Ihr kennt doch das Meme, in dem ein Typ einen Vorschlag macht und zum Dank dafür aus dem Fenster geschmissen wird. Dieses Bild habe ich bei Yakuza Empire im Kopf. Also hauptsächlich, weil die Szene so ähnlich auf Steam existiert.
Aber auch, weil Spiele von Publisher PlayWay einer harten (und ungewöhnlichen) Geschäftsstrategie folgen. Und die hat etwas damit zu tun, dass man nicht weiß, was Kunden wollen – und mit dem Versuch, genau das herauszufinden.
Ganz schön kompliziert? Wenn ihr mehr dazu erfahren wollt, geht unser Report ins Detail:
Wir stellen euch das Aufbauspiel Yakuza Empire jetzt vor. Und bitten euch am Ende darum, eure Vorfreude lieber (noch) im Zaum zu halten. Wie gesagt: Es ist kompliziert!
So soll sich Yakuza Empire spielen
Das Aufbaustrategiespiel setzt auf einen Stil, der an einen Mix aus Fallout Shelter und This War of Mine erinnert. Im Trailer bekommt ihr einen schnellen Überblick:
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Yakuza Empire: So soll das Aufbauspiel mit Mafia-Szenario aussehen
Yakuza-Imperium in den 90ern aufbauen: Im Tokio der 1990er herrschen die Yakuza-Clans über die Straßen. Ihr seid mittendrin, darauf bedacht, euren Einfluss zu mehren und ordentlich Geld zu scheffeln. Dafür baut ihr euer Hauptquartier aus, trainiert Mitglieder, schüchtert Geschäftsleute ein, ärgert die Konkurrenz ... das ganze Spektrum der organisierten Kriminalität eben.
Rundenbasierte Kämpfe: Ähnlich wie in Empire of Sin laufen Kämpfe gegen andere Clans rundenbasiert ab. Der Trailer oben zeigt Kampfszenen in der Seitenansicht. Im Entwicklungs-Blog auf Steam arbeiten die Entwickler aber auch mit einer Draufsicht, die bei Missionen zum Einsatz kommen soll.
Screenshots von Yakuza Empire zeigen die durchaus stimmungsvoll gestaltete Spielwelt:
Viele unbekannte Faktoren: Wann Yakuza Empire erscheint, bleibt offen. Gleiches gilt für den Preis. Und diese fehlenden Informationen hängen direkt mit der Art und Weise zusammen, wie Publisher PlayWay seine Spiele herausbringt.
Wer ist Publisher PlayWay und was bedeutet das?
Wie uns der Gründer von PlayWay im Interview verriet, verfolgt PlayWay eine ungewöhnliche Geschäftsstrategie. Das Unternehmen arbeitet mit dutzenden (!) Studios zusammen und lässt Spiele aller Couleur gleichzeitig entwickeln.
So entstanden und entstehen viele kleine Nischentitel, darunter etliche Aufbauspiele und Berufssimulationen. Builders of Egypt schlägt sich beispielsweise wacker, was Wunschlisten auf Steam betrifft. Und auch der Renovier-Hit House Flipper stammt von PlayWay:
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House Flipper - Trailer zum Renovier-Simulator & Steam-Hit
Wunschlisten sind ein wichtiges Stichwort: Ein Maß für das Interesse der Spieler sind die persönlichen Wishlists auf Steam. PlayWay misst daran, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Erfolg bestimmter Projekte ist. Das kann auch dazu führen, dass Spiele mit wenig Resonanz komplett eingestellt werden.
Wie Michael Graf es im Redaktions-Chat formulierte: Sie werfen Spiele an die Wand und schauen, was kleben bleibt.
Daher warnen wir euch vor allzu viel Vorfreude auf Yakuza Empire. Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass das Aufbauspiel niemals erscheint. Oder wegen des breiten geschäftlichen Pinselstrichs des Publishers an Qualität einbüßt. Aber das wird erst die Zeit zeigen.
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