Ryzen 4000: APUs kommen Anfang 2020, Desktop-Modelle folgen

Mit Ryzen 4000 will AMD das Jahr 2020 noch erfolgreicher gestalten als das ohnehin schon sehr gute 2019.

von Alexander Köpf,
06.11.2019 21:04 Uhr

AMD blickt mit Zuversicht in die Zukunft. Die Nachfolger der erfolgreichen Zen-2-Architektur sind auf dem Weg und auf einigen Absatzmärkten wird 2020 mit Bewegung gerechnet. AMD blickt mit Zuversicht in die Zukunft. Die Nachfolger der erfolgreichen Zen-2-Architektur sind auf dem Weg und auf einigen Absatzmärkten wird 2020 mit Bewegung gerechnet.

2019 gilt als eines der erfolgreichsten in AMDs Firmengeschichte seit fast eineinhalb Jahrzehnten. Technisch konnte man durch die Zen-2-Architektur alias Ryzen 3000 zu Intel aufschließen - je nach Einsatzgebiet sogar überholen. Und auch finanziell läuft es sehr gut, wie ein kürzlich veröffentlichter Quartalsbericht belegt.

2020 soll ein noch erfolgreicheres Jahr für AMD werden, zumindest wenn es nach AMD-Chefin Lisa Su geht. In einem Interview mit VentureBeat.com gab die AMD-Vorsitzende nun einen groben zeitlichen Überblick zu den kommenden Produkten.

"Wir freuen uns sehr auf das Jahr 2020. Unsere mobilen Produkte der nächsten Generation werden Anfang des Jahres erscheinen. Sie werden 7-nm-Chips (für Laptops) sehen, die noch nicht auf dem Markt sind. Das ist ein ziemlich starkes Portfolio. Wir sind auf einem guten Weg, auch Zen 3 als Nachfolger für 2020 ist in der Spur - es gibt viel Bewegung bei unseren Produkten."

Damit beschreitet AMD 2020 offenbar einen ähnlichen Weg, wie schon in diesem Jahr. Ehe im Juli die Ryzen 3000 Desktop-Prozessoren (Codename Matisse) auf Basis der Zen-2-Architektur erschienen, wurden ab Januar 2019 bereits mehrere Ryzen-3000-APUs (Picasso) veröffentlicht.

Allerdings handelt es dabei lediglich dem Namen nach um Ryzen 3000, technisch basieren die Chips auf der Zen+-Architektur und werden im 12-nm-Verfahren gefertigt.

AMD behält verwirrende Nomenklatur bei

Die Zen-3-Architektur hat die Design-Phase bereits verlassen und auch Zen 4 steht schon in den Startlöchern. Die Zen-3-Architektur hat die Design-Phase bereits verlassen und auch Zen 4 steht schon in den Startlöchern.

Die ersten Ryzen-4000-CPUs werden demnach keine Zen-3-Chips (Vermeer) auf Basis des modernen 7nm Extreme Ultraviolet (EUV)-Verfahrens (7nm+), sondern auf mobile Anwendungen spezialisierte Zen-2-Einheiten (vermutlich Renoir APUs) sein. Mit einer Vorstellung wird zur CES (Consumer Electronics Show) Anfang Januar 2020 in Las Vegas gerechnet.

Zen 3 als Ryzen 4000 für Desktop-PCs soll dann zeitlich versetzt, aber noch im selben Jahr folgen - gleiches scheint für die Server-Prozessoren Epyc Milan zu gelten. Laut Dr. Lisa Su ist AMD diesbezüglich auf einem sehr guten Weg. Das deckt sich auch mit einer erst kürzlich geleakten Roadmap und Informationen aus AMDs Epyc Horizon Event zum Entwicklungsstand der Zen-3-Architektur, denen zufolge die Design-Phase bereits abgeschlossen ist.

Doch auch abseits vom Desktop-, Workstation- und Server-Markt scheint 2020 für AMD finanziell gute Vorzeichen zu bieten. Sowohl Microsoft als auch Sony wollen gegen Ende des Jahres mit ihren Next-Gen-Konsolen PlayStation 5 und Xbox Scarlett aufwarten, die mit Ryzen-APUs (Ryzen-CPU plus Navi 2.0) ausgestattet werden sollen.

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