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Inhaltsverzeichnis
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35 Jahre Commodore 64 - LOAD“SPIELEAUSDERSTEINZEIT",8,1

Das folgende Essay hat den Überraschungs-Ei-Effekt und erfüllt gleich drei Wünsche auf einmal: Es ist Psychoanalyse, Kriminalreport und Jugendschwank in einem: Warum Spiele früher viel geiler, aber nicht besser waren.

von Harald Fränkel,
01.01.2018 08:00 Uhr

Der C64 feiert sein 35-jähriges Deutschland-Jubiläum. Harald Fränkel feiert mit - und fragt sich, ob früher wirklich alles besser war.Der C64 feiert sein 35-jähriges Deutschland-Jubiläum. Harald Fränkel feiert mit - und fragt sich, ob früher wirklich alles besser war.

10 PRINT

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle eine kurze Kolumne über den C64 schreiben. Mit der Betonung auf dem Wort »kurz«. Doch dann liefen plötzlich meine schönen Jugenderinnerungen Amok, was zu rund 16.000 Anschlägen führte. Zu 16.000 aneinander gereihten Buchstaben, die das Thema »Waren Spiele früher besser?« erläutern und einem historischen Bildungsauftrag gerecht werden.

Heutige Counter-Strike-Kindergartenkinder wissen vermutlich gar nicht, dass C64 keine Abkürzung für einen Plastiksprengstoff wie etwa C4 ist, sondern für »Commodore 64«. Dabei handelt es sich um den besten Computer der Welt. Wir nannten ihn liebevoll »Brotkasten«, und weil sich seine Deutschlandpremiere 2018 zum 35. Mal jährt, lobpreise ich ihn mit einer verbalen Hymne.

Waren Spiele also früher besser? Um diese oft strapazierte Frage erschöpfend zu beantworten, sodass sie nie wieder gestellt werden muss, blicke ich mit diesem Essay auf eine längst vergangene Zeit zurück. In den Achtzigerjahren »suchtete« man »Videogames« nicht, sondern spielte sie noch »bis der Arzt kommt«. Ich berichte ferner von einem Elektronikfachgeschäft, das als Umschlagplatz für Schwarzkopien diente (uuuh!).

Und ich erzähle vom magischen Moment, als ich mein Lieblingsspiel ever, ever, ever zum ersten Mal sah und die Liebe auf den ersten Kick erlebte. Besagter Titel nahm übrigens den Platz in meinem Herzen ein, der bis dahin für eine TV-Szene mit Heather Thomas reserviert war, wie sie im blauen Bikini durch eine Saloon-Schwingtür tritt (oooh!).

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