Über 28.000 gemähte Quadratmeter mit dem Mammotion Luba 3 AWD: Hier zeigt das Biest seine Schwäche

Ich habe den Allrad-Rasenmähroboter Luba 3 AWD von Mammotion einige Wochen getestet und ziehe mein Fazit.

Trotz einer Schwäche bleibt der Mammotion Luba 3 mein Maßstab was Mähroboter angeht. Trotz einer Schwäche bleibt der Mammotion Luba 3 mein Maßstab was Mähroboter angeht.

Drei bis vier Mal pro Woche zieht der Luba 3 in meinem Garten mit rund 600m² Rasenfläche seine Bahnen. Nach Monaten im Einsatz (und kleineren Unterbrechungen durch andere Mähroboter) ziehe ich Bilanz und erkläre euch, was der Allrad-Mähroboter an Hängen so gut macht und an welchem Problem er auf meinem Grundstück scheitert.

Dass ein Mähroboter im Jahr 2026 komplett ohne Begrenzungskabel auskommt und stattdessen mit RTK-GPS durch den Garten navigiert, dürfte für euch keine große Überraschung sein. Inzwischen ist das State of the Art. Der Markt entwickelt sich schließlich noch weiter.

Somit ist die Frage vor dem Kauf eines Flaggschiffs wie dem Mammotion Luba 3 AWD nicht mehr, ob die Einrichtung ohne Draht gut klappt, sondern wie sich das Produkt über Monate im Garten-Alltag schlägt.

Ich habe den Allrad-Mäher nun seit April im Einsatz und ihn über steile Abschnitte, Tannenzapfen und an knifflige Grundstücksgrenzen geschickt. Was ich in den letzten Monaten gelernt habe, zeige ich euch hier.

Kraftpaket im Garten: Wo der Luba 3 AWD glänzt

Beim Thema Geländegängigkeit macht dem Luba so schnell niemand etwas vor. Wobei mein raupenangetriebener Lymow One Plus schon sehr gut mithalten kann. Der Luba klettert mit Allradantrieb die Steigungen in meinem Garten unbeschwert hoch, an denen herkömmliche Modelle ohne Allrad mit durchdrehenden Rädern scheitern.

Die größten Stärken im Überblick:

  • Starker Allradantrieb: Bewältigt selbst extrem steile Hanglagen und unebenes Terrain mühelos.
  • Hervorragendes Schnittbild: Doppel-Schneidscheiben sorgen für ein gleichmäßiges Mähbild im Parallelmuster (»Fußballrasen-Optik«).
  • Leiser Betrieb: Arbeitet trotz massiver Bauform überraschend leise im Hintergrund.
  • Einfache Pflege: Unterseite lässt sich in wenigen Minuten unkompliziert mit dem Gartenschlauch und einem Spatel reinigen.

Mein Rasen sieht einfach top gepflegt aus und ich ernte regelmäßig neidische Blicke von Freunden und Nachbarn.

Auch im Bereich Software leistet Mammotion solide Arbeit. Die App deckt die wichtigsten Funktionen übersichtlich ab. Wer tiefere Einstellungen vornehmen möchte – wie etwa Zeitpläne und Zonen-Anpassungen – arbeitet sich etwas in die Menüs ein und findet dort alles Wichtige.

Die ungeschminkte Praxis: Das Schatten-Problem am Waldrand

So stark die Hardware auf der freien Fläche agiert, so deutlich zeigt die Praxis aber auch die physischen Grenzen eines knapp 20 Kilogramm schweren Mähers auf. Besonders an anspruchsvollen Grundstücksgrenzen.

Dichte Bäume? Kein Problem: Oft liest man bei Mährobotern von Signalproblemen unter dichten Bäumen und Blättern. Das kann ich beim Luba 3 nicht bestätigen. Selbst unter dichten Baumkronen hielt das Signal bei mir stand. Das eigentliche Problem an meiner Grundstücksgrenze ist bei mir ein anderes: Der permanente Schatten.

Ein Teil meines Gartens grenzt direkt an den Wald. Dort fällt aufgrund der dichten Baumkronen kaum Sonnenlicht ein. Der Rasen wächst dort also nur spärlich und der Boden ist fast dauerhaft feucht und weich.

Wenn der schwere Luba mit seinen griffigen Allrad-Rädern in diesen Bereichen wendet, wühlt der Antrieb den geschwächten Boden auf. Das Ergebnis nach Monaten im Dauereinsatz: Wo es vorher zumindest noch ein bisschen grün war, bleibt am Ende größtenteils Erde. Die Kombination aus hohem Gewicht und Allrad-Grip hat also, wie mein Garten, seine Schattenseiten.

Die Mähgrenze am Waldrand zeigt deutlich, wo der Luba 3 dreht. Die Mähgrenze am Waldrand zeigt deutlich, wo der Luba 3 dreht.

Hindernisse, Tannenzapfen und Kantenschnitt: Auch bei der Sensorik im Nahbereich zeigen sich im Alltag klare Vor- und Nachteile:

  • Große Objekte: Gartenmöbel, herumstehende Eimer oder dicke Äste erkennt die Sensorik zielsicher und bremst rechtzeitig ab.
  • Kleine Objekte: Dünne Zweige und herabgefallene, kleine Tannenzapfen werden von Kamera und Sensorik meist ignoriert. Der Mäher überfährt sie ungeniert, was dazu führt, dass sich Zapfen hin und wieder zwischen Schneidtellern und Gehäuse verkanten und manuell befreit werden müssen.
  • Spielbälle von meinem Hund oder Äpfel sind allerdings groß genug, um erkannt zu werden.
  • Rasenkanten: An Zäunen, Mauern und in spitzen Ecken lässt der Luba 3 AWD bauartbedingt einen schmalen Streifen stehen. Nacharbeiten mit dem Trimmer gehört weiterhin zum Programm.
  • Auf der IFA 2026 haben wir aber schon gesehen, dass Kantenschnitt das nächste große Thema bei Mährobotern wird.

Igelschutz: Die Erkennung von Hindernissen ist ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, Tiere wie Igel in meinem Garten zu schützen. Zusätzlich stelle ich in der App ein, zu welchen Zeiten der Mäher fahren darf. Bei mir ist das nur zu Uhrzeiten, zu denen die Sonne scheint. In den Morgenstunden oder ab Beginn der Dämmerung hat der Mäher Fahrverbot.

Fazit: Ein starkes Arbeitstier mit festen Grenzen

Der Mammotion Luba 3 AWD ist kein Mäher für den kleinen Reihenhausgarten. Er ist stark und fühlt sich in großen, unebenen Geländen mit Steigung sehr wohl. Habt ihr ein großes, verwinkeltes Grundstück mit steilen Hängen? Dann findet ihr derzeit kaum Alternativen zu diesem Gerät. Allerdings müsst ihr für das 3.000-m²-Gerät auch knapp 2.700 Euro hinlegen. Beim kleineren Gerät, das für 1.500 Quadratmeter ausgelegt ist, bezahlt ihr knapp 200 Euro weniger. Ein Schnäppchen ist der Mäher also nicht.

Mammotion LUBA 3 AWD 3000 Mähroboter
Mammotion LUBA 3 AWD 3000 Mähroboter
Kabellos + ohne Antenne
automatisches Kartieren
Allrad (auch für schwierige Gärten mit Steigung stark)
Sehr benutzerfreundliche App
2699 €

In den letzten Monaten hat das Gerät bei mir über 28.000 m² Gesamtfläche gemäht. Wartungstechnisch ist nicht viel zu tun – bei feuchtem Rasen mache ich ihn einmal pro Woche mit etwa fünf Minuten Zeitaufwand von unten sauber. Bei trockenem Wetter sammelt sich weniger geschnittenes Gras an der Unterseite, da reicht die Reinigung auch einmal im Monat.

Solange man das regelmäßig macht, lässt sich der Roboter leicht warten. Haben sich feuchter Rasen und Erde erstmal ein paar Tage an das Gehäuse binden können, muss man schon ein bisschen mehr Muskelkraft beim Reinigen mitbringen.

In der gesamten Zeit hat mich das Gerät nicht einmal im Stich gelassen. Updates erscheinen regelmäßig mit Verbesserungen zur Handhabung.

Auf einen Blick – Für wen lohnt sich der Luba 3 AWD?

  • Ideal für: Große Grundstücke, starke Steigungen, unebenes Terrain und Nutzer, die ein extrem gleichmäßiges Schnittbild suchen.
  • Weniger geeignet für: Sehr feuchte, stark schattige Rasenflächen mit weichem Boden

Trotz der Schwachstelle an meiner Waldkante und dem nötigen Griff zum Trimmer bleibt der Luba 3 AWD bei mir im Dauerbetrieb. Denn dort, wo es auf kompromisslose Mähleistung und herausragende Geländegängigkeit ankommt, verrichtet er seit Monaten absolut zuverlässig seinen Dienst. Der nächste spannende Schritt ist für mich der Kantenschnitt. Wenn die Mähroboter das auch zuverlässig schaffen, wäre das für mich ein Grund zu einem Wechsel.


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