GameStar Plus Logo
Weiter mit GameStar Plus

Wenn dir gute Spiele wichtig sind.

Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe für Rollenspiel-Helden, Hobbygeneräle und Singleplayer-Fans – von Experten, die wissen, was gespielt wird. Deine Vorteile:

Alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Frei von Banner- und Video-Werbung
Jederzeit online kündbar

Seite 2: Browserspiele-Awards - Demonlords und Xhodon im GS-Fokus

Demonlords

Demonlords wurde während der Jahre 2005 bis 2007 immer wieder mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Doch hält das Spiel der ultimativen Lobhudelei auch Stand?

Mystische Reisen

Demorya ist kein Kontinent des Friedens und der Ruhe, sondern die Welt der Demonlords, die mittels Magie Kriegsgefallene wieder in ihre Dienste stellen und mit großer Freude eine Schlacht nach der anderen schlagen, wobei die Geschichte des Landes mystisch und weit gehend unerforscht ist. Alles läuft darauf hinaus, Allianzen einzugehen und detaillierte Pläne zu schmieden, wie – unter Einbeziehung der Umwelt - die eigene Macht gesteigert werden kann. Demorya ist kein Land wie jedes andere, wird es doch in unzähligen Ländern wie der Varsillischen Vorebene, dem Graumoor oder dem Düsterwald auch von magischen Kreaturen bevölkert, bspw. Silbereichhörnchen, die Gattung der Drachen, welche sich bis zum Phönix erstrecken u. v. m.. Auch können unter Einfluss von Magie neue Spezies erstehen. Diese koexistieren neben den Zwergen, Elfen und Orks und deren Unterarten auch mit den Menschen und den selten gewordenen Trollen. Halluzinogene Pflanzen sowie normale Flora , die sich in einer Vielzahl an Gewächsen niederschlägt – um nur einige Beispiele zu nennen -, dienen zur Herstellung von Elixieren und Essenzen, aber ebenso der Herstellung von Farben und Stoffen oder sonstigem Rüstzeug.
Die Magie kann Gutes sowie Schlechtes hervorbringen; es kommt hierbei darauf an, in welchen Gegenden und unter welchen Einflüssen sie gewirkt wird. Das „göttliche System“ hingegen gleicht unseren heutigen, doch sehr naiven Vorstellungen von „Himmel“ und „Hölle“ – jedoch sind die „göttlichen Besuche“ auf Erden von beiden Seiten mit Vorsicht zu genießen.

Und wie das im permanenten Kriegszustand nun einmal ist: die Bildung bleibt vollkommen auf der Strecke. Es gibt nur drei Ausbildungsmöglichkeiten: das Handwerk, die Landwirtschaft oder das Soldaten- bzw. Söldnertum. Die einzigen, die dem etwas entgegenzusetzen haben, sind die Magier, die sich ihre eigenen Bibliotheken leisten, deren höheren Stockwerke nur ihnen vorbehalten sind. Demonlords bietet somit eine epische Hintergrundgeschichte, doch kann das Spielerlebnis dieser auch Stand halten?

Schaffe schaffe, Gebeinhäusle bauen...

Was als erstes auffällt, ist die liebevoll und professionell aufgearbeitete Grafik; auch der Menübaum wird nicht überstrapaziert. Allerdings sollten Sie sich klar und deutlich an das Tutorial halten, das in regelmäßigen Abständen, sofern Sie eine neue Stufe erreicht haben, in Ihrem Mailkasten landet. Dieses fällt so ausgiebig aus, dass die Direkthilfe durchaus zu vernachlässigen ist.

Doch beginnen wir mit dem Ausbau des Hauptgebäudes, das zugleich die Zahl der Produktionsstätten verwaltet. Pro Erweiterung werden 20 Punkte freigeschaltet, die Sie auf die fünf Rohstoffgebäudearten verteilen: die Erz-, Gold- und Silbermine, das Sägewerk und die Farm. Während es sich am Anfang noch rentiert, diese Punkte gleichmäßig zu vergeben, können Sie sich später spezialisieren. Hiernach kommt ein sehr wichtiger Punkt, den es zu begreifen gilt: das Einteilen und Kommandieren von Truppen, was nicht ganz leicht wird. Doch haben Sie diesen Schritt bewältigt, können Sie sie auf die erste Monsterjagd schicken und sich selbst an den Bau der Bibliothek wagen, um neue Phänomene und Zauber zu erforschen – derer gibt es insgesamt 60. Je weiter die Bibliothek ausgebaut ist, um so mehr Magier sind dort beschäftigt und Ihre Erfolgschancen auf höhere Ebenenzauber gesichert; ebenso sinken die Forschungspreise. Bald darauf wird eine Meldung Sie darauf hinweisen, dass Barbaren die Stadt überfallen wollten, aber abgeschmettert werden konnten. Das heißt, ab diesem Punkt geht es an den Ausbau der Verteidigungsanlagen und der Speicher, in die im Falle eines Angriffes Rohstoffe eingelagert werden (2% je Ausbau). Nachdem der Wall mit genug Türmen gesichert ist, erhalten Sie die Baupläne der Kaserne aus dem Land Ihres Vaters, um Späher und Einheiten zu kontrollieren und maximieren. Plötzlich tauchen dunkle Gestalten auf, die mysteriöse Rituale abhalten – was nichts anderes bedeutet, als schnellstens einen Tempel aus dem Boden zu stampfen. Mit steigender Opferpunkteanzahl und eines gütig gestimmten Gottes steigt die Wahrscheinlichkeit, bessere Rüstungsgegenstände und Waffen zu erwerben. Ebenso gewinnen Sie so wertvolle Unterstützung bei der Einheitenausbildung und der Produktionssteigerung hinzu. Ist das geregelt, bleiben Sie beim Kasernenausbau, um erste Schwertkämpfer und Kreuzritter auszubilden.

Als dann auch noch mittels einer neuen Nachricht der erste Skelettkrieger wiederbelebt wurde, widmen Sie sich ausgiebig dem Friedhof, auf dem eine neue Spezies erschaffen wird, eine Mischung aus Untoter und Magier: die Lich. - Insgesamt gibt es mehr als 30 Einheitentruppen, die hier nicht weiter vervollständigt werden sollen.

Doch dem nicht genug: Nachdem Ihre Späher mit einem kleinen, verwundeten Drachen zurückgekehrt sind und ihm einen kleinen Hof bauen, entschließen Sie sich, Drachenjäger nach Dracheneiern suchen zu lassen, um eine eigene Zucht zu eröffnen. Das nächste Gerücht wird Ihnen gleich um die Ohren geschlagen: über einen Felsdrachen, der mächtiger als alle anderen ist. Allerdings wurde dieser von Magiern in kleine Felsen zersprengt, damit das Gleichgewicht der Macht bewahrt wird... ein Grund mehr, sich auf die Suche nach ihm zu machen. Hier endet die Geschichte noch lange nicht - seien Sie also neugierig...

Fazit:
Demonlords lässt dem Spieler mit seinen großzügigen Noob-Schutz (bis 5001 Einwohner) die Chance, sich erst einmal konsequent aufzuleveln und verschiedene Strategien ausführlich zu erproben und zu erlernen. Auch die verschiedenen Arten der Angriffe oder Verbote zeugt davon, dass sich hier jemand richtig Gedanken gemacht hat; nicht unerwähnt sein sollte die erfrischende Outlaw-Funktion, die Spieler mit Strafpunkten für vogelfrei erklärt, ebenso wie die Prüfung einer Klage durch das „Tribunal“ (eines Spielerzusammenschlusses) oder auch das Erklären von Kriegszuständen, die freiwillig angenommen werden müssen. Die Kapitulationsbedingungen sind ebenfalls klar definiert. Nicht zu vergessen die Massenschlachten mit zwei, zehn oder noch mehr Spielern, die mittels Magie, Fernkampf, Elementen, Formationen u. v. m. interagieren.

Einziger Wermutstropfen: der stundelange, zäh anmutende Gebäudeausbau, der allerdings auch auf das hohe Entwicklungsalter des Spieles zurückzuführen ist. Ansonsten sei gesagt: im Gegensatz zu vielen „Hardlinern“ der Zunft erwartet Sie hier ein Spiel, das zwar die gängigen Fantasy-Klischees in leicht abgewandelter Form präsentiert, aber dessen Umsetzung schlicht und einfach gelungen ist und tatsächlich eine eigene, professionell strukturierte Fantasy-Welt suggeriert. Hier waren endlich mal Individualisten am Werk, die noch dazu etwas von der Materie verstehen – davon mehr Spiele (in abgewandelter zeitlicher Form), und Browsergames würden eine neue Generation erfahren.

Name:

Demonlords

Webseite

Sprache:

Deutsch

Genre:

Strategie

Präsentation:

++++++

Zugänglichkeit:

+++

Spielspaß:

++++

Downloadclient:

Premium:

ja

Zeitaufwand:

sehr hoch

Lästerfaktor:

++

» lesen Sie auf Seite 3 alles zu Xhodon

2 von 4

nächste Seite


zu den Kommentaren (5)

Kommentare(5)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.