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Seite 3: World of Warcraft im Test - Blizzards erstes Online-Rollenspiel auf dem Prüfstand

Grenzenlos eingeengt?

Gemeinsam mit zwei Kollegen überfällt unser untoter Magier ein Menschendorf. KI-Wachen schreiten zur Verteidigung. Allianz-Spieler könnten in der Siedlung ungestört einkaufen.Gemeinsam mit zwei Kollegen überfällt unser untoter Magier ein Menschendorf. KI-Wachen schreiten zur Verteidigung. Allianz-Spieler könnten in der Siedlung ungestört einkaufen.

Längere Quest-Reisen überbrücken Sie per Greifen- oder Zeppelinflug, Magier-Teleport, UBahn (!), Schifffahrt oder zu Fuß. Erst mit Level 40 lernen Sie Reiten und kommen schneller voran. Eigentlich kein Problem, Quests sind meist mit kurzen Laufwegen verbunden. Stellenweise nervt's aber doch. Zum Beispiel, wenn Sie durch die halbe Region rennen müssen, nur um am anderen Ende Skelette zu jagen. Und sich auch noch bei Mitspielern zum Zielort durchfragen müssen, weil Wegbeschreibungen häufig ungenau sind. Das gleicht World of WarCraft dadurch aus, dass Sie an einem Ort meist mehrere Aufträge erledigen können – etwa Piraten töten, Schnupftabak klauen und ein magisches Auge suchen.

Wermutstropfen: Alle Quests beruhen auf demselben Muster. Entweder töten Sie Monster, sammeln Gegenstände, eskortieren Auftraggeber oder erledigen Botengänge. Trotz der kleinen Geschichten bietet das System an sich kaum Abwechslung, zumal Blizzard bislang keine Belagerungen à la Dark Age of Camelot eingebaut hat: Die Spieler haben keinen Einfluss auf die Welt, erobern keine Gebiete, bauen zudem keine Häuser. Das WarCraft-Abenteuer verläuft in engen Grenzen. Der Höchstlevel ist derzeit 60. Ist das Spiel dann zu Ende? Nein.

Er lev'le hoch!

Für jede Klasse gibt’s spezielle Quests. Mit einem Tauren-Schamanen treffen wir hier auf ein gewaltiges Erd-Elementarwesen. Diese Begegnung ist Teil der Schamanen-ReifeprüfungFür jede Klasse gibt’s spezielle Quests. Mit einem Tauren-Schamanen treffen wir hier auf ein gewaltiges Erd-Elementarwesen. Diese Begegnung ist Teil der Schamanen-Reifeprüfung

Bis Level 60 haben Sie mehrere Wochen Spielzeit in Ihren Charakter investiert. Bei Trainern lernen Sie gegen Geld neue Fertigkeiten. Priester etwa bekommen nach und nach wirkungsvollere Heilzauber. Bei jedem Levelaufstieg investieren Sie zudem einen Punkt in einen Talentbaum à la Diablo 2. Magier spezialisieren sich auf Feuer-, Eis- oder arkane Magie. Die Talente sind gut ausbalanciert, nutzlose Fertigkeiten gibt's keine.

Und wieder greift der Suchteffekt: Sie wollen stets noch eine Fertigkeit lernen, noch einen Talentpunkt verteilen. Zudem ergreifen Sie zwei von neun primären Berufen. Mittels »Häuten« ziehen Sie Tieren das Fell ab. Wenn Sie Kürschnerei lernen, nähen Sie daraus Rüstungen. Oder sollten Sie zum Bergmann umschulen und Eisenerz schürfen? Das können Sie an Spieler verkaufen, die per Schmiedeberuf Schwerter basteln. Per »Verzaubern« verpassen Sie Gegenständen magische Boni. Alchemisten brauen Tränke aus Blättern, die Kräuterkundler gesammelt haben. Ingenieure basteln mechanische Tiere. Schneider stellen Hemden her. Durch fleißige Arbeit verbessern Sie Ihr Talent nach und nach. Alle Berufe sind verzahnt, haben mit Beschaffung oder Verarbeitung von Rohstoffen zu tun. So entsteht ein funktionierender Wirtschaftskreislauf aus Rohstoffen und Endprodukten. Sekundäre Berufe gibt's auch: Erste Hilfe, Kochen, Fischen und Giftmischerei (für Schurken). Die dürfen Sie alle lernen.

Selbst gebastelte Ausrüstung können Sie bei Händlern verkaufen. Wie uncool. Bieten Sie den Kram lieber in einem Auktionshaus an. Hier ersteigern Sie Ausrüstung. Fiebern bis zur letzten Sekunde, ob Ihr Gebot für den magischen Helm durchkommt. Ersteigerte Items bekommen Sie per Post: In jedem Dorf steht ein Briefkasten, über den Sie Waren an Mitspieler senden können. Auch für die computergesteuerte Händler hat Blizzard gute Ideen: Wenn Sie einen Gegenstand kaufen wollen, öffnet sich ein Vergleichsfenster. So sehen Sie sofort, ob das Angebot besser als Ihre Ausrüstung ist.

Sucht ab wann?

Der Stil stimmt: die Orc-Stadt Orgrimmar in WarCraft 3...Der Stil stimmt: die Orc-Stadt Orgrimmar in WarCraft 3...

Das coole Megatöt-Schwert des Händlers ist besser als ihr popeliger Dolch. Sie kaufen es. Und wollen noch einen Level aufsteigen. Dann hören Sie auf. Na gut, noch die eine Quest. Dann ist wirklich Schluss. Oder vielleicht noch das Auktionsende abwarten? Zum Trainer gehen, um endlich Feuerstürme beschwören zu können (die man dann natürlich sofort ausprobieren muss)? Den Spinnenwald erkunden? Sie sind stets motiviert, weiterzuspielen. Sei es bis zum nächste Level, der nächsten Quest oder um nach Ausrüstung zu suchen. Ins US-Abenteuer können die meisten deutschen Spieler jedoch nicht ziehen – dafür ist eine amerikanische Kreditkarte nötig.

...und in World of WarCraft. Gebäude sind passend umgesetzt....und in World of WarCraft. Gebäude sind passend umgesetzt.

Wer keine Verwandten in den Staaten hat, muss warten. Die deutsche Fassung erscheint erst am 11. Februar. Drum blicken Sie aus dem Fenster. Sehen Sie den Sack mit den Uhren? Holen Sie ihn wieder herein. Hängen Sie die Uhren wieder auf. Sehen Sie sie an. Jeden Tag. Sausen Sie am Stichtag sofort zum nächsten Spieleladen, um World of WarCraft zu kaufen. Damit Sie keine Sekunde Ihres Abenteuers verpassen.

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