Baldur's Gate 3 gilt inzwischen schon als ein moderner Klassiker. Als großer Freund klassischer Rollenspiele und passionierter Pen-and-Paper-Spieler zähle ich Larians Meisterwerk selbst mit Bugs und einer unrunden Performance zu meinen absoluten Lieblingsspielen.
Kein Wunder, dass ich inzwischen schon über 180 Stunden darin verbracht habe. Falls ihr gerade mittendrin steckt oder noch am Anfang steht, wollte ich diese Erfahrung zu eurem Vorteil einbringen! Einen Guide für Einsteiger gab es ja bereits. Hier kommen zehn weitere Experten-Tipps, mit denen ihr euch selbst im letzten Akt noch einen Vorteil verschafft:
- Denkt beim zaubern immer zuerst an Konzentration
- Schleichen kann ein mächtiges Werkzeug sein
- Diese Klassen lohnen sich oft als zweite Wahl
- Es lohnt sich, auch auf kleine Begleiter zu setzen
- Vergesst euer Zauberbuch nicht
- Ihr könnt ALLES mitnehmen
- Diese Zauber sind bitte immer vorbereitet
- Passt die Attribute aller Begleiter an
- Mit diesen Talenten macht ihr nie etwas falsch
- Auch unbenutzte Items können einen Nutzen haben
1. Denkt beim Zaubern immer zuerst an Konzentration
Womöglich halten mich einige von euch für verrückt, weil ihr das Spiel vermutlich schon eine Weile spielt und natürlich verstanden habt, wie Konzentration funktioniert: Dass einige anhaltende Zauber Konzentration erfordern und ihr sowohl nur einen davon aktiv haben könnt, als auch bei einem Treffer leicht die Konzentration verliert. Aber es ist wirklich eine der häufigsten Fehlerquellen in einem Kampf, auch nach 180 Stunden noch. Daher hier die wichtigsten Hinweise, um Konzentration zu meistern.
- Denkt vor jedem Zauber daran, zu checken, ob er Konzentration benötigt und ob noch einer aktiv ist. Ihr seht das immer direkt am Portrait eurer Figur, wo ihr die Konzentration auch freiwillig fallen lassen könnt. Am häufigsten vergesse ich Konzentration, wenn ich mich auf einen Buff konzentriere, aber als nächstes einen Gegner verzaubern will. Hier hilft wirklich nur, sich anzugewöhnen, jedes Mal kurz nachzugucken.
- Lernt, wie ihr Konzentration leichter aufrechterhalten könnt. Ob nach einem Treffer Konzentration verloren geht, hängt von der Menge an Schaden und eurer Konstitution ab. Die Schwierigkeit ist entweder 10 oder die Hälfte des erlittenen Schadens. Was immer höher ist. Darum kann es sich lohnen, auch Zauberwirkern eine hohe Konstitution zu verpassen! Egal ob durch einen Stufenaufstieg oder durch Items. Vor allem das Talent Kampferprobter Zauberwirker ist Pflicht für Magier mit vielen Konzentrations-Zaubern.
- Passt euer Zauberbuch an das Feature an. Ihr könnt immer nur einen Konzentrationszauber aktiv haben. Denkt daran, wenn ihr eure Zauber auswählt. Es bringt euch nichts, dutzende Konzentrationszauber vorbereitet zu haben, wenn ihr im Kampf eh nur einen aktiv haben könnt. Überlegt euch also gut, welche davon ihr aktuell wirklich braucht.
- Beschützt eure mächtigsten Konzentrations-Zauberer. Es lohnt sich wirklich, gelegentlich enorm mächtige oder hilfreiche Konzentrationszauber aufrechtzuerhalten. Achtet also aktiv darauf, dass diese Charaktere keinen Schaden bekommen. Hilfreich dafür ist vor allem der Zauber Heiligtum, mit dem die Figuren nicht angegriffen werden können. Auch Kugel der Unverwundbarkeit kann sich lohnen - ist aber auch selbst ein Konzentrationszauber.
2. Schleichen kann ein mächtiges Werkzeug sein
Wahrscheinlich nutzt ihr eure Schurken nicht so effektiv, wie ihr es könntet. Denn Schleichen will in Baldur's Gate 3 gemeistert sein und das kann schon anstrengen. Aber es lohnt sich! Ihr könnt durch elegantes Schleichen einen enormen Vorteil gewinnen und gerade schwere Kämpfe im Vorfeld bereits durch kluge Positionierung, dem Ausschalten von Handlangern oder indem ihr eure Feinde überrascht und deshalb früher dran seid, ein wenig vereinfachen.
12:02
Baldur's Gate 3: Unser Schurke zerlegt einen Boss und seine Handlanger im Alleingang
Ich habe bereits einen komplett eigenen Guide dazu geschrieben, wie man in Baldur's Gate 3 clever schleicht. Zusammengefasst aber nochmal:
- Nutzt die Dunkelheit sinnvoll aus.
- Interagiert mit der Umgebung.
- Verwendet Zauber zu eurem Vorteil.
- Findet heraus, ob Feinde Nachtsicht haben.
- Es gibt immer alternative Wege, um irgendwo hineinzugelangen.
3. Diese Klassen lohnen sich oft als zweite Wahl
Ich verstehe, dass Multiclassing etwas abschreckend wirkt. Immerhin bedeutet die Wahl einer zweiten Klasse, dass ihr auf jeden Fall in keiner das maximale Level erreicht. Allerdings macht das in Baldur's Gate 3 oft weniger aus als beispielsweise in der P&P-Vorlage, wo man theoretisch enorm mächtige Fähigkeiten auf hohen Levelstufen verpasst. In Baldur's Gate 3 reicht die Grenze aber ohnehin nur bis Stufe 12 und ihr könnt im Zweifel auch immer wieder bei dem Verdorrten bzw. Lazarus alles zurücksetzen.
Denkt daher mal über eine zweite Klasse nach! Einige davon geben euch wirklich große Vorteile, die es sich mitzunehmen lohnt. Meistens solltet ihr allerdings nur etwa drei Stufen wählen, um die zweite Unterklasse mitzunehmen. Diese Klassen eignen sich meiner Meinung nach ganz besonders:
- Kämpfer: Unheimlich gute Zweitklasse! Durch Durchschnaufen auf Level 1 und Tatendrang auf Level 2 hat im Grunde jede andere Klasse einen Vorteil. Ihr könnt euch heilen und in einem Zug zweimal dran sein. Wirklich hervorragend für lediglich zwei Levelstufen.
- Mönch: Auch Mönche können eine gute Ergänzung sein, da ihr Fokus auf Geschwindigkeit und viele waffenlose Angriffe ein paar neue Vorteile verschafft. Allerdings sind einige Fähigkeiten auch davon abhängig, dass ihr keine Rüstung tragt. Zumindest für Zauberer oder Schurken ist das aber ja kein Problem.
- Barde: Barden gibt es in eurer Party keine, wenn ihr nicht selbst einer seid. Aber die Klasse ist auch hervorragend als zweite Wahl. Vor allem, da ihr die Fähigkeit bekommt, in einer Bonusaktion Verbündete zu inspirieren und eine dritte kurze Rast durchführen dürft.
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