Meta AI will an eure Daten. Besonders prominent fällt die KI-Funktion vielen Nutzern auf WhatsApp auf. Ein blauer Ring erscheint in eurem Messenger – einmal angetippt erscheint die KI wie ein ganz normaler Kontakt in eurer Liste. Aber ist sie das auch?
Hier erfahrt ihr, was beim Chat mit der KI anders ist als bei normalen Chats.
So bekommt Meta AI eure Daten
Mark Zuckerbergs Konzern Meta bzw. früher noch als Facebook stand oft in der Kritik für seinen Umgang mit Nutzerdaten. Ein prominentes Beispiel: Der Cambridge-Analytica-Skandal 2018.
Allerdings sind seit 2016 eure Chats auf WhatsApp Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass nur der Sender und der Empfänger der Nachricht auf deren Inhalt zugreifen können. Sonst niemand. Auch WhatsApps Mutterkonzern Meta nicht.
Bei euren Chats mit der KI von Meta gilt das aber nicht. Meta schreibt dazu in der kleingedruckten Nachricht ganz am Anfang des KI-Chats stilistisch etwas holprig:
Meta AI kann nur Nachrichten lesen, die Personen damit teilen.
Meta gibt weiter an, eure Chats zu speichern und zu verwenden.
Gleichzeitig ist aber Entwarnung für all eure anderen Chats auf WhatsApp gegeben. Die bleiben Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
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Dafür nutzt Meta AI eure Daten
Meta betont zwar in seiner kleingedruckten Nachricht am Chatbeginn, dass ihr nicht alles mit der KI teilen sollt:
Teile keine Informationen, insbesondere nicht zu sensiblen Themen, über Dritte oder dich selbst, von denen du nicht möchtest, dass die KI sie speichert und verwendet.
Allerdings sieht ein Chat mit der KI eben wie ein ganz normaler Chat aus. Das könnte Nutzer dazu verleiten, die KI genauso zu verwenden, wie sie WhatsApp auch sonst verwenden: für persönliche Gespräche mit Kontakten.
Und für die KI-Chats räumt sich der Konzern auch das Recht ein, die daraus anfallenden Daten mit seinen Partnern zu teilen.
Allerdings gibt Meta explizit an, eure Nachrichten nicht zum Training seiner KI zu verwenden.
Damit generative KI bestmöglich funktioniert, braucht sie riesige Mengen an Daten, um auf ihnen trainiert zu werden.
Eigentlich hätte Meta gerne eure Daten genau dafür gehabt. An denen meldete der Konzern schon letztes Jahr ein berechtigtes Interesse
, um der DSVGO zu entsprechen. Nach einer Beschwerde der irischen Datenschutzkommission erklärte Meta jedoch im Juni 2024 in einer Pressemitteilung das Training der KI mit Daten von Facebook und Instagram aus der EU vorerst zu stoppen.
Das bekräftigt der Konzern auch noch einmal in einer aktuellen Erklärung.
So schützt ihr euch vor Datenzugriff durch Meta AI
1. Nutzt die KI nicht auf WhatsApp
Wie erwähnt liest Meta eure Chats mit der KI mit. Natürlich könnt ihr auf die Nutzung von WhatsApp komplett verzichten und auf alternative Messenger umsteigen.
Dafür haben wir euch hier 3 Möglichkeiten im Vergleich zu WhatsApp gesammelt.
Gerade die Beliebtheit von WhatsApp macht für viele allerdings den kompletten Verzicht schwer: Wenn eine Krabbelgruppe oder ein Fußballverein über den Messenger organisiert wird, wird der Wechsel schnell unpraktikabel.
Für all diejenigen sei gesagt: Solange ihr die KI nicht im Messenger verwendet, verändert sich für euch nichts. Es ist auch ratsam, zu überprüfen, wie eure Kontakte zu der KI stehen. Denn jenseits vom privaten Chat kann die KI auch durch ein @MetaAI in Gruppenchats befragt werden. Verzichtet am besten hierauf, wenn eure Kontakte der KI fernbleiben wollen.
2. Teilt keine persönlichen Daten über euch oder andere mit der KI
Wenn ihr die KI dennoch ausprobieren wollt, dann lasst euch nicht dazu verleiten, persönliche Informationen über euch oder andere mit der KI zu teilen
Das betrifft beispielsweise:
- Name (Vor- und Nachname)
- Telefonnummer
- E-Mail-Adresse
- Geburtsdatum / Alter
- Standortdaten
- Kontakte im Adressbuch
- Nachrichten- oder Statusinhalte
- vertrauliche Daten
Fazit: Wenn ihr die KI verwendet, dann mit Bedacht
Die DSVGO unterwirft Meta bestimmten Beschränkungen. Grundsätzlich ist die Nutzung eurer Daten zum Training der KI allerdings in Metas offiziellen Erklärungen nur aufgeschoben.
Gleichzeitig sind eure Daten durch die fehlende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aber eben nicht so geschützt wie eure normalen Chats. Lasst euch also, wenn euch der Schutz eurer Daten wichtig ist, nicht dazu hinreißen, Meta AI wie einen ganz normalen Chatpartner zu verwenden.
Auch wenn sie auf WhatsApp so aussieht.

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