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Künstlerisch und innovativ: EA kündigt drei kleine Indie-Titel an

EA kündigte auf seiner eigenen Messe nicht nur Großes, sondern auch Kleines an. Der Publisher will neue Spiele von den Fe-Entwicklern und dem Team um A Way Out veröffentlichen.

von Mathias Dietrich,
09.06.2019 12:40 Uhr

Lost in Random ist eines von drei kleineren Spielen, die EA auf der EA Play ankündigte. Lost in Random ist eines von drei kleineren Spielen, die EA auf der EA Play ankündigte.

Im Rahmen der EA Play zeigte der Publisher nicht nur neues Material zu Spielen wie Star Wars Jedi: Fallen Order, Apex Legends und Battlefield 5, sondern kündigte auch drei neue Projekte von kleineren Indie-Studios an.

  • Lost in Random wird von Zoink entwickelt, die zuvor bereits Fe veröffentlicht haben. Ihr neues Werk ist ein Action-Adventure mit Fantasy-Setting und will das Genre um strategische Elemente erweitern. Mit Fe selbst wird sich Lost in Random vor allem den Grafikstil teilen.
  • RustHeart ist das Erstlingswerk des Studios Glowmade. Es wird ein kooperatives Action-RPG, in dem ihr zusammen als Kundschafter mit einem robotischen Begleiter ein außerirdisches Multiversum erkundet.
  • Die Entwickler von A Way Out und Brothers: A Tale of Two Sons arbeiten an einem neuen, bisher noch namenlosen Titel. Bei dem soll es sich erneut um ein Koop-Spiel handeln, das von seiner Geschichte getrieben wird.

Bis auf RustHeart von Glowmade stammen alle der drei Titel also von bekannten Entwickler-Studios, die sich in der Vergangenheit bereits einen Namen erarbeiten konnten.

Fe erzählte seinerzeit eine Geschichte über die Natur, ohne dabei Worte zu verwenden. Hier steuert ihr ein kleines Fantasietier und erkundet eine Waldlandschaft. Neben der Erkundung dreht sich das Spiel aber auch um Konflikte und die Beziehungen der Figuren. Im Test bewerteten wir es mit 75 Punkten. Besonders positiv fiel uns die Atmosphäre auf.

Die Gefängnisausbruchgeschichte von A Way Out fanden wir ebenfalls durchaus gut. Das könnt ihr ausschließlich mit einem weiteren, menschlichen Kameraden spielen. Das Gameplay deckt hier alle möglichen Genres ab. 80 Punkte war uns das Koop-Erlebnis im Test wert.

EA Originals als Image-Kampagne

Wie das bereits auf der letzten E3 angekündigte Sea of Solitude erscheinen diese Spiele im Rahmen des Programms »EA Originals«, mit dem Electronic Arts (nach eigener Aussage) nichts verdient, weil alle Profite direkt an die unabhängigen Entwicklerstudios gehen. EA streckt lediglich Entwicklungskosten vor und befeuert das Marketing, diese Kosten werden dann wahrscheinlich vom Erlös der Spiele abgezogen werden.

EA begründet das damit, dass man die Vielfalt des Spielemarktes erhalten und unterstützen wolle - eine Art Image-Kampagne also. Und natürlich ein Pool, um talentierte Entwickler zu finden und - wer weiß? - irgendwann für ein EA-eigenes Studio anzuheuern.

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