James Cameron hat das Unmögliche geschafft: Nach dem Übererfolg von Ridley Scotts Alien
hat er eine Fortsetzung gedreht, die sich gleichzeitig wie das Original anfühlt und doch ganz anders ist.
Weltraum-Horror wurde gegen beinharte Action getauscht, ein Alien gegen ganz viele. Man könnte sicherlich Bücher über den Film und seine Entstehungsgeschichte schreiben, wir konzentrieren uns in diesem Artikel aber vor allem auf einen simplen Trick.
Spieglein, Spieglein
Auf dem Exomond LV-426, auf dem Ripley mit der Crew der Nostromo vor 57 Jahren auf Alien-Eier gestoßen war, wurde eine Kolonie gegründet. Blöd, dass die Xenomorphs sich dort mittlerweile verbreitet haben.
Also wird ein elfköpfiger Trupp auf Soldaten dorthin geschickt – zusammen mit Ripley. Für die Reise werden alle zwölf in den Hyperschlaf versetzt.
Jetzt kommt die Krux: Fürs Filmset wurden diese Schlafkapseln tatsächlich gebaut. Wie All The Right Movies schreibt, hat eine Kapsel 4.300 US-Dollar gekostet. Inflationsbereinigt wären das heute rund 13.300 US-Dollar – ganz schön teuer für Requisiten, die man bloß in einer Szene sieht.
Anstatt die Schlafkapseln zwölfmal – also für jeden Reisenden und jede Reisende einmal – zu bauen, haben die Filmmacher lediglich vier Stück herstellen lassen und sie mithilfe des einfachsten Tricks der Welt dupliziert.
Mit der cleveren Platzierung von Spiegeln wirkt es in der fertigen Szene so, als wären dort zwölf Kapseln zu sehen.
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Alien Isolation 2 angespielt: So gruselig ist es OHNE Raumstation!
Spiegel sind eine beliebte optische Täuschung, die seit Jahrzehnten an Filmsets zum Einsatz kommen. In Star Wars Episode 4 etwa hat man sie genutzt, um Lukes Landspeeder schweben zu lassen.
Eigentlich ist Lukes Speeder auch nur ein Auto mit Rädern. Um die verschwinden zu lassen, haben die Macher Spiegel an den Seiten angebracht, die schräg gen Boden ausgerichtet waren.
- Die Spiegel verdecken die Räder, sodass sie nicht mehr zu sehen sind.
- Die Spiegel erzeugen die Illusion, das Fahrzeug würde schweben.
Im Actionfilm The Commuter
mit Liam Neeson verwendeten die Setverantwortlichen riesige Spiegel, um eine Bahnstation wesentlich größer erscheinen zu lassen, als sie war. Wie das funktioniert – und noch mehr Spiegeltricks –, lest ihr auf der Seite der British Film Designers Guild.
Auch Ridley Scott trickste bei seinem riesigen Space Jockey in Alien.
Bei einer berühmten Szene wurde ebenfalls technisch gemogelt. Es geht um den Moment, als Lance Henriksen als Synth Bishop sein Messerkunststück bei einem der Soldaten abzieht. Schaut euch gerne sie Szene an, vielleicht kommt ihr ja selbst drauf.
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Mit einem Messer sticht Henriksen zwischen die einzelnen Finger von Hudson – bloß in atemberaubender Schnelligkeit. In Wahrheit hat der Schauspieler das in normaler Geschwindigkeit gemacht, das Filmmaterial wird im finalen Cut nur schneller abgespielt. Zu erkennen ist das am Schauspieler, der Hudson festhält. Sein Kopf und seine Mimik bewegen sich ein bisschen zu schnell.
Welcher Alien-Film ist euer liebster? Schreibt es gerne in die Kommentare.
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