Fortsetzungen von Filmen tun sich oft schwer. Was im ersten Teil funktionierte und Fans fesselte, muss im zweiten mindestens reproduziert - oder besser - übertroffen werden. Viele Franchises scheitern daran, doch es gibt hin und wieder auch immer mal Reihen, die ihr Potenzial erst mit ihren Sequels entfalten.
Terminator 2 - Tag der Abrechnung ist einer dieser Filme. Das Sci-Fi-Action-Meisterwerk mit Arnold Schwarzenegger wird dieses Jahr schon 35 Jahre alt und von seinen Fans als absolut zeitloser Klassiker gefeiert. Diese können sich auch bald auf Nachschub freuen.
Vom Überraschungserfolg zum Meilenstein
Als Terminator 2 am 3. Juli 1991 in den US-amerikanischen Kinos anlief, klingelten die Kassen gewaltig. Weltweit spülte der Actionstreifen satte 520 Millionen US-Dollar ein, wodurch er zum erfolgreichsten Film des Jahres mutierte.
Sein Vorgänger war 1984 zwar auch schon sehr erfolgreich, krankte jedoch etwas an einem vergleichsweise geringen Budget. Terminator wurde mit den Produktionskosten von etwa 6,4 Millionen US-Dollar zu einem minimalistischer Sci-Fi-Horrorfilm, spielte aber immerhin knapp 78 Millionen US-Dollar ein. Terminator 2 nahm danach ganz andere Dimensionen an.
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Terminator: Der 42 Jahre alte Sci-Fi-Klassiker von James Cameron kehrt schon bald in deutsche Kinos zurück - in 4K
James Cameron, der auch schon den ersten Teil inszenierte, hatte für die Fortsetzung um die 100 Millionen US-Dollar zur Verfügung, was den Film Anfang der 90er zur teuersten Produktion seiner Zeit machte. Und die hat man auf der Leinwand auch zu spüren bekommen.
Die aufwändigen visuellen Effekte von Industrial Light & Magic (ILM) waren absolut bahnbrechend und prägten den unvergleichlichen Look des Films. Der T-1000 (Robert Patrick) war in seiner flüssigen Form der erste computergenerierte Hauptprotagonist in einem Film. Die aufwändige Technik dahinter sorgte allerdings auch für starke Verzögerungen, sodass die Filmkopien für die Kinos erst am Vorabend des 3. Julis 1991 bei den Lichtspielhäusern ankamen.
Weitere große Teile des Budgets flossen in handgemachte Stunts, wie die Verfolgungsjagd auf dem Highway, die sich noch heute neben Produktionen mit modernster Technik sehen lassen kann. Die sechsmonatigen Dreharbeiten wurden verspätet Ende März 1991 abgeschlossen, knapp drei Monate vor Filmstart.
Aber Terminator 2 hat seinen Erfolg nicht nur dem gigantischen Budget zu verdanken. Auch der Plot kam mit einem unerwarteten Twist um die Ecke. Während der titelgebende Terminator T-800 (Arnold Schwarzenegger) im ersten Film noch als antagonistische Killermaschine agierte, wird er in der Fortsetzung zu einem Beschützer.
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Terminator 2 - Trailer zur 3D-Version mit Arnold Schwarzenegger
Darum geht's in Terminator 2: Das KI-Netzwerk Skynet schickt einen weiteren Terminator - den T-1000 aus flüssigem Metall - in die Vergangenheit, um die Herrschaft der Maschinen in der Zukunft zu sichern. Ziel ist dieses Mal der zehnjährige John Connor (Edward Furlong), der als Erwachsener zum Anführer des menschlichen Widerstands wird.
Dieser Zukunfts-John hat aber einen Plan. Er hat in der Zukunft einen T-800 umprogrammiert und schickt diesen ebenfalls in der Zeit zurück. Gemeinsam mit Johns Mutter Sarah (Linda Hamilton) setzt dieser alles daran, den Buben zu schützen.
James Cameron und ein Stapel Notizblätter
Nachdem Terminator 2 gleich vier Oscars und zahlreiche weitere Preise gewann, war es keine Überraschung, dass weitere Filme folgten. Die nächsten vier Fortsetzungen brachten allerdings viel durcheinander. Die Rechte am Franchise spielten fröhlich »Bäumchen, wechsel dich!« und auch auf dem Regiestuhl nahmen laufend neue Leute Platz.
Für Teil 7 kehrt James Cameron jetzt aber wieder zurück ans Reißbrett. Bereits 2024 bestätigte er, dass er an einem neuen Terminator arbeiten wird, der allerdings ohne Arnie in seiner ikonischen Rolle auskommen muss.
Während der Promo-Zeit für Avatar: Fire and Ash schnappte das Online-Medium Gizmodo den Star-Regisseur und befragte ihn zu seinen Fortschritten bei Terminator 7. Und siehe da: Es geht voran.
Sobald wir in etwa einem Monat mit dem Marketing für diesen Film fertig sind, werde ich Zeit zum Schreiben haben und mir Gedanken über meine nächsten Projekte und deren Reihenfolge machen. Ich habe einen dicken Stapel Notizen [hält die Finger etwa acht Zentimeter auseinander], so fange ich alle meine Drehbücher an, um zu verstehen, was ich mit einem neuen Terminator -Film vorhabe. Ich werde mich als Autor voll und ganz darauf konzentrieren.
Da das Gespräch im Dezember 2025 stattfand, dürfte Cameron also mittlerweile mit dem Brainstorming begonnen haben. Aber schon vor ein paar Monaten stellte er neue Hürden fest, die es in den 80er Jahren noch nicht gab. Science-Fiction habe uns längst eingeholt. Durch Technologie entstandene Probleme, die früher nur in Büchern standen, seien mittlerweile Realität. Das macht es nachvollziehbarerweise schwer, über eine dystopische Zukunft zu schreiben. Es bleibt also spannend.
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