Action-Rollenspieler haben hohe Ansprüche. Diablo 4 punktet mit kinoreifer Inszenierung und krachendem Treffer-Feedback, Path of Exile 2 hat wahnsinnig komplexe Builds und fordernde Endgame-Aktivitäten. Der Loot muss motivierend sein, die Klassenbalance stimmen und Spieler erwarten auch nach Release neue Inhalte.
Puh, kein Wunder, dass so wenige Entwickler sich in diesem Genre durchsetzen können! Doch während die Branche dem Drang zum immer Größeren und Teureren folgt, schlägt einer der Urväter des Genres einen völlig anderen Weg ein. Einer der Mitbegründer von Blizzard North und wichtiger Designer von Diablo 1 und 2 arbeitet zusammen mit weiteren Diablo-Veteranen an einem Projekt, dessen großen Twist noch kein Hack&Slay geboten hat.
Unser Gesprächspartner
Nach der Gründung von Condor (später Blizzard North) im Jahr 1993 war Erich Schaefer entscheidend an Diablo 1+2 beteiligt. Er prägte das Genre durch Mechaniken wie prozedurale Level, zufälligen Loot und mathematisch austarierte Skill-Trees. Nach seinem Ausstieg bei Blizzard gründete er Flagship Studios (Hellgate: London) und später Runic Games, wo er an der Seite seines Bruders Max Erfolg mit der Torchlight-Serie hatte. Danach entwickelte er an der Spitze von Double Damage Games das Weltraumspiel Rebel Galaxy.
Schaefers neues Spiel hört auf den Namen Darkhaven und entsteht beim kleinen Studio Moon Beast. Darkhaven möchte nicht durch teure Renderfilmchen glänzen, sondern durch eine spielerische Freiheit, die mit ihrer voxelbasierten prozeduralen Generierung und den fürs Genre ungewöhnlichen Bewegungsoptionen eher an Minecraft als an die klassischen Korridor-Dungeons der Konkurrenz erinnert.
Der Trailer zeigt davon schon einiges, mehr haben wir im Interview mit Erich Schaefer für euch herausgefunden:
2:03
Darkhaven: Neues Action-Rollenspiel von Diablo-Entwicklern lässt euch endlich springen und schwimmen, hat eine zerstörbare Welt
Der Bruch mit dem Erbe von Blizzard
Zuerst einmal: Ja, Darkhaven wird NPCs, Dialoge und eine grundsätzliche Geschichte haben. Doch in unserem ausführlichen Gespräch macht Erich Schaefer schnell klar, wo die Prioritäten liegen.
Anstatt Unsummen in eine einmalig erlebbare Story zu stecken (»Wir haben keine 60 Millionen Dollar oder wie viel die Diablo-Kampagne gekostet hat.«), investiert das Team von rund einem Dutzend festen Mitarbeitern (darunter die Ex-Blizzards Peter Hu und Philip Shenk) in Systeme, die für Wiederspielbarkeit und echte Konsequenzen sorgen sollen. Das soll das Ende der statischen Welten in Action-Rollenspielen bedeuten.
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