Treffer, versenkt: UBOAT bietet im Test fast alles, was sich Simulations-Liebhaber wünschen
Nach fünf Jahren im Early Access ist UBOAT endlich aufgetaucht. Wir haben das Periskop ausgefahren und verraten, ob Silent Hunter einen würdigen Nachfolger hat.
UBOAT macht die Tauch-Fantasien von U-Boot-Fans wahr. Im Test erfahrt ihr, wie sich die Simulation in fünf Jahren Early Access verändert hat. (Screenshot: Steam/Rimas)
U-Boot-Simulationen zur Atlantikschlacht des Zweiten Weltkriegs waren früher sehr beliebt. Kern von Titeln wie Aces of the Deep (1994) oder Silent Hunter 3 (2005) war das Patrouillieren in Nordsee, Atlantik und Mittelmeer – alles Regionen, in denen deutsche U-Boote aktiv waren.
Als Spielprinzip ist das spannend: Bei der Suche und der Jagd nach Konvois, sowie der Flucht nach erfolgter Zerstörung wechseln sich Phasen der Ruhe (Rundhorchen, Ausguck) mit Momenten höchster Anspannung (der Augenblick vor dem Torpedoschuss, die Angst vor der eigenen Zerstörung) und Erleichterung (die geglückte Flucht) ab. Das funktioniert auch als Computerspiel perfekt.
Doch nach Ubisofts desaströsem Silent Hunter 5 (2015) legten große Publisher das Thema zur Seite. Fans blieben bei teils extrem gemoddeten Versionen von Silent Hunter 3. Aber dann kam UBOAT – das Kickstarter-Projekt fand mit PlayWay einen Publisher, die Early-Access-Version erschien 2019. Jetzt ist die U-Boot-Simulation fertig – und kombiniert bekannte Genre-Standards mit einem frischen Konzept, das die Entwickler selbst mit Fallout Shelter vergleichen.
... ihr das alte Silent-Hunter-Feeling aufleben lassen wollt.
... ihr Geduld habt und auch mal minutenlang warten könnt.
... ihr euch für die Atlantikschlacht im Zweiten Weltkrieg interessiert.
Passt nicht zu euch, wenn ...
... euch Mikromanagement nervt.
... ihr von komplexen Simulationen leicht frustriert seid.
... ihr nicht auf Seiten Nazi-Deutschlands spielen mögt.
Kerngeschäft
In UBOAT sind die deutschen U-Boot-Typen VII B, VII C und VII C/41 simuliert. Das bekannte U 96 aus dem Film »Das Boot« (1981) war ein Typ VII C; das Museumsboot U 995 in Laboe bei Kiel ist ein Typ VII C/41.
Zusätzlich können wir die kleinen Küsten-U-Boote des Typs II A und II D nutzen. Die größeren Boote vom Typ IX oder die fortschrittlichen Elektroboote vom Typ XXI (wie das Museumsboot Wilhelm Bauer, ex U 2540, in Bremerhaven) sind bis jetzt nicht dabei.
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