Seit gestern um 15 Uhr dürfen alle ran: Aion 2 ist global auf Steam und NCs hauseigenem Launcher PURPLE gestartet, und zwar komplett Free2Play. In Korea und Taiwan läuft das Spiel schon seit November 2025, hierzulande waren bislang nur Käufer eines Founder's Packs im Vorabzugang unterwegs.
Der Andrang ist entsprechend groß. Schon während des Early Access zählte Steam in der Spitze über 171.000 gleichzeitige Spieler, zum Launch sind es sogar 400.000 aktive Spieler gleichzeitig. Wer jetzt neu einsteigt, wird erst einmal von Menüs, Währungen und Systemen erschlagen. Damit ihr euch in den ersten Stunden nichts verbaut, haben wir die wichtigsten Punkte gesammelt.
1. Sprecht euch vor dem ersten Login ab
Die wichtigste Entscheidung fällt, bevor ihr den ersten Gegner seht. Ihr spielt entweder als Elyos oder als Asmodier, und die Wahl gilt für immer. Eine Möglichkeit, die Fraktion nachträglich zu wechseln, gibt es nicht.
Spielerisch macht das keinen Unterschied: Beide Seiten haben dieselben acht Klassen und dieselben Werte. Die Elyos starten in Poeta, die Asmodier in Ishalgen, danach geht es in getrennten Gebieten mit eigener Story weiter. Entscheidet also nach Optik, Geschmack und vor allem danach, wo eure Freunde spielen.
Denn die Fraktion bestimmt auch euren Server. Jeder Server beherbergt nur eine Seite, Elyos und Asmodier treffen sich nur in Kampfgebieten wie dem Abyss.
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Fliegen, kämpfen, Bosse legen: Der Launch-Trailer zu Aion 2 zeigt, worauf ihr euch im MMORPG freuen könnt
2. Wählt euren Server mit Bedacht
Die Reihenfolge im Spiel lautet Region, dann Fraktion, dann Server. Als Region nehmt ihr in Deutschland natürlich Europa, schon wegen des Pings.
Bei der Serverwahl gibt es zwei Sorten: die Advanced-Access-Server, auf denen die Founder's-Pack-Käufer seit dem 30. September spielen, und die Launch-Server, die am 5. Oktober dazugekommen sind. Als Neuling seid ihr auf einem frischen Launch-Server meist besser aufgehoben, außer eure Freunde haben sich schon im Vorabzugang eingerichtet.
Lange Warteschlangen müsst ihr nicht aussitzen, allerdings kann es sein, dass die Charaktererstellung auf vollen Servern zeitweise deaktiviert ist. NC empfiehlt deshalb, einen als »empfohlen« markierten Server zu wählen, statt vor einem überfüllten zu warten.
Zwei Haken gibt es dabei. Transfers funktionieren nur innerhalb der eigenen Fraktion. Und Charaktere von den Advanced-Access-Servern dürfen nur auf andere Advanced-Access-Server wechseln, nicht auf die Launch-Server. Habt ihr im Vorabzugang gespielt und eure Freunde starten jetzt neu, sollte der Neuling auf eurem Server anfangen.
Ein Trost: Dungeons laufen serverübergreifend innerhalb eurer Region. Für Instanzen könnt ihr also auch mit Freunden auf anderen Servern losziehen.
3. Holt euch die Gratis-Belohnungen ab
NC verteilt zum Start einige Geschenke, die ihr nicht verpassen solltet. Die Belohnungen aus der Vorregistrierung und der Steam-Wunschliste bekommt jetzt jeder, der vor der Wartung am 1. Dezember einen Account erstellt und sich einloggt. Die Items landen automatisch in eurer Ingame-Post.
Dazu kommt der Code »TAKEFLIGHTAION2«. Er bringt euch 4 Odyle-Energie, 5 Wiederbelebungs-Seelensteine und 10 Kampfverstärkungs-Schriftrollen, alles gebunden und einmal pro Account einlösbar. Gültig ist er in Europa bis zum 14. Oktober um 8 Uhr. Eingelöst wird er im Spiel unter Einstellungen, Sonstiges, Konto, Coupon eingeben.
Wer nebenbei gern Streams schaut, kann bis zum 16. Oktober außerdem Twitch Drops sammeln.
4. Wählt die für euch richtige Klasse
Zum Start stehen acht Klassen zur Wahl: Templer, Gladiator und Assassine für den Nahkampf, Waldläufer, Magier und Beschwörer für den Fernkampf sowie Kleriker und Kantor als Heiler und Unterstützer.
Wer vor allem solo unterwegs ist, fährt mit Gladiator oder Beschwörer gut. In Gruppen sind Templer und Kleriker am gefragtesten, tragen aber auch die meiste Verantwortung, wenn der Boss-Kampf schiefgeht. Magier und Assassine bestrafen Anfängerfehler dagegen deutlich härter und eignen sich eher für ambitionierte Spieler.
Welche Klasse am besten zu euch passt, verraten wir euch ausführlich in unserem Klassen-Guide zu Aion 2.
5. Die wichtigsten Einstellungen im Options-Menü
Ab Werk ist in Aion 2 auf dem Bildschirm ziemlich viel los: Schadenszahlen, Namensleisten, Partikeleffekte, Begleiter, Bewegungshilfen. Wenn ihr wollt, dass sich das Spiel deutlich besser anfühlt, solltet ihr folgende Einstellungen ausprobieren:
Mehr Übersicht im Kampf
- Kameraerschütterung aus: Euer Bild wackelt bei Angriffen nicht mehr wie bei einem Erdbeben.
- Partikeleffekte auf »Nur du«: Ihr seht nur noch eure eigenen Effekte. Das sorgt im Gruppengetümmel für deutlich mehr Übersicht und kann auch der Performance helfen.
- Weniger Bildschirm-Chaos: Schadens- und Heilzahlen über eurem eigenen Charakter, eure eigene Namensleiste, die Geister-Begleiter, Pets und die Bewegungshilfen könnt ihr abschalten. Wie man sich bewegt, wisst ihr nach dem Tutorial ohnehin.
Saubereres Targeting
- Hauptziel bei Angriff festlegen, Zielwahl per Links- und Rechtsklick aus: Euer Ziel springt nicht mehr ständig zwischen Boss und Adds hin und her.
- Bevorzugte Zielsuche auf Frontkamera: Die Tab-Taste wechselt nur noch zwischen Gegnern, die tatsächlich vor euch auf dem Bildschirm sind, statt irgendwen in der Umgebung zu erwischen.
- Boss-Richtungmarkierung auf Rücken: Zeigt euch auf einen Blick, wo ihr hinter dem Boss sicherer steht und mehr Schaden austeilt.
Weniger Klickerei
- Automatische Nutzung: Stellt den Heiltrank auf 50 Prozent und die Bedingung für Buffs auf »Im Kampf«. Dann aktivieren sich Schriftrollen und Essen automatisch, aber nur im Kampf. Nahkämpfer aufgepasst: Auch ein Schlag in die Luft zählt als Kampf und verbraucht eure Buffs.
- Auto-Extrahierung: Graue, grüne und blaue Gegenstände werden automatisch zerlegt. Aktiviert das aber erst, wenn ihr mit eurer Ausrüstung zufrieden seid, während der Leveling-Phase kann auch ein blaues Teil noch ein Upgrade sein.
- Schnelles Lagern für Materialien, Wertgegenstände und Manasteine: Schickt die Sachen direkt in die Bank. Manasteine lassen sich sogar von dort aus einsetzen, euer Inventar bleibt so frei.
- Chat aufräumen: Schaltet die Systemmeldungen für erhaltene Gegenstände ab, damit der Chat nicht bei jedem Loot vollläuft. Auf den gemischten europäischen Servern hilft außerdem die automatische Chat-Übersetzung.
5. Was ihr beim Leveln beachten solltet
Das Levelcap liegt in der Global-Version bei Stufe 45. Der schnellste Weg dorthin führt über die golden markierte Hauptquest, die mit Abstand die meisten Erfahrungspunkte bringt. Eure Flügel und Reittiere bekommt ihr übrigens schon früh über die Story.
Unterwegs lohnt es sich, die sogenannten Spuren des Gebieters einzusammeln – diese sind als Federn auf der Minimap markiert. Ab Stufe 16 tauscht ihr sie an den Monolithen in den Dörfern gegen Belohnungen, darunter Weisheitssteine für zusätzliche Skillpunkte. Nehmt sie mit, wenn ihr ohnehin in der Nähe seid, sonst fliegt ihr die Gebiete später noch einmal ab.
Das stündliche Shugo-Festival mit seinen Minispielen müsst ihr dagegen nicht jedes Mal mitnehmen. Die Belohnungen skalieren mit eurem Level, eine verpasste Runde in der Leveling-Phase tut also kaum weh.
6. Steckt nicht alles in eure Leveling-Ausrüstung
Ab Stufe 9 könnt ihr eure Ausrüstung verstärken. Dafür braucht ihr zwei Dinge: Verstärkungssteine und Kinah, die Ingame-Währung. Jede erfolgreiche Verstärkung hebt ein Teil um eine Stufe an.
Wie hoch es maximal geht, hängt von der Seltenheit ab: Gewöhnliche Gegenstände enden bei +5, epische und seltene bei +10, einzigartige Ausrüstung lässt sich sogar bis +15 pushen.
Die gute Nachricht: Bis +10 klappt jede Verstärkung garantiert. Erst danach wird es zum Glücksspiel. Bei einzigartiger Ausrüstung sinkt die Erfolgschance von 65 Prozent für +11 schrittweise auf 20 Prozent für +15. Ein Fehlschlag kostet euch nur die eingesetzten Materialien, das Teil verliert keine Stufe. Außerdem steigt mit jedem Fehlversuch die Chance für den nächsten Anlauf um 5 Prozent.
Warum ihr in der Leveling-Phase trotzdem bremsen solltet, zeigt ein Blick auf die Kosten: Die steigen mit jeder Stufe drastisch an. Bei hochstufiger Ausrüstung kostet der erste Schritt nur wenige Tausende Kinah, der letzte auf +15 dagegen rund 1,9 Millionen.
Unser Tipp: Da das PvE während der Level-Phase ohnehin recht anspruchslos ist, genügt es, die Waffe auf +5 hochzuleveln, sobald ihr eine bessere findet. Einfach, um Feinde noch ein wenig schneller erledigen zu können. Die restlichen Aufwertungsmaterialien sowie das Geld spart ihr lieber für Level 45.
7. Geht sparsam mit Odyle-Energie um, lasst sie aber nicht verfallen
Ab Stufe 22 schaltet ihr die Odyle-Energie frei, eine Art Ausdauer-Ressource. Ihr braucht sie, um nach Dungeons und anderen PvE-Inhalten die Belohnungswürfel zu öffnen. Die Energie lädt sich mit der Zeit auf, ist aber begrenzt und an den jeweiligen Charakter gebunden.
Der typische Anfängerfehler: Die komplette Energie in niedrigstufigen Dungeons verbrennen, deren Beute ihr kurz darauf ohnehin ersetzt. Spart euch lieber einen Vorrat für die Inhalte auf Stufe 45 auf, wo die Belohnungen für euren langfristigen Fortschritt deutlich mehr zählen.
Das Gegenteil ist aber genauso ärgerlich. Ist der Speicher voll, verpufft jede weitere Regeneration. Bevor ihr also ein paar Tage Pause macht, gebt lieber etwas aus.
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