A Way Out - Entwickler will Spiel mit »spielbarer Liebes-Szene« erschaffen

Josef Fares, der Schöpfer von A Way Out, ist ein leidenschaftlicher Entwickler. Vielleicht will er deshalb eine spielbare Romantik-Szene erschaffen.

von Sebastian Zelada,
13.04.2018 13:13 Uhr

Josef Fares würde gerne eine Liebesszene angemessen spielbar machen.Josef Fares würde gerne eine Liebesszene angemessen spielbar machen.

Josef Fares ist der Kopf hinter dem Gefängnis-Ausbruchsspiel A Way Out. Spätestens seit seinem - nennen wir ihn bemerkenswerten - Auftritt bei den Game Awards 2017, ist Fares den meisten Spielern ein Begriff und berüchtigt für seine leidenschaftliche Einstellung zu seinem Job.

In einem Gespräch mit IGN hat er nun über einen Traum gesprochen, den er hegt. Er würde gerne eine spielbare Liebesszene realisieren.

Hintergrund der Enthüllung war eine Diskussion über Gameplay. Für ihn sei es wichtig, dass das Gameplay mit einer Szene zusammenpasse. Fares fragte, was Gameplay überhaupt sei und gab zu, dass ihn diese Frage fasziniere:

"Warum sehen wir Gameplay immer als Puzzle, Shooter oder Action? Warum können wir kein Gameplay aus einer Liebesszene machen? Sie wirklich spielen und ich meine damit nicht einfach nur X und Y drücken. Ich denke, man kann Gameplay in eine schöne Liebesszene einfügen und sie spielen und kontrollieren. Das würde ich gerne irgendwann erreichen."

A Way Out - Screenshots ansehen

Sinn steht für Fares über dem Spaß

Der Spaß steht für ihn dabei gar nicht mal so sehr im Vordergrund: »Ich frage selten 'Macht das Spaß?'. Es kommt öfter vor, dass ich frage 'passt das Gameplay zu dieser Szene?«

Im Video-Interview von IGN spricht Fares zudem über seine Lieblingsszene aus seinem ersten Spiel Brothers (enthält Spoiler!). Ihr könnt seine Aussagen auch auf Deutsch im folgenden Absatz unter dem Video lesen.

Warnung: der folgende Absatz enthält Spoiler

"Es ist das Ende. Man hat den großen Bruder immer mit dem linken Stick gespielt. Sobald der große Bruder stirbt und man ihn begraben muss, fühlt man einen physischen Verlust [da der Stick plötzlich nicht mehr belegt ist]. Ganz am Ende, wenn man zurück zum Vater schwimmen muss, wissen wir aus den Ereignissen vorher im Spiel, dass der kleine Bruder nicht schwimmen kann. Man steht also am Wasser und weiß nicht, was man tun soll. Irgendwann, nach ein paar Minuten, haben Spieler dann herausgefunden, dass wenn man den Stick des toten Bruders nach unten drückt, die Kraft bekommt, um zu schwimmen. (...) Das war für viele Spieler ein großer Moment, der so in Filmen nicht umgesetzt werden könnte"

Plus-Report: GameStar trifft Josef Fares - »Ich denke nicht groß darüber nach, was ich sage!«

Brothers: A Tale of Two Sons - Trailer zum Brüder-Adventure von der E3 2013 1:03 Brothers: A Tale of Two Sons - Trailer zum Brüder-Adventure von der E3 2013


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