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Seite 2: Activision Blizzard - Patent: Matchmaking soll gezielt zu Ingame-Käufen verleiten

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Wird angeblich noch nicht verwendet

Mit der Patentfreigabe konfrontiert, hat Activision bereits reagiert und ein Statement abgegeben. Demnach habe die interne Forschungsabteilung 2015 dieses Patent eingereicht, in Spielen ist es nicht eingebaut.

Auch die Entwicklerstudios reagieren: Michael Condrey, der Kopf hinter dem kommenden Weltkriegs-Shooter Call of Duty: WW2, habe angeblich nie etwas von diesem Patent gehört. Es werde nicht im neuesten Call of Duty verwendet.

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Gleiches behauptet Bungie bezüglich Destiny 2:

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Von Blizzard gibt es kein Statement bezüglich der Mechanik. Außerdem lassen alle Statements die Möglichkeit offen, das Feature später nachzureichen oder bei Nachfolgern zu implementieren.

Zum Patent noch ein Wort: Andere Firmen wie Electronic Arts oder Ubisoft könnten natürlich auf dieselbe Matchmaking-Mechanik zurückgreifen, müssten sie aber bei Activision lizenzieren oder das Patent anfechten. Potentiell könnte Mikrotransaktions-Matchmaking also in jedem Spiel auftauchen.

Wie weit kann Marketing gehen?

Die Betrachtung des Falls ist durchaus schwierig. Auch wenn sich auf einschlägigen Communities wie Reddit und NeoGAF bereits ein Sturm der Entrüstung entlädt, wäre die Mechanik erstmal nicht mehr als sehr cleveres, subversives Marketing. Maßgeschneiderte Werbung ist mit psychologischen Tricks schon lange weiter als diese Matchmaking-Mechanik (und redet dem Rezipienten nebenbei ein, dass Werbung nicht funktioniert).

Auch im Sport werden Käufer ermutigt, auf die Marken von Profis wie Cristiano Ronaldo, LeBron James oder Sidney Crosby zu setzen, um ihren Idolen gleichzukommen. Wer einen bestimmten Fußballer liebt, ist auch geneigt, für den eigenen Gebrauch in der Regionalliga die entsprechenden Schuhe des Vorbilds zu kaufen.

Nur erreicht dieses Matchmaking-Patent eine neue Qualität, der Vergleich ist nicht ganz stimmig: Schließlich kriegt man beim Regionalliga-Match nicht einfach Ronaldo mit auf dem Platz gestellt, der bei seiner Werbevorstellung gleich mal das Gegnerteam zusammenschießt und so das Match beeinflusst.

Und hinter der Werbung von Ronaldo für eine Marke wie Nike steckt auch ein ehrlicher und deutlich als Werbung gekennzeichneter Deal, während der Shooter-Profi unfreiwillig von Activision als Werbeträger verwendet werden kann. Gleichzeitig könnten schlechtere Spieler das Pech haben, anderen als Kanonenfutter zugelost zu werden, damit die ein gutes Gefühl für ihren jüngsten Kauf kriegen.

Damit können Mikrotransaktionen also gezielt den Ausgang eines Matches beeinflussen - und das auf eine Weise, die dem Spieler nicht einmal kommuniziert wird.

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