Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-Abo
4,99€

pro Monat

12 Monate

Günstigster Preis
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Quartals-Abo
5,99€

pro Monat

3 Monate

14% gegenüber Flexi-Abo sparen
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Flexi-Abo
6,99€

pro Monat

1 Monat

Monatlich kündbar
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's

Seite 2: Was ist High Dynamic Range? - HDR auf dem PC ausprobiert

TV-Einstellungen und die Kabel-Frage

Im Falle des LG-Fernsehers 55UH850V ist es für den HDR-Betrieb nötig, die Option »HDMI Ultra HD Deep Colour« für den gewünschten HDMI-Anschluss zu aktivieren. Im Falle des LG-Fernsehers 55UH850V ist es für den HDR-Betrieb nötig, die Option »HDMI Ultra HD Deep Colour« für den gewünschten HDMI-Anschluss zu aktivieren.

Als wären die verschiedenen Treibereinstellungen nicht schon genug, finden sich außerdem in Fernsehermenüs meist viele Einstellungsmöglichkeiten zur Bildqualität. Immerhin gibt es mittlerweile bei vielen TVs einen Spiele-Modus, in dem zusätzliche Bildverbesserungen für eine möglichst geringe Eingabeverzögerung bereits deaktiviert sind. Ist das bei dem Fernseher Ihrer Wahl nicht der Fall, sollten Sie manuell Hand anlegen und die Bildverbesserungen ausschalten.

Im Falle unseres LG-Geräts ist für den HDR-Betrieb außerdem die Aktivierung der Option »HDMI Ultra HD Deep Colour« zwingende Voraussetzung. Wenn ein HDR-Signal von der Grafikkarte kommt, weist der Fernseher auch von selbst darauf hin, dass diese Option aktiviert werden muss. Außerdem wird dann automatisch der HDR-Bildmodus aktiviert, der sich in vielen Einstellungen wie etwa der Helligkeit, dem Kontrast oder dem Farbton von Haus aus vom Spiele-Modus unterscheidet. Für unsere Vergleichsbilder haben wir deshalb alle Optionen der beiden Modi vereinheitlicht.

Außerdem noch ein paar Worte zum Thema Kabel: Auch wenn im Handel spezielle »Hochgeschwindigkeits«-HDMI 2.0-Kabel verkauft werden, sind sie für den HDR-Betrieb nicht wirklich nötig. HDR ließ sich in unseren Tests dementsprechend auch mit älteren Kabeln nutzen. Das bedeutet allerdings nicht, dass es mit sehr langen oder mit weniger hochwertigen Kabeln nicht zu Darstellungsfehlern kommen kann.

Was bringt HDR auf dem PC?

Temple of Longing: HDR aus Ohne HDR wirken die Farben in Shadow Warriror 2 etwas übertrieben, außerdem ist im hellen Bildbereich mit Sonneneinstrahlung nicht viel zu erkennen.

HDR an (10 Bit) Aktivieren wir dagegen HDR, sehen die Farben natürlicher aus, zudem treten Details in den sehr hellen Bildbereichen hervor, die wir mit SDR nicht erkennen konnten.

Zilla Research Lab: HDR aus In dieser Szene dominieren eher dunkle Farben. Die einzelnen Treppen vor der Spielfigur sind in SDR praktisch nur durch die teilweise auftretenden Reflexionen voneinander zu unterscheiden.

HDR an (10 Bit) Aktivieren wir HDR, können wir die einzelnen Stufen ganz unabhängig von den Reflexionen problemlos voneinander unterscheiden, auch in anderen Bereichen sind mehr Details erkennbar.

Die vielen Vorbemerkungen machen schon deutlich, dass HDR auf dem PC momentan nicht unbedingt eine Plug-and-Play-Erfahrung ist. Es gibt jedenfalls viele Variablen, die Einfluss auf die HDR-Darstellung haben – viele HDR-Spiele gibt es dagegen nicht.

Wie eingangs erwähnt unterstützt aktuell nur Shadow Warrior 2 HDR auf dem PC. In den ebenfalls für Windows erhältlichen Titeln Forza Horizon 3 und Gears of War 4 lässt sich HDR zwar auf der Xbox One S nutzen, auf dem PC ist das unseres Wissens nach allerdings nicht der Fall (was auch mit der Veröffentlichung als Universal Windows Apps über den Windows Store zusammenhängen könnte).

Unsere Tests haben wir primär auf einem Windows 10-PC mit Core i7 4790K-Prozessor und 16,0 GByte RAM mit den zum Testzeitpunkt jeweils aktuellen Grafikkartentreibern von AMD (16.11.5) und Nvidia (376.19) erstellt. AMDs frisch veröffentlichter »ReLive Edition«-Treiber, der auch die HDR-Unterstützung verbessern soll, stand uns zu diesem Zeitpunkt übrigens noch nicht zur Verfügung, unsere Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die Crimson Edition 16.11.5. Als AMD-Grafikkarte kommt eine Radeon RX 480 zum Einsatz, im Falle von Nvidia ist es die Geforce GTX 1060.

In Shadow Warrior 2 gefällt uns das HDR-Bild auf dem LG 55UH850V tatsächlich besser als das SDR-Bild. Einerseits sind in sehr hellen und in sehr dunklen Bildbereichen sichtbar mehr Details zu erkennen, andererseits wirken die Farben weniger übersättigt. Insgesamt verlieren sie aber überraschend stark an Kraft, zumal HDR ja klare Vorteile bei der Farbdarstellung gegenüber SDR haben sollte. Die in unserem Testsetup zu sehenden Ergebnisse machen dagegen fast den Eindruck, als könnte man sie auch mit Tools wie ReShade oder SweetFX auf einem SDR-Display erreichen.

Yakuza Mansion: HDR aus, AMD Diese Szene zeigt die für unseren Geschmack ohne HDR zu intensiven Farben in Shadow Warrior 2 gut auf, zudem sind im hinteren Bildbereich nur wenige Details auszumachen.

Nvidia Dieser Eindruck bleibt auch dann bestehen, wenn wir Shadow Warrior 2 ohne HDR mit einer Nvidia-Grafikkarte spielen, das Bild unterscheidet sich generell nur gering von dem AMD-Bild.

HDR RGB 8 Bit, AMD Hier ist HDR im RGB-Farbraum mit 8 Bit auf der Radeon RX 480 aktiv. Die Farben sind gegenüber SDR klar zurückgenommen (und das fast schon zu stark), außerdem treten im Hintergrund zusätzliche Details hervor.

Nvidia Die Szene sieht mit der GTX 1060 bei identischen Einstellungen sehr ähnlich aus, allerdings sind im hellen Bildbereich des Himmels etwas mehr Farbsäume zu erkennen.

HDR YUV-422 8 Bit, AMD Wechseln wir vom RGB-Farbraum zu dem Farbraum YUV 4:2:2, verlieren die Farben etwas an Kraft, sonst gibt es im Falle der AMD-Karte aber kaum Unterschiede zu sehen.

Nvidia Mit der Nvidia-Karte bleiben die Farben im YUV-Farbraum etwas kräftiger, im Himmel sind im Falle der 8 Bit-Darstellung aber immer noch die bereits angesprochenen Farbsäume zu sehen.

Die zusätzlich erkennbaren Details sind beispielsweise auf den Vergleichsbildern zu Beginn dieses Artikelabschnitts in der Anfangs-Szene »Temple of Longing« gut in den Bereichen mit hellem Sonnenlicht zu sehen. Während von den Felsen und dem Gebäude im Hintergrund in SDR nur wenig bis gar nichts übrigbleibt, kann man in HDR deutlich mehr von der Umgebung im Sonnenlicht erkennen.

Auch in der dunklen Szene im »Zilla Research Lab« macht HDR einen klaren Unterschied. In SDR kann man die Stufen vor dem Spieler nur an den teils zu sehenden Reflexionen erkennen, in HDR tritt dagegen jede einzelne Stufe klar sichtbar hervor.

Der dritte Bildvergleich beim »Yakuza Mansion« zeigt sowohl die zurückgenommene Farbgebung als auch die zusätzlichen Details im Hintergrund gut. Die Bilder im RGB-Farbraum wirken dabei sowohl im Falle von AMD als auch bei Nvidia etwas gesättigter als die Fotos im YUV 4:2:2-Farbraum, AMD hat aber gleichzeitig leichte Vorteile bei der Darstellung des Himmels.

Während bei der Nvidia-GPU meist leichte Farbsäume zu sehen sind, stellt die AMD-Grafikkarte die Übergänge weicher dar. Das kann man durch den Wechsel zu YUV 4:2:2 in der Nvidia Systemsteuerung und eine Farbtiefe von 12 Bit klar abmildern, allerdings geht dann auch wieder etwas Sättigung bei den Farben verloren.

Grundsätzlich ist es überraschend, wie gering die optischen Unterschiede in HDR zwischen den verschiedenen Bit-Einstellungen in Shadow Warrior 2 sind. Das legt die Vermutung nahe, dass in keiner der Einstellungen ein »echtes« 10 Bit- oder 12 Bit-Bild angezeigt wird, sondern dass stets ein 8 Bit-Bild zu 10 Bit hochgerechnet wird.

Es ist auch nicht auszuschließen, dass das Problem an einer Stelle unseres Setups liegt, sei es beim Fernseher, bei der Grafikkarte oder beim Treiber (wobei wir auf verschiedenen Test-PCs identisch Ergebnisse erzielt haben). Außerdem könnte HDR in Shadow Warrior 2 auch einfach nicht sonderlich gut umgesetzt worden sein. Hier werden wohl erst weitere Tests mit anderen TV-Geräten und in kommenden HDR-Spielen etwas Licht ins Dunkel bringen können.

Nahaufnahme: HDR aus In dieser Nahaufnahme des Himmels ist das Bild in SDR größtenteils fast weiß, vom Gebäude im Hintergrund ist außerdem nur sehr wenig zu erkennen.

HDR RGB 8 Bit, Nvidia Die HDR-Darstellung macht das Gebäude deutlich besser erkennbar, allerdings sieht man im Falle der Nvidia-Grafikkarte wieder die Farbsäume bei den feinen Farbübergängen.

HDR YUV-422 12 Bit, Nvidia Wechseln wir in den Farbraum YUV 4:2:2, um 12 Bit aktivieren zu können, sind deutlich weniger Farbsäume zu erkennen, aber die Farben wirken dafür auch etwas blasser als zuvor.

HDR RGB 8 Bit, AMD Mit der AMD-Grafikkarte sind auch im RGB-Farbraum und bei 8 Bit kaum Farbsäume zu sehen, außerdem kann man das Gebäude und die Berge am unteren Bildrand besser erkennen.

HDR-Benchmarks

In Sachen Bildqualität hat AMD die Nase also insgesamt leicht vorn, gleiches gilt auch für den Einfluss auf die Performance. Während die fps mit der Radeon RX 480 in allen drei Testszenen nur im Bereich von ein bis zwei Prozent sinken, wenn wir HDR aktivieren, liegt der fps-Verlust im Falle von Nvidia eher im Bereich von zehn Prozent.

Das muss zwar nicht in kommenden HDR-Spielen gleichermaßen gelten, zudem ist es denkbar, dass Nvidia die HDR-Performance per Treiber noch optimiert. Aktuell steht AMD bei den HDR-Benchmarks aber klar besser dar, zumal sich unsere Testergebnisse bei kurzen Gegentests mit anderen Grafikkarten (u.a. Radeon R9 390X, Geforce GTX 980) bestätigt haben.

HDR in Shadow Warrior 2
Full HD, Detailstufe »Ultra«, RGB, 8 Bit

  • HDR aus
  • HDR an
Geforce GTX 1060 Zilla Research Lab
103,0
92,0
Geforce GTX 1060 Yakuza Mansion
96,3
87,3
Geforce GTX 1060 Temple of Longing
86,2
77,4
Radeon RX 480 Zilla Research Lab
84,3
83,2
Radeon RX 480 Yakuza Mansion
75,1
73,4
Radeon RX 480 Temple of Longing
68,9
67,9
  • 0,0
  • 22,0
  • 44,0
  • 66,0
  • 88,0
  • 110,0

2 von 6

nächste Seite


zu den Kommentaren (46)

Kommentare(46)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.