Es ist ein warmer Herbsttag in Almodóvar del Río in Spanien, rund 24 km von Cordoba entfernt. Über der Stadt, an eine Flussbiegung des Guadalquivir herangeschmiegt, thront majestätisch die vielfach restaurierte Burg des Ortes. Der Standort ist ideal, von den Türmen lässt sich die ganze Umgebung in alle Richtungen überblicken. Kein Wunder, dass schon die Römer hier eine Festung errichtet hatten und später dann die Mauren.
Die Mauern der Burg haben entsprechend viel gesehen, allen voran den Kampf um die Seele Spaniens, die Reconquista. Doch die Zeiten haben sich gewandelt. Heute empfängt die Burg Heerscharen von Touristen, auch weil sie in der siebten Staffel von Game of Thrones als Drehort für Kerkerszenen auf Casterlystein sowie als Rosengarten, Stammsitz von Haus Tyrell, herhalten durfte.
2024 zogen dann nach den echten und den gespielten Rittern auch die digitalen ein. Denn da veranstaltete Red Bull vor Ort ein mit insgesamt 240.000 Dollar dotiertes E-Sport-Turnier. Während es hauptsächlich um Age of Empires 2 und 4 ging, standen zwischendurch auch zwei Vietnamesen auf der Bühne, die um die Krone von Age of Empires 1 kämpften.
Warum es zu dem Serien-Ursprung überhaupt Partien und 30.000 Dollar Preisgeld gab und warum es kein Zufall ist, dass alle acht Teil-1-Kontrahenten aus dem ostasiatischen Land kamen, erklären wir euch bei GameStar Plus.
Original statt Remaster
Einer der beiden Finalisten ist Chim Sẻ Đi Nắng (was so viel bedeutet wie »Der Spatz geht in die Sonne«), ein Star in seiner Heimat. Der 29-jährige, der eigentlich Nguyễn Đức Bình heißt, hat über 1,4 Millionen Follower bei Facebook und unterhielt in der Spitze 2019 mehr als 120.000 Zuschauer gleichzeitig in seinem Vietnamesisch-sprachigen Stream auf Facebook.
Laut einer Analyse-Firma sahen ihm seine Landsleute im selben Jahr 20 Millionen Stunden lang dabei zu, wie er ausgerechnet Age of Empires: The Rise of Rome spielte, was ihn zum Nummer-1-Gaming-Streamer auf der ganzen Plattform machte. Noch heute rangiert er unter den Top 5.
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