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Spanien hat ein Problem mit verlassenen Wohngebieten - die Lösung eines Bezirks: Die Siedlung in Call of Duty verwandeln

In der Nähe von Valencia siecht ein unvollendetes Bauprojekt mit 53 Häusern dahin, doch das Gelände wird jetzt zum Schauplatz von Airsoft-Spielen.

So kann man verwaiste Bauten auch nutzen. So kann man verwaiste Bauten auch nutzen.

Zu den ikonischsten Maps aus Call of Duty: Black Ops gehört wohl Nuketown – einer amerikanischen Vorstadtsiedlung für Kernwaffentests nachempfunden und dementsprechend ziemlich verlassen. Die Karte hat sich durch etliche Titel der Reihe gezogen und sich so in die Hirnrinde vieler Spielerinnen und Spieler eingebrannt.

Wer sich ein solches Setting schon mal für seine Paintball-Runden gewünscht hat, muss aktuell gar nicht mal so weit reisen. Ein »Nuketown« im echten Leben ist nur einen kurzen Flug nach Spanien entfernt.

Distrito Zero, das Airsoft-Spielfeld in einer spanischen Vorstadt

Atomenergie hat allerdings nichts mit der leerstehenden Siedlung zu tun. Siete Aguas, eine halbe Stunde von Valencia entfernt, ist ein von den USA finanziertes Bauprojekt, das 2007 liegen gelassen wurde. Jetzt wirkt Siete Aguas wie eine Geisterstadt mit knapp 50 leerstehenden Wohnhäusern und kaum befahrenen Straßen.

Im Jahr 2019 jedoch entdeckte ein Airsoft-Verband das Gelände für sich – und die Bauruine erhielt eine neue Bestimmung als »Distrito Zero«. In Absprache mit dem Eigentümer einigte man sich darauf, das Areal fortan als Sportanlage zu nutzen. Für den Eigentümer bedeutet das Mieteinnahmen und für den Verband einen phänomenalen Schauplatz für Teamduelle und Search-and-Destroy-Runden:

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Warum scheiterte das Bauprojekt? Ursprünglich sollten Anfang der 2000er auf der Fläche von etwa 500.000 Quadratmetern über 600 Villen, ein Einkaufszentrum und ein Golfplatz entstehen. 2007 machte die Umweltbehörde dem Ganzen allerdings einen Strich durch die Rechnung.

Weil durch das Projekt Gemeindestraßen durch ein öffentliches Waldgebiet gebaut wurden, durften die Bauarbeiten zunächst nicht fortgeführt werden.

Weitere Streitigkeiten mit dem Bauamt ließen die Arbeiten komplett einfrieren. Zuletzt waren gerade einmal 53 Gebäude fertiggestellt.

Da die Bauarbeiten nie zu 100 Prozent abgeschlossen wurden, konnte der Bauträger die bereits fertigen Häuser auch nie an Bewohner vermieten und blieb auf den Kosten sowie einer saftigen Geldstrafe sitzen. Da kam der Deal mit den Airsoft-Leuten gerade recht. Die können auch gleich Vandalen und Hausbesetzer fernhalten.

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