Lidl legt nach: Zuletzt war das E-Mountainbike »Peak 709« der Discounter-Eigenmarke Crivit Ende April im Angebot, damals verlangte der Discounter 1.600 Euro statt 1.800 Euro.
Bei der jetzigen Aktion sinkt der Preis um weitere 100 Euro auf 1.500 Euro – allerdings nur für Lidl-Plus-Kunden. Erhältlich ist das E-MTB in drei unterschiedlichen Rahmengrößen und ausschließlich im Onlineshop des Discounters.
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- Preis: 1.499 Euro (Lidl-Plus, regulär 1.799 Euro)
- Rahmen: Aluminium-Hardtail, erhältlich in drei Größen (27,5 und 29 Zoll)
- Motor: 100 NM, Mittelmotor mit Drehmomentsensor
- Akku: 709 Wh
- Schaltung: Shimano CUES U6000, 10 Gänge
- Bremsen: Hydraulische Scheibenbremsen von Shimano, 180 mm Durchmesser
- Federung: SR Suntour Federgabel XCM34 Boost mit 120 mm Federweg
- Maximales Fahrergewicht: 93 / 94 kg, je nach Modell
- Gewicht E-Bike: je nach Modell 25,8 - 26,4 kg
Für 1.500 Euro ist das ein ordentliches Paket, das vor allem beim Akku und beim Motor über dem üblichen Niveau dieser Preisklasse liegt.
Motor und Akku
Der verbaute Mittelmotor arbeitet mit Drehmomentsensor, wodurch die Unterstützung feinfühlig auf euren eigenen Pedaldruck reagiert, statt einfach nur an- oder auszugehen. Mit 100 Newtonmetern bietet er viel Power und sollte euch auch steile Anstiege problemlos hinaufbringen.
Mit 709 Wattstunden bietet der Akku eine hohe Kapazität, die auch für längere Touren ausreicht. Eine konkrete Angabe zur Reichweite macht der Discounter nicht – sie hängt maßgeblich von Unterstützungsstufe, Strecke, Fahrergewicht sowie weiteren Faktoren ab.
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Touren von 70 Kilometern und mehr sollten aus meiner Sicht aber selbst auf einer höheren Unterstützungsstufe drin sein.
Ein Punkt, den ihr im Alltag einplanen solltet: Der Akku muss zum Laden aus dem Rahmen entnommen werden, ein Laden direkt am Rad ist nicht vorgesehen.
Schaltung und Bremsen
Bei der Schaltung setzt Crivit auf eine Shimano-CUES-Gruppe mit 10 Gängen. Die Bandbreite der Übersetzung reicht sowohl für zügige Fahrten auf Asphalt als auch für steilere Anstiege im Gelände. Ich selbst fahre eine 10-Gang-Shimano an meinem E-MTB und muss sagen, dass ich damit sehr gut zurechtkomme und mir nichts fehlt.
Die hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano (MT200) mit 180-Millimeter-Scheiben gelten als grundsolide und sollten für eine zuverlässige Bremsleistung sorgen.
Was die Kundenbewertungen zeigen
Mit 4,2 von 5 Sternen bei knapp über 60 Bewertungen fällt das Gesamtbild überwiegend positiv aus. Viele Rezensionen loben das Preis-Leistungs-Verhältnis, den kräftigen Motor und die hohe Akkukapazität. Auch die hydraulischen Bremsen werden mitunter als »erstklassig« hervorgehoben.
Kritische Stimmen drehen sich vor allem um zwei Themen: Vereinzelt berichten Nutzer von Akku- oder Motordefekten, etwa Überhitzung oder Ladeprobleme direkt nach der ersten Nutzung. Auch gerissene Ketten werden erwähnt.
Der zweite Schwerpunkt betrifft den Kundenservice bei Reklamationen – mehrere Käufer beschreiben den Prozess über den Hersteller-Support als zäh oder wenig zufriedenstellend.
Insgesamt überwiegen die positiven Erfahrungen: Solide Verarbeitung, unkomplizierte Montage und ein starkes Fahrgefühl werden in der Mehrheit der Bewertungen hervorgehoben.
Preis-Leistung und Alternativen
Beim letzten Angebot lag der Preis noch bei 1.600 Euro, regulär kostet das Bike 1.800 Euro. Mit dem aktuellen Lidl-Plus-Preis von 1.500 Euro unterbietet der Discounter sein eigenes früheres Angebot nochmal um 100 Euro – ein Nachlass von rund 300 Euro gegenüber dem Normalpreis.
Für den Preis von 1.500 Euro ist die Ausstattung stark. Der Akku ist sehr groß, der Motor sehr leistungsstark. Die übrigen Komponenten sind überwiegend Markenprodukte, die zwar aus dem günstigeren Preissegment stammen, aber ihren Zweck erfüllen.
Ein Kritikpunkt ist das zulässige zulässige Gesamtgewicht von 120 Kilogramm. Wer etwas mehr auf die Waage bringt oder aber mit schwerem Gepäck fährt, könnte hier an die Grenze stoßen.
Zu diesem Preis ein besser ausgestattetes E-MTB zu bekommen, ist trotzdem nicht einfach. Gerade der Mix aus Motorleistung und Akkugröße ist kaum zu übertreffen. Bei den Alternativen im ähnlichen Preissegment müsst ihr in der Regel Abstriche bei Kapazität oder Leistung machen.
Falls ihr eine Alternative sucht, könntet ihr euch folgende Modelle einmal näher ansehen, die unter anderem im Onlineshop von Decathlon angeboten werden:
- Rockrider E-Expl 140: Kostet ebenfalls 1.500 Euro und setzt auf einen Mittelmotor mit 78 Nm, 499-Wh-Akku, 8-Gang-Schaltung, 120-mm-Federgabel und hydraulische Scheibenbremsen.
- Prophete Dice 3.8: Liegt mit 1.700 Euro höher und bringt einen AEG-Mittelmotor mit 70 Nm, einen 540-Wh-Akku, Shimano-Cues-10-Gang-Schaltung, 100-mm-Federgabel und hydraulische Shimano-Scheibenbremsen mit.
Für wen sich das Lidl-E-MTB eignet
Passend ist das Peak 709 für euch, wenn ihr:
- ein E-Mountainbike mit großem Akku für längere Touren sucht.
- Wert auf eine starke und gleichzeitig feinfühlige Motorunterstützung mit Drehmomentsensor legt.
Weniger geeignet ist es, wenn ihr:
- das Rad für Bikepark-Einsätze, große Sprünge oder harte Trails nutzen wollt. Hier wäre ein höherwertiges Modell die bessere Wahl.
- über 93/94 Kilogramm wiegt und / oder regelmäßig mit schwerem Gepäck fahrt.
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Fazit
Das Crivit Peak 709 ist für 1.500 Euro ein faires Angebot: großer Akku, starker Mittelmotor mit Drehmomentsensor, Federgabel und eine solide Schaltungs- sowie Bremsausstattung.
Die überwiegend positiven Kundenbewertungen sprechen für das E-Bike, auch wenn vereinzelte Berichte zu Defekten und Servicefällen zeigen, dass es keine Garantie für einen völlig reibungslosen Ablauf gibt.
Wer ein E-Mountainbike mit hoher Reichweite und Leistung sucht, bekommt hier ein rundes Gesamtpaket.

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