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Fazit: Where the Water Tastes Like Wine im Test: Ein ungewöhnliches Story-Spiel

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Fazit der Redaktion

Daniel Ziegener
@sofakissen

Where the Water Tastes Like Wine ist sicher nicht für jeden etwas. Die Grafik wirkt spröde und ungeschliffen, die Erzählung lässt sich viel Zeit und der bewusst literarische Schreibstil schlägt gerade für ein Videospiel ungewohnte Töne an. Das Ergebnis ist fast mehr sperriges Kunstprojekt als zugängliches Indiespiel. Aber lässt man sich erst einmal darauf ein, erzeugt die Atmosphäre einen unwiderstehlichen Sog und zieht einen hinein in das Leben während der Großen Depression - so wie ein gutes Buch.

Und doch funktioniert das Gesamtpaket eben nur als Spiel. Nur in diesem Medium können sich die Geschichten weiterentwickeln und bleibt die Reihenfolge der Neugier des Spielers überlassen. Irgendwo zwischen Walking Simulator, dialoglastigem Adventure und Visual Novel findet das Debüt von Dim Bulb Games seine ganz eigene Nische. Und auch wenn es den kommerziellen Erfolg von Gone Home vermutlich nicht wiederholen kann, gibt es doch eine Parallele: Die Art, die Geschichte zu erzählen, ist wieder einmal wirklich neu und unverbraucht.

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