Seit dem 21. Januar 2026 ist bei Ubisoft nichts mehr so, wie es mal war. In einer Unternehmensnachricht verkündete Firmenchef Yves Guillemot eine radikale Umstrukturierung des Publishers.
Statt der bisherigen zentralistischen Struktur werden sämtliche Studios künftig in fünf sogenannten Creative Houses organisiert, die komplett eigenverantwortlich agieren und wirtschaften. Das soll nicht nur Kosten sparen, sondern vor allem mehr Agilität schaffen.
Guillemots zentrales Zitat aus der Unternehmensnachricht ist für mich entsprechend:
Die heutige Ankündigung stellt […] eine stärker auf Gamer ausgerichtete Organisation [vor], die sich an kreativen Genres orientiert und auf […] einer größeren Fähigkeit zur schnellen Anpassung an die Erwartungen der Spieler basiert. […]
Klingt auf den ersten Blick wie klassisches CEO-Bullshit-Bingo, legt auf den zweiten Blick für mich aber tatsächlich den Finger in eine gigantisch große Wunde, die sich Ubisoft in den vergangenen zehn Jahren selbst zugefügt hat. Genauso wie Electronic Arts, Sony, Microsoft, Square Enix … ihr seht, worauf ich hinaus möchte.
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Schlittert die AAA-Industrie ins nächste Krisenjahr?
Und deshalb halte ich Ubisofts Umstrukturierung nicht nur für einen notwendigen Schritt, sondern sogar für einen, der meiner Einschätzung nach noch vielen weiteren großen Herstellern von AAA-Blockbustern bevorsteht. Lasst es mich erklären.
Eine logische Konsequenz
Zunächst einmal ist das vielfach heraufbeschworene Ende von Ubisoft natürlich Quatsch. Zur Erinnerung: Ubisoft hat erst im Oktober 2025 rund 1,16 Milliarden Euro von Tencent bekommen. Und das für lediglich 25 Prozent Anteil an den Vantage Studios. Klingelt da was? Genau, so heißt jetzt auch eines der fünf Creative Houses.
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