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Rezension: „The Witcher 2: Assassins of Kings“ (Enhanced Edition) — Version 3.4 — Plattform: DVD

von ModuGames am: 10.05.2020

Hinweis: Ich empfehle, dass Sie zuerst meine Rezension zum Vorgänger (https://www.gamestar.de/community/leser-rezensionen/komplex-duester-atmosphaerisch,18452.html) lesen.

Mit The Witcher gelang dem polnischen Studio CD Projekt RED im Jahr 2007 ein Achtungserfolg. 2011 erschien dann der Nachfolger, The Witcher 2: Assassins of Kings, der die Geschichte rund um den Hexer Geralt fortführt. Grund genug für mich, diesen Titel genauer unter die Lupe zu nehmen, mochte ich doch das Erstlingswerk bereits sehr gerne.

Bevor das Spiel losgeht

Mein erster Eindruck: wie cool! The Witcher 2 gibt einem nämlich die Möglichkeit, seinen Spielstand aus dem Vorgänger zu importieren. Die Veränderungen im Gegensatz zum Spiel ohne Savegame-Import sind allerdings recht marginal. Ich habe nur bei kleinen Details und einer Nebenfigur gemerkt, dass sie das Resultat meiner Handlungen im Vorgänger sind, aber dieses Feature ist unterm Strich dennoch ein gutes.

 

Das Inventar strotzt nicht gerade vor Übersichtlichkeit.

Mein zweiter Eindruck: Was ist denn jetzt los? Da stehe ich also im Tutorial und der Hexer reagiert nicht auf meine Steuerung, bewegt sich keinen Millimeter. Die Lösung des Problems ist so simpel wie unnötig: Wenn man The Witcher 2 startet, öffnet sich ein Launcher, durch den man die Tastaturbelegung einstellen kann. Dort gibt es eine Option namens „Standard wiederherstellen“. Betätigt man diese, läuft der Hexer munter durch die Spielwelt. Klar, das ist wirklich nur ein minimales Problem, aber ich weiß nicht, warum es überhaupt existiert, schließlich reden wir hier über die neueste Version einer Enhanced Edition. Der Launcher bedeutet übrigens auch, dass man die Steuerung im eigentlichen Spiel nicht verändern kann, genau wie die Grafik. Seufz.

Der Hexer rüstet seine Technik auf

Mein dritter Eindruck: Wow, das sieht fantastisch aus! Der erste Witcher-Teil basierte auf BioWares Aurora-Engine, die für Neverwinter Nights (2002) konzipiert wurde. Dadurch bot das Spiel zwar kleine schlechte Grafik, war aber auch nicht gerade auf dem neuesten Stand der Technik und spielte sich auch dementsprechend wie ein altes BioWare-Rollenspiel, nur ohne Begleiter. Im Nachfolger werkelt nun die eigens entwickelte RED Engine, die das Spiel technisch auf eine ganz neue Ebene hebt. Für ein Rollenspiel aus dem Jahr 2011 sind die Texturen hervorragend, die Charaktermodelle sehen lebensecht aus und die Animationen können überzeugen. Die Lichtstimmung ist ebenfalls atmosphärisch, allerdings könnte man dem Spiel vorwerfen, dass es zu viel Bloom einsetzt.

 

The Witcher 2 kann grafisch punkten – man beachte die Lichtstimmung. Hier sehen Sie das Städtchen Flotsam.

Dies alles führt jedoch dazu, dass sich die Ästhetik zwischen den beiden Teilen grundsätzlich unterscheidet: The Witcher 1 ist dunkler, die Farben oft im grün-braun-grauen Bereich. Assassins of Kings ist deutlich heller und verwendet stärkere Kontraste. Wie gesagt: Ich finde die Optik toll, ich könnte den Zusatz „Für ein Rollenspiel aus dem Jahr 2011“ sogar weglassen und es sähe immer noch respektabel aus. Wenn ich mir im Vergleich die Konkurrenz von Bethesda und BioWare anschaue, dann wirkt Skyrim extrem hölzern (man bedenke die sehr spärliche Gestik und Animationen im Allgemeinen) und Dragon Age 2 sieht aus wie ein Wachsfigurenkabinett.

Geralt als Königsmörder?

Doch genug von der Technik, reden wir über die Geschichte. Assassins of Kings spielt kurz nach den Ereignissen des Vorgängers. Geralt von Riva arbeitet quasi als Bodyguard des temerischen Königs Foltest, was mit dem Ende von The Witcher zu tun hat (ich bleibe aufgrund von Spoilergefahr mal sehr vage). Besagter König greift die Burg der Familie La Valette an, mit deren Baronin er zwei uneheliche Kinder hat. Die Belagerung dient dem Zweck, eben jene in seine Obhut zu bringen. Mit Hilfe von Geralt gelingt ihm dies auch und nach einigen kleineren Komplikationen – zwischendurch taucht mal ein Drache auf – ist Foltest wieder mit seinen Kindern vereint. Drachen schienen um das Jahr 2011 herum ziemlich en vogue zu sein, ich verweise nochmal auf Dragon Age und Skyrim. Jedenfalls hält das Glück der Familie nicht lange an, denn Foltest wird von einem unbekannten Assassinen getötet, der flugs verschwindet und Geralt den Mord in die Schuhe schiebt.

 

Foltest greift die Burg der La Valettes an, um wieder mit seinen Kindern vereint zu sein.

Einige Zeit später wacht Geralt im Gefängnis auf und wird von Vernon Roche verhört, einem nahen Vertrauten des verstorbenen Königs. Der Hexer kann ihn jedoch von seiner Unschuld überzeugen und mit Roches Hilfe aus dem Knast fliehen. Nun gilt es, den Mord aufzuklären, Geralts Namen reinzuwaschen und Rache an dem Assassinen zu üben. Natürlich wird der Hexer von seinen Freunden begleitet, die man schon aus dem ersten Teil kennt: der Zauberin Triss Merigold, dem Zwerg Zoltan Chivay und dem Barden Rittersporn, die alle eigenwillig und unterhaltsam sind wie eh und je. Im Hauptteil des Spiels besucht man drei Gebiete, die sich alle optisch sehr unterscheiden. Das mitten im Wald gelegene Städtchen Flotsam, die Zwergensiedlung Vergen bzw. ein kaedwenisches Armeelager und die zerstörte Stadt Loc Muinne.

Neue Story-Höhen und unnötige Abstürze

Insgesamt erachte ich die Story von Assassins of Kings als die beste der Reihe. Dies liegt zu großen Teilen an der grundsätzlichen Motivation für Geralt. Im ersten Teil jagt er die Salamandra, weil sie Hexergeheimnisse gestohlen und Leo, einen Hexeranwärter, getötet haben. „Hexergeheimnisse“ ist als Grund dabei so vage wie ineffektiv und mit Leo hat man nicht genug Zeit verbracht, um wirklich eine Bindung herzustellen. In Wild Hunt soll man Ciri suchen, hat dabei aber dasselbe Problem wie bei Leo. Mit Foltest hat man sich jedoch nun schon zwei Teile lang befasst und den Eindruck bekommen, dass er – für einen König immerhin – eigentlich ganz cool ist, weswegen man seinen Tod auch betrauert. Und die „fälschlicherweise beschuldigter Protagonist versucht, seinen guten Ruf wiederherzustellen“-Story mag zwar ausgelutscht sein, aber sie funktioniert. Immerhin ist man ja ein ehrlicher Hexer. Solche Vorwürfe werden nicht hingenommen!

 

Der Königsmörder, ein effektiver Widersacher.

Während ich mich durch den ersten Akt kämpfte, stürzte das Spiel ein ums andere Mal ab. Anfangs dachte ich mir noch nicht viel dabei, irgendwann schaute ich aber doch nach, wo die Ursache des Problems lag. Wie sich herausstellte, sind häufige Abstürze in der deutschen Version auch anderen Spielern ein Dorn im Auge. Der Verursacher: Umlaute! Glücklicherweise fand ich auf Nexus Mods jedoch einen Fix, der alle Umlaute ausschreibt (also „ä“ zu „ae“ und so weiter). Warum das überhaupt ein Problem ist? Das weiß wohl nur der Hexer persönlich. Einem frisch erschienenen Spiel würde ich solche technischen Ungereimtheiten noch verzeihen, aber wenn auf meiner DVD-Hülle groß und breit der Schriftzug „Enhanced Edition“ steht, darf es solche Probleme eigentlich nicht mehr geben.

Mehr Action, aber immer noch mit Verstand

Eine der größten Veränderungen gegenüber dem Vorgänger besteht in der Implementierung eines neuen Kampfsystems. Im ersten Teil waren die Gefechte noch (wohl auch Engine-bedingt) so, wie man es von alten Rollenspielen kennt: Zwei Kontrahenten kloppen aufeinander ein, dabei wird nicht geblockt oder ausgewichen und Charakterwerte entscheiden im Hintergrund über den Ausgang des Kampfes. Das liest sich jetzt deutlich negativer, als ich es meine, denn ich liebe ja diese alten Systeme. Die Kämpfe in The Witcher 2 sind nun jedoch deutlich actionlastiger. Die Möglichkeiten zum Blocken und Wegrollen geben dem Spieler starke Mittel zur Vermeidung von Schaden an die Hand. Generell sind die Bewegungstasten nun auch deutlich öfter in Gebrauch. Allerdings fühlen sich die Kämpfe noch nicht ganz so rund an wie im dritten Teil. Es scheint, als wäre die Kampfrolle zu anfällig für Treffer, und die Richtungsänderungen des Hexers sind oft etwas schwammig.

 

Die Kämpfe spielen sich deutlich flotter als im Vorgänger, gleichzeitig sind die Hexerzeichen wie Igni nun wichtiger.

Das soll allerdings nicht heißen, dass Assassins of Kings seine Rollenspiel-Wurzeln über Bord geworfen hat: In der unteren rechten Ecke sehen Sie optional ein Fenster, das alle Kampfaktionen anzeigt, sprich: welcher Kontrahent wie viel Schaden anrichtet, wie viel durch Rüstung absorbiert wird etc. Toll, dass das Spiel so transparent ist und außerdem beweist es damit, dass es keineswegs nur noch um die Reflexe des Spielers geht, sondern dass Zahlen und Statistiken eben doch noch wichtig sind. Ebenfalls toll ist, dass die fünf Hexerzeichen nun effektiver sind. Im Vorgänger habe ich sie nur eingesetzt, wenn es von mir verlangt wurde, aber in The Witcher 2 sind sie mir wirklich ans Herz gewachsen. Vor allem Quen (erzeugt einen Schutzschild) und Aard (stößt Gegner weg) haben es mir angetan.

Charaktersystem und Entscheidungsfreiheit

Beim Charaktersystem hat sich indes auch einiges getan. Der skill tree unterteilt sich in vier Bereiche: Alchemie, Schwertkampf, Magie und Hexerausbildung. Die ersten drei sind so lange gesperrt, bis man die Hexerausbildung (umfasst sechs Fähigkeiten) vollständig freigeschaltet hat. Pro Levelaufstieg erhält man hierbei einen Punkt, den man verteilen kann. Mittlerweile funktioniert dies auch überall, da man nicht mehr – wie im Vorgänger – erst eine Feuerstelle aufsuchen muss, um Fähigkeiten freizuschalten. Das klappt alles erstmal so, wie es klappen soll, allerdings habe ich einige wirklich kreative Skills vermisst. Stattdessen hat man hauptsächlich mit den bekannten „10% mehr Schaden“-Fähigkeiten und dergleichen zu tun. Am interessantesten ist da noch das Talent, das es einem ermöglicht, mehrere Gegner gleichzeitig zu treffen.

 

Bevor man an die restlichen Zweige des Fähigkeitenbaums ran darf, muss man erst die Hexerausbildung abgeschlossen haben.

Ein Grundstein der Witcher-Reihe kehrt natürlich auch in Assassins of Kings zurück, die moralischen Entscheidungen und ihre Folgen. Die Entscheidungsfreiheit nimmt in diesem Teil jedoch völlig neue Züge an – der ganze zweite Akt kann sich in zwei Richtungen entwickeln. Ein Drittel des Spiels! Ich empfehle übrigens, den zweiten Akt nicht auf Seiten der Scoia'tael, sondern im Lager der Kaedwener zu verbringen (dafür muss man sich in Flotsam für die Blauen Streifen entscheiden). Nicht weil ich Anderlinge nicht mag, sondern weil der Armeelager-Handlungsstrang besser erzählt ist und insgesamt mehr Antworten liefert auf die Fragen, die zuvor aufgeworfen wurden. Doch auch die kleineren Veränderungsmöglichkeiten sind höchst unterhaltsam und rechtfertigen mehrere Spieldurchläufe. The Witcher 2 ist ein Fest für Leute, die gerne die Wahl haben. Dies liegt nicht zuletzt am neuen Dialogsystem, das Geralt die Möglichkeiten gibt, Gesprächspartner etwa einzuschüchtern oder mit dem Axii-Zeichen zu verhexen.

Durchwachsene Kleinigkeiten

Geralt war im ersten Witcher ein sehr bodenständiger Mensch. Er konnte nämlich weder schwimmen noch klettern. Zumindest letzteres hat sich in diesem Teil geändert, denn der Hexer kann nun per Mausklick ausgewählte Vorsprünge und Leitern erklimmen. Das ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, fühlt sich aber viel zu träge an und ermöglicht nach wie vor nicht genug Bewegungsfreiheit. Das Sprinttempo des Hexers ist wiederum viel zu gering, was lange Laufwege mühselig macht.

 

Das Armdrücken gehört noch zu den besseren Minispielen.

Ebenfalls ärgerlich ist, dass CD Projekt RED sehr viele unnötige Minispiele und Gameplay-Mechaniken eingebaut hat. So muss man in Boxkämpfen etwa Quick Time Events meistern und im Armdrücken die Maus behutsam verschieben. Das ist keine hohe Kunst, aber immerhin noch tolerabel. Viel schlimmer ist hingegen, dass man etwa an einer Stelle seine Fesseln mithilfe des Igni-Zeichens durchbrennen muss. Wie genau das gehen soll? Keine Ahnung, da das Spiel bereits etablierte Tastenkombinationen in dieser Szene über Bord wirft. Ein Linksclick ist hier übrigens die Lösung, was ebenso wenig Sinn macht, wie es unnötig ist. Weniger dieser „Spiele im Spiel“ hätten The Witcher 2 gutgetan. Weiterhin sind viele Dinge im Spiel, gerade das Inventar mit seinen zahllosen Unterkategorien, sehr unaufgeräumt und schlecht lesbar.

Von Balancing und Bosskämpfen

Anfangs hatte ich mit The Witcher 2 so meine Probleme. Das lag hauptsächlich daran, dass ich mich auf das neue Kampfsystem einstellen musste. Danach wurde das Spiel deutlich angenehmer und spielte sich ziemlich flüssig. Es werden fünf Schwierigkeitsgrade geboten: Einfach, normal, schwer, dunkel und Wahnsinn (Permadeath!), folglich kann sich wirklich jeder ein angemessenes Erlebnis zusammenbauen. Ich habe das Spiel zuerst auf „normal“, später dann auf „schwer“ abgeschlossen. Letzterer trägt seinen Namen nicht zu Unrecht, ist aber auch für Leute mit meinen Fähigkeiten absolut schaffbar, sobald man die Spielsysteme einmal verstanden hat.

 

Wer im Bosskampf mit dem Kayran bestehen möchte, sollte sich gut mit dem Quen- und dem Yrden-Zeichen auskennen.

Im Hinblick auf das Balancing ist jedoch nicht alles gut in den Nördlichen Königreichen. The Witcher 2 leidet unter viel zu langen, frustigen Bosskämpfen. Wo diese im ersten Teil in keiner Hinsicht auffielen und in Wild Hunt sogar ziemlich gut sind, gestalten sich die Gefechte mit den Obermotzen in Assassins of Kings als reine Geduldsprobe. Wäre das hier ein Shooter, so würde man die Bosse als „bullet sponges“ bezeichnen, also Gegner, die unverhältnismäßig viel aushalten. Wer Bosskämpfe jedoch generell eher weniger mag (wie ich) und nicht der geduldigste Mensch ist (wie ich), wird hier ziemlich oft ins Gras beißen. Es hilft enorm, wer seine Hexerzeichen – vor allem Quen – gut beherrscht, aber insgesamt leidet das Spiel doch sehr unter diesen Konfrontationen.

Was die Ausrüstung angeht: In The Witcher 2 wechselt Geralt seine Schwerter und seine Rüstung nun deutlich öfter durch, als man es aus dem Vorgänger kennt. Das ist schon alleine aufgrund der höheren optischen Abwechslung eine Verbesserung. CD Projekt RED haben übrigens auch ein kleines, aber feines Problem des Erstlings behoben. Das Inventar hatte dort nämlich viel zu wenig Plätze, um mehr als ein paar Waffen mitzunehmen, und lief generell schnell voll. Im zweiten Teil bestimmt ein Gewichtslimit, wie viel Geralt mitnehmen kann (man kennt dies aus der Elder-Scrolls-Serie), was sich deutlich angenehmer spielt. Und ich kann endlich nach Lust und Laune looten!

Nicht viel, aber qualitativ hochwertig

The Witcher 2 wurde oft wegen seines verhältnismäßig geringen Umfangs kritisiert. Es ist schwierig, eine genaue Spielzeit anzugeben, da das Spiel keine Ingame-Uhr besitzt, aber meinem Gefühl nach reden wir hier über etwa 30 Stunden an Inhalt, abhängig vom Spielstil. Allerdings: Alle Angaben ohne Gewähr. Rein subjektiv habe ich mit Teil 2 auch weniger Zeit verbracht als mit dem Erstling, was aber nicht per se etwas Schlechtes sein muss. Viele großartige Rollenspiele haben ähnlich viel bzw. wenig Inhalt, siehe etwa Knights of the Old Republic. Und Witcher 2 schafft es wirklich, dass sich jede Sekunde wertig anfühlt, indem die Atmosphäre dicht ist und die Quests aufwendig produziert sind. Typische Lückenfüller sind unter den Aufgaben selten zu finden.

 

The Witcher 2 mag nicht sonderlich viel Inhalt bieten, aber das Gebotene überzeugt.

Im Hinblick auf die Quests möchte ich jedoch eines sagen: Ich habe in meinem ersten Spieldurchlauf so einige fehlgeschlagene Aufgaben angehäuft, da das Spiel nicht kommuniziert, ab welchem Punkt in den Hauptmissionen man das Areal abgeschlossen hat und ins nächste weiterzieht. Manch einer mag es immersionszerstörend finden, wenn eine „Erledige zuerst alle Nebenquests, bevor du diese Aufgabe angehst“-Nachricht erscheint, aber genau das hätte ich mir gewünscht. Gut, im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer.

Fazit

Qualitativ spricht viel für The Witcher 2: Assassins of Kings. Es hat die beste Hauptgeschichte der Serie, ist hervorragend inszeniert und generell auf einem deutlich höheren technischen Niveau als der Vorgänger. Auch das neue, actionreiche Kampfsystem weiß zu gefallen, weiterhin sind die schwierigen Story-Entscheidungen mit ihren weitläufigen Konsequenzen interessant wie eh und je. Allerdings stellt sich das Spiel selbst ein Bein, indem es unnötige Minispiele einbaut und übertrieben in die Länge gezogene Bosskämpfe auffährt. Benutzerinterface, Kampf- und Bewegungssystem hätten außerdem noch etwas Feinschliff gebrauchen können. Deshalb bekommt The Witcher 2 von mir „nur“ 85 Punkte, was aber immer noch eine Steigerung zum Vorgänger (82 Punkte) darstellt. Am wichtigsten ist allerdings, dass die Entwickler mit diesem Spiel bewiesen haben, dass sie die Qualität ihrer Werke verbessern können und wollen. Etwas Großes bahnte sich an im Hause CD Projekt RED...

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Wertung
Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 40, weniger als 100 Stunden



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