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Aliens: Fireteam Elite im Test - Der beste Horde-Shooter seit Jahren

Aliens: Fireteam Elite ist ein grandioses, wildes Spektakel. Die Voraussetzung dafür sind zwei gute Kumpels, denn im Alleingang sieht die Sache etwas anders aus.

von Sascha Penzhorn,
24.08.2021 12:11 Uhr

Aliens: Fireteam Elite ist schockierend gut. Denn eigentlich hatten wir von dem Test zum Horde-Shooter nicht viel erwartet. Aliens: Fireteam Elite ist schockierend gut. Denn eigentlich hatten wir von dem Test zum Horde-Shooter nicht viel erwartet.

Seit ein paar Tagen habe ich mir einige echt coole Einleitungstexte für diesen Test ausgedacht. Einen intensiven Spielmoment beschreiben, ein cooles Filmzitat, einen cleveren Spruch. Dabei ist das alles Blödsinn, denn ihr sucht doch nur nach einer Information. Bitteschön - Aliens: Fireteam Elite ist kein zweites Colonial Marines! Es ist übrigens auch kein Predator: Hunting Grounds.

Ich hatte beim Test abartig viel Spaß, habe das Teil mit meiner Freundin Claire in wenigen, langen Sitzungen durchgespielt und wir waren beide überrascht davon, wie gut uns die actiongeladene Ballerei gefallen hat. Bevor ihr jetzt aber beruhigt aufatmet, muss ich trotzdem direkt einen Dämpfer hinterherschieben: Ihr müsst auf kooperative Horde-Shooter stehen, sonst ist das Ding nichts für euch.

Es ist zwar auch möglich, die Kampagne ganz allein und ohne Mitspieler zu absolvieren, nur macht das deutlich weniger Spaß, schon weil das Spiel nicht wirklich darauf ausgelegt ist. Anders ausgedrückt: Es ist ein toller Multiplayer-Shooter, aber keine wirklich unterhaltsame Einzelspieler-Erfahrung. Lohnt sich dafür der Kaufpreis von 40 Euro für Aliens: Fireteam Elite auf Steam?

Eignet sich für euch, wenn …
  • ... ihr kooperative Horde-Shooter mögt.
  • ... ihr Fans des Settings seid.
  • ... euch Action wichtiger ist als Horror.
Eignet sich nicht für euch, wenn …
  • ... ihr als Einzelspieler losziehen wollt
  • ... ihr langsames, methodisches Gameplay bevorzugt.
  • ... euch AAA-Präsentation wichtig ist.

Der Autor
Sascha Penzhorn spielt seit Jahren regelmäßig kooperative Horde-Shooter mit Freunden. Vom Multiplayer in Mass Effect 3 über Killing Floor 2 bis Warframe spielt er alles, was neben schnellen Reflexen und einem nervösen Finger am Abzug auch Koordination und Teamplay erfordert. Darum hat er auch nicht lange gezögert, als wir einen Tester für Aliens: Fireteam Elite gesucht haben. In der Vergangenheit war er in der Alien-Serie eher kompetitiv unterwegs und sehnt sich seit vielen Jahren nach einem neuen, guten Aliens vs Predator. Immer nur Soldaten, Terroristen oder Zombies in PvP-Shootern öden ihn an.

In Aliens: Fireteam Elite schlagen wir Seite an Seite riesige Gegnerwellen zurück und kämpfen ums nackte Überleben. Das ist intensiv und fordernd, eine überragende Story wird hier aber nicht erzählt. In Aliens: Fireteam Elite schlagen wir Seite an Seite riesige Gegnerwellen zurück und kämpfen ums nackte Überleben. Das ist intensiv und fordernd, eine überragende Story wird hier aber nicht erzählt.

Original oder extra knusprig?

Statt genretypisch aus einer Handvoll vorgefertigter Figuren zu wählen, erstellen wir in Aliens: Fireteam Elite eigene Marines und wählen vor unserem ersten Einsatz unsere Klasse, die wir auch jederzeit wieder wechseln dürfen. Claire spielt als Gunner und kann so mit Granaten um sich werfen und die Feuerkraft des gesamten Teams buffen. Ich ziehe als Destroyer los und bekomme so Zugriff auf Raketen und besonders schwere Waffen. Zudem steht noch der heilende Doc zur Auswahl, die Klasse des Technikers setzt auf automatische Geschütze und der ab Kampagnenende freigeschaltete Scout späht Feinde über Drohnen aus.

Zuverlässig einen dritten Mitstreiter zu finden, ist vor dem offiziellen Release nicht ganz so einfach, darum hilft uns hier ein KI-Kollege aus, der zumindest auf den unteren Schwierigkeitsgraden ganz kompetent mitspielt. Auf höherem Level sind menschliche Mitspieler Pflicht, die unterschiedlichen Klassenfähigkeiten lebenswichtig.

Die obligatorischen hüfthohen Schutzwände gibt es auch hier. Gegen herkömmliche Aliens bringen sie in den meisten Fällen aber nichts. Die obligatorischen hüfthohen Schutzwände gibt es auch hier. Gegen herkömmliche Aliens bringen sie in den meisten Fällen aber nichts.

Wenige Augenblicke später mähen wir auch schon riesige Alien-Schwärme nieder. Fireteam Elite ist nonstop Action, hier geht es voll zur Sache wie im zweiten Film (»Aliens«, 1986). Falls ihr mehr auf den langsamen Horror des ersten und dritten Films steht, seid ihr hier verkehrt. Es wird geballert und gesprengt, dass die Fetzen fliegen - und es ist geil!

Claire schießt mit ihrer Pulse Rifle um sich, die exakt so aussieht und klingt wie im Film. Rücken ihr die Xenos zu dicht auf die Pelle, setzt es was mit der Schrotflinte. Ich bratze derweil alles mit meiner überdimensionalen Smartgun weg. Die haut nicht nur ordentlich rein und durchschlägt dabei sämtliche Deckungen - sie verfügt auch über eine automatische Zielerfassung.

Wir schalten recht fix weitere Waffen frei, darunter Maschinenpistolen, Raketenwerfer und unseren absoluten Favoriten: It's a Flammenwerfer! It werfs Flammen. Damit brutzeln wir rapide unzählige Aliens weg und freuen uns nebenher über die wirklich guten, stimmungsvollen Beleuchtungseffekte, die unsere Waffen in die Umgebung zaubern. Burn, Baby! Burn!

Flammenwerfer Der Flammenwerfer macht nicht nur unheimlich Spaß, sondern demonstriert auch die coolen Lichteffekte im Spiel. Raytracing gibt’s leider keins.

Smartgun Die Smartgun verfügt über eine Zielautomatik, die ganz von selbst Gegner erfasst.

Teamplay ist Pflicht

Das Gameplay ist selbst auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad vom ersten Moment an knackig und fordernd. Die Xenos greifen in riesigen Mengen aus allen Himmelsrichtungen an. Die meisten segnen nach wenigen Treffern das Zeitliche und rennen stur auf euch zu, doch ihre stärkeren Artgenossen sind überraschend clever. Die gehen in Deckung und greifen aus sicherer Distanz mit Säureattacken an.

Währenddessen starten Xenomorph-Drohnen Überraschungsangriffe, tauchen aus dem Hinterhalt auf, packen einen Spieler und murksen ihn schlimmstenfalls direkt ab. Daraufhin verschwinden sie wieder und planen ihre nächste Attacke, falls ihr sie nicht rechtzeitig ausschaltet.

Besonders zähe Aliens wie dieser Kollege hier packen euch und richten euch auf höheren Schwierigkeitsgraden schnell hin. Besonders zähe Aliens wie dieser Kollege hier packen euch und richten euch auf höheren Schwierigkeitsgraden schnell hin.

Wir müssen ständig kommunizieren, halten einander den Rücken frei, teilen uns die streng rationierten Medipacks ein und priorisieren gefährliche Ziele. In unserer Testversion gab es dabei unverständlicherweise keinen Text- oder Audio-Chat. Klar, wer mit Freunden spielt, hat für gewöhnlich sowieso Discord oder Ähnliches am Start, beim Matchmaking mit zufälligen Spielern ist das aber keine große Hilfe.

Gefallene Mitspieler kann man wiederbeleben, wenn man schnell genug ist. Wie oft das geht, hängt ebenso vom gewählten Schwierigkeitsgrad ab wie eure maximale Munition oder Friendly Fire. Auf den höchsten Stufen wird es so echt abartig schwer. Game over, man. Game over!

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Durch optionale, zuschaltbare Herausforderungen kann das sogar noch weiter gesteigert werden, falls ihr es echt draufhabt und im Erfolgsfall zusätzliche Erfahrung und Spielwährung absahnen wollt. Wer es weniger stressig mag, bekommt auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad nicht nur deutlich weniger Schaden ab, sondern darf zudem Dinge wie Zielhilfen und leuchtende Umrisse für Aliens aktivieren. Viel mehr Freiheit bei der Anpassung eurer Herausforderung geht kaum noch. Genau so muss das sein!

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