Wie viel verdienen Spieleentwickler? Erstmals verrät eine deutsche Firma konkrete Zahlen

Wenn ihr mit einer Karriere in der Videospielbranche liebäugelt, wisst ihr dank InnoGames jetzt endlich, was für ein Gehalt euch erwartet.

So viel verdient ihr als Spieleentwickler bei InnoGames: Das zweitgrößte deutsche Unternehmen der Branche hat seine Gehaltsbänder veröffentlicht. So viel verdient ihr als Spieleentwickler bei InnoGames: Das zweitgrößte deutsche Unternehmen der Branche hat seine Gehaltsbänder veröffentlicht.

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»Über Geld spricht man nicht« - dieser Grundsatz kann deutsche Berufseinsteiger ganz schön frustrieren. Besonders wenn sie beim Bewerbungsgespräch ihre Gehaltsvorstellungen kommunizieren sollen, aber keine Ahnung vom Lohnniveau der Branche haben.

Auch in der Spielebranche sind die Gehälter von Entwicklern kein öffentlich diskutiertes Thema. Für einen großen Report über die Bezahlung von Spieleentwicklern musste GameStar einst tief in die Recherche-Trickkiste greifen. Doch jetzt hat InnoGames, eines der größten deutschen Studios mit Fokus auf Browser- und Mobile-Spiele, erstmals Informationen über den Verdienst seiner rund 400 Mitarbeiter veröffentlicht.

Die sogenannten Gehaltsbänder zeigen die Spannen der aktuellen Brutto-Gehälter von Mitarbeitern mit Beschäftigungsort in Deutschland, was ungefähr 80 Prozent der Belegschaft ausmacht. InnoGames weist darauf hin, dass die Gehälter in anderen Ländern davon abweichen können. Die Angaben beziehen sich auf 40-Stunden-Verträge mit 29 freien Tagen pro Jahr.

Ab sofort wird InnoGames bei allen Stellenausschreibungen die entsprechenden Gehaltsbänder mit angeben, obwohl in Deutschland (anders als etwa seit 2011 in Österreich) dazu keine Pflicht besteht.

Das verdienen Entwickler bei InnoGames

InnoGames hat als erstes deutsches Unternehmen der Spielebranche konkrete Zahlen zum Gehalt seiner Mitarbeiter veröffentlicht. Die Übergangsgehälter »gelten für Mitarbeitende, die noch nicht ganz das nächste Karrierelevel erreicht haben, aber auf dem richtigen Weg sind und gleichzeitig hervorragende Arbeit leisten«, so InnoGames. InnoGames hat als erstes deutsches Unternehmen der Spielebranche konkrete Zahlen zum Gehalt seiner Mitarbeiter veröffentlicht. Die Übergangsgehälter »gelten für Mitarbeitende, die noch nicht ganz das nächste Karrierelevel erreicht haben, aber auf dem richtigen Weg sind und gleichzeitig hervorragende Arbeit leisten«, so InnoGames.

Was sich Innogames davon verspricht

Im Interview mit GameStar haben wir die Verantwortlichen nach dem Zweck der Veröffentlichung dieser Zahlen gefragt. InnoGames-COO und Mitgründer Michael Zillmer antworte, dass man sich davon »eine deutliche Steigerung unserer Sichtbarkeit und Attraktivität« erhoffe.

»Nicht nur für Talente innerhalb der Gamesbranche, sondern auch außerhalb. Leider hat unsere Branche immer noch den Ruf, nicht gut zu zahlen, was so pauschal natürlich nicht stimmt. Die Gehälter bei InnoGames liegen laut Kienbaum International Consultants, von denen wir unsere Daten beziehen, sogar im oberen Drittel des deutschen Marktes.«

Michael Zilmmer ist Mitgründer von InnoGames. Heute bekleidet er das Amt des COO (Chief Operating Officer) Michael Zilmmer ist Mitgründer von InnoGames. Heute bekleidet er das Amt des COO (Chief Operating Officer)

Wir wollten wissen, ob solch hohe Gehälter notwendig sind, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten. Michael Zillmer:

»Sie sind nicht nötig, um überhaupt Bewerber*innen anzulocken, aber sie sind in aller Regel nötig, um wirklich gute Bewerber*innen anzulocken – und die brauchen wir, um in unserer wettbewerbsintensiven, technologiegetriebenen Branche weiter ganz oben mitzuspielen.«

Bereits 2021 veröffentlichte InnoGames intern seine Gehaltszahlen, was laut Interview »hier und da [zu] neuen Gehaltsforderungen beziehungsweise Beschwerden über etwaige Ungleichgewichte« führte. Dennoch sieht das Unternehmen den Schritt insgesamt als positiv und will ein Signal für mehr Fairness setzen. »Weibliche Bewerber werden von unserem Schritt besonders profitieren, weil sie nun wissen, dass sie bei uns keine sogenannten Pay Gaps befürchten müssen.«

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