Als ein Kind der späten 90er-Jahre bin ich mit Nintendos besten Konsolen aufgewachsen und zähle den Gameboy Advance bis heute zu meinen Lieblings-Handhelds.
Deshalb gehört es für mich dazu, mindestens einmal im Jahr ein paar alte Mario-Titel zu spielen oder eine Pokémon Nuzelocke-Challenge zu machen – natürlich in der Smaragd Edition.
Wenn ich dafür jedoch meinen originalen Advance nehme, habe ich dasselbe Problem wie bereits vor über 20 Jahren: Ohne Hintergrundbeleuchtung kann ich gerade bei Sonnenschein kaum etwas erkennen.
Zwar habe ich schon öfter darüber nachgedacht, meine Konsole um ein beleuchtetes Display, SD-Karten-Slot und andere nützliche Features zu erweitern, allein aus Nostalgie bringe ich das jedoch nicht übers Herz.
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Der Gameboy Operator von Epilogue
ist für mich deshalb die beste Lösung, wenn ich meine physischen Spiele mal wieder laufen lassen möchte und kein Problem damit habe, am PC zu spielen.
Bei dem Gadget handelt es sich nämlich um einen Adapter für Gameboy-Spiele, der meine alten Titel nicht nur optisch besser darstellt, sondern um viele nützliche Funktionen erweitert, auf die ich beim Gameboy Advance verzichten muss.
Allein die alten Pokémon-Titel zeigen, warum ich den Gameboy Operator so liebe
Ich bin einfach ein Fan der alten Pokémon Spiele und halte die Smaragd-Version bis heute für ein ungeschlagenes Meisterwerk – auch wenn es mit Heartgold
eben nahezu ebenbürtigen Konkurrenten gibt.
Um ein paar nützliche Features zu verwenden und meine alten Spielstände nicht bei jedem neuen Lauf überschreiben zu müssen, kann ich den rund 50 Euro teuren Gameboy Operator verwenden.
Einmal in den Adapter eingesteckt und mit dem USB-C-Kabel verbunden, kann ich an meinem PC die zugehörige Software starten und meinen Fortschritt als digitale Kopie speichern.
Wer die alten Teile der Taschenmonster-Reihe gespielt hat, weiß, wie langsam die Spiele im Vergleich zu heute sind. Hier setzt auch schon die erste Funktion des Gameboy Operators an, die für mich essenziell ist: eine erhöhte Geschwindigkeit beim Spielen.
Ellenlange Dialoge können so in einem angenehmen Tempo durchgeklickt werden und auch die Kämpfe sind so deutlich angenehmer.
Besonders schön ist zudem, dass ich beliebig zwischen dem Spielen am Computer und dem Gameboy wechseln kann, da mein Speicherstand schließlich auf der Cartridge gespeichert wird und nicht auf dem PC – auch wenn der Titel dann wieder unter den langsameren Standardeinstellungen läuft.
Hier hört es lange nicht auf - das macht den Operator besonders:
Natürlich funktionieren die genannten Funktionen auch für alle anderen Gameboy-Spiele. Teilweise werden sogar zusätzliche Features unterstützt, wie beispielsweise Cheat-Menüs für Super Mario Bros 3 oder Live-Funktionen für die Gameboy-Kamera.
Neben den Spielen setzt das Gadget vor allem das Archivieren alter Spielstände in den Fokus. So werben die Hersteller unter anderem damit, dass sich Retro-Fans keine Sorge mehr machen müssen, dass ihre Speicher mit dem Leergehen der Cartridge-Batterie verloren gehen.
Im Gegensatz zu illegalen ROMs braucht ihr zum Spielen und Speichern jedoch die originalen Titel. Um diese auf dem PC laufen zu lassen, müsst ihr nichts weiter machen außer die dazugehörige Software Playback
zu installieren und euer Gameboy-Spiel in den Adapter zu stecken.
Genau wie ihr sind auch wir mit diesen Spielen aufgewachsen und wissen, wie wertvoll eine geliebte Sammlung ist. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, Tools zu entwickeln, die dafür sorgen, dass eure Erinnerungen nicht im Laufe der Zeit verloren gehen
– Epilog
Weil hinter Epilogue ein wachsendes Unternehmen steckt, gibt es immer wieder Updates für das Gadget und allein in den letzten zwei Jahren sind unzählige Funktionen wie der Support der Gameboy Kamera hinzugekommen.
Mittlerweile gehören Konsolen wie der Gameboy Advance
sowie auch der klassische Gameboy
zur Retro-Technik. Zwar sind die Handhelds bis heute besonders kompakt und funktionieren bei guter Pflege noch genau wie früher, dennoch ist die verbaute Technik stark limitiert.
Diese Funktionen des Adapters machen das Spielerlebnis für mich noch besser:
1. Das Ende der begrenzten Speicherstände
Der originale Gameboy war extrem limitiert, was Speicherstände angeht, weshalb viele Spiele einen einzigen Speicherslot hatten – der teilweise auch an die alternde Batterie geknüpft war.
- Unbegrenzte Savegames: Mit dem Gadget kann ich so viele Speicherstände anlegen, wie meine PC-Festplatte hergibt und so auch Backups erstellen.
- Schnellspeichern & Laden: Wie von Emulatoren gewohnt, kann ich das Spiel an jeder beliebigen Stelle einfrieren und exakt dort wieder laden.
- Ändern von Speicherdaten: Ich kann Spielstände modifizieren und dann wieder zurück auf das Modul laden, um unterwegs weiterzuspielen.
2. Eine Erweiterung der Gameboy Kamera
Für mich ist die Gameboy Kamera eines der besten Zubehör-Gadgets von Nintendo. Ohne den Adapter ist das Auslesen von Fotos jedoch ein echter Krampf, da ich dafür ein Link-Kabel oder den offiziellen Nintendo-Thermo-Drucker bräuchte.
- Direkter Foto-Export: Der GB Operator erkennt die Gameboy Kamera sofort und ermöglicht es mir, alle geschossenen Bilder mit einem Klick auf dem PC zu speichern – auch in verschiedenen Skalierungen.
- Webcam-Funktion: Mit dem Gadget kann ich die Kamera auch als Webcam für Aufnahmen in Echtzeit verwenden. Wegen der geringen Auflösung von 128 auf 112 Pixel ist das zwar weniger nützlich, aber dennoch ein lustiges Feature.
So klappt es mit Open Broadcaster Studio (OBS)
- Schließt den GB Operator inklusive der eingesteckten Gameboy Kamera per USB-Kabel an den PC an.
- Öffnet die dazugehörige Software »Playback« auf eurem Computer.
- Klickt auf das Kamera-Symbol oder aktiviert den »Webcam Mode« in den Optionen der Software.
- Lasst die Anwendung im Hintergrund geöffnet, damit das Kamerasignal für das System aktiv bleibt.
- Startet »OBS Studio« auf eurem PC.
- Klickt im Bereich »Quellen« auf das Plus-Symbol (+).
- Wählt den Eintrag »Videoaufnahmegerät« aus und vergebt einen Namen für die neue Quelle.
- Wählt im Dropdown-Menü unter »Gerät« den Eintrag »Epilogue Playback« aus.
- Macht einen Rechtsklick auf die neu angelegte Kamera-Quelle im Vorschaufenster und wählt den Punkt »Filter« aus.
- Klickt im neuen Fenster unten links auf das Plus-Symbol (+) und fügt den Eintrag »Skalierung/Seitenverhältnis« hinzu.
- Ändert den Filtertyp im Dropdown-Menü auf den Eintrag »Punkt (Nearest Neighbor)«.
Hinweis: Dieser Filter sorgt dafür, dass der originale Pixellook beim Vergrößern des Bildes im Stream oder der Aufnahme scharf bleibt und nicht verwaschen wirkt.
3. Grafik, Sound und Performance-Upgrades
Wer schon mal auf einem Gameboy gespielt hat, weiß, dass die Konsolen neben der fehlenden Beleuchtung auch mit einer geringen Auflösung auskommen mussten. Weil das Adapter-Gadget die Spiele direkt an den PC überträgt, lässt sich die Qualität deutlich feiner einstellen.
- Hochauflösendes Upscaling: Das Bild wird gestochen scharf auf moderne Monitorauflösungen hochskaliert, sodass die Pixel selbst auf großen Bildschirmen knackig aussehen.
- Grafikfilter & Shader: Ich kann nach Belieben zwischen perfekter digitaler Pixeldarstellung, einem nostalgischen Röhrenfernseher-Look (CRT-Filter) oder einer Simulation des originalen LCD-Bildschirms inklusive der typischen Pixel-Gitterlinien wechseln.
- Farbpaletten für den Gameboy Classic: Monochromen Spielen lassen sich eigene Farbpaletten zuweisen – etwa im originalen Erbsensuppen-Grün oder mit modernen Kontrasten.
- Fast-Forward (Vorspulen): Per Knopfdruck kann ich das Spielgeschehen beschleunigen. Das ist für mich ein absoluter Segen, um zähe Dialoge oder rundenbasiertes Grinding in alten RPGs abzukürzen.
4. Echtheitsprüfung und Modding
Weil der Adapter direkt auf die eingesteckten Spiele zugreift, gibt es mehrere Möglichkeiten, um die alten Titel zusätzlich anzupassen.
- Echtheitsprüfung: Die Software scannt beim Einstecken die Chips des Moduls. So erfahre ich sofort, ob ich ein echtes Nintendo-Original oder eine Fälschung in den Händen halte.
- ROM-Dumping: Ich kann das komplette Spiel legal auf den PC kopieren, um eine digitale Sicherheitskopie meiner physischen Sammlung anzulegen.
- Flashing von Modulen: Mit leeren Flash-Cartridges könnte ich eigene Homebrew-Spiele oder Fan-Übersetzungen (ROM-Hacks) direkt auf das Modul brennen und sie dann auf meinem Gameboy verwenden.
5. Mehr Komfort bei der Bedienung
Ich bin ganz ehrlich und kann sagen, dass die Steuerung über einen modernen Controller oder die Tastatur nicht an das Gefühl herankommt, ein Spiel auf dem Gameboy zu spielen. Dennoch bietet der Adapter mehr Komfort und Freiheit.
- Freie Controller-Wahl: Statt nur auf die originale Hardware zurückzugreifen, kann ich auch mit modernen Geräten, wie etwa einem Switch-, Playstation- oder Xbox-Controller spielen.
- Integrierte Cheat-Datenbank: Wer mogeln oder die Limits der Nintendo-Klassiker ausprobieren möchte, kann über das Cheat-Menü der Software verschiedene Möglichkeiten zum Mogeln ausprobieren.
- Automatische Erkennung: Die App erkennt das eingelegte Spiel anhand der ROM-Daten und lädt sofort das passende Box-Art (Cover-Bild) sowie hilfreiche Metadaten in meine digitale Bibliothek.
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Vor kurzem hat der Hersteller hinter dem Gameboy Operator eine mobile App veröffentlicht. Mit dieser könnt ihr das Gadget über eine USB-C-Verbindung direkt an euer Handy anschließen und euch anzeigen lassen, welche Spiele eingelegt sind.
Diese Funktion ist hauptsächlich dafür gedacht, um Originale von Fälschungen zu unterscheiden – etwa wenn ihr auf einem Flohmarkt nach Retro-Titeln sucht.



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