt). Dann ist das Ding eine Wucht. Der Versuch, auch Solospieler mit Quest- und Trial-Mode ins Boot zu holen, ist jedoch nicht geglückt.

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