Wir warten seit fast 20 Jahren. Auf eine Auflösung eines Cliffhangers. Auf die Rückkehr von Gordon Freeman. Ach was, wir warten auf ein verdammtes Lebenszeichen, das würde ja schon reichen! Aber Half-Life 3 lässt sich einfach nicht sehen.
Jedes Mal, wenn Gabe Newell irgendwo auftaucht oder eine neue Zeile Code in einem Update entdeckt wird, brennt das Internet. Die Sehnsucht nach Half-Life 3 ist längst ein Meme geworden, ein Running Gag des PC-Gamings.
Doch während Fans jede vage Andeutung sezieren, sitzt Valve in Bellevue und zählt das Geld. Viel Geld. So viel, dass ein klassisches Singleplayer-Projekt wie Half-Life 3 für die Firmenstrategie fast schon störend wirken könnte. Das klingt hart. Aber wenn man sich die nackten Zahlen und die interne Struktur ansieht, wird klar: Valve spielt ein ganz anderes Spiel als der Rest der Branche.
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Warum, Valve?! Seit bald 20 Jahren lässt uns Half-Life mit diesem fiesen Cliffhanger in der Luft hängen
Meine Kollegen Michael Graf und Yassin Chakhchouk hab sich bei GameStar-Talk zusammen mit Branchen-Analyst Human Nagafi intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Dabei zeichnen sie ein Bild, das viele Fans ernüchtern wird - aber für mich nicht überraschend ist.
Denn: Valve ist längst kein reines Entwicklerstudio mehr. Sie sind ein Plattformbetreiber, ein Hardware-Pionier und eine Geldmaschine mit einer Effizienz, die im gesamten Wirtschaftssystem ihresgleichen sucht. Wer verstehen will, warum Gordon Freeman immer noch in der Warteschleife hängt, muss den Blick von der Brechstange weg und hin zu den Bilanzen lenken.
Die unglaubliche Effizienz von Valve
Valve ist kein normales Unternehmen. Es ist privat geführt, gehört zu über 50 Prozent Gabe Newell und unterliegt keinem Druck durch Aktionäre. Es gibt auch keine Quartalszahlen, die »geschönt« werden müssen. Das wichtigste Produkt ist Steam, ein Online-Shop mit Nahezu-Monopolstellung, der durch Abgaben auf jeden Spieleverkauf quasi unbegrenztes passives Einkommen generiert.

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