AMD Ryzen 4000G: Für wen eignen sich die neuen Prozessoren?

Bei AMDs Ryzen-4000-Generationen machen APUs der G-Serie mit integrierter Grafikeinheit den Anfang. Wir klären, was ihr davon erwarten könnt.

von Nils Raettig,
21.07.2020 15:01 Uhr

Die ersten Ryzen-4000-Modelle von AMD besitzen eine vergleichsweise schnelle integrierte Grafikeinheit. Die ersten Ryzen-4000-Modelle von AMD besitzen eine vergleichsweise schnelle integrierte Grafikeinheit.

Mit Ryzen 4000 verbinden viele Spieler neue Desktop-CPUs auf Basis von AMDs Zen-3-Architektur. Vor dem Ende des Jahres erwarteten Release veröffentlicht AMD aber noch sechs Ryzen-4000-Modelle mit Zen-2-Architektur.

Welche neuen Prozessoren erscheinen? Es handelt sich um »Accelerated Processing Units« (APU), also CPUs mit integrierter Grafikeinheit. Die CPU basiert jeweils auf Zen 2, die Grafikeinheit auf Vega.

Ryzen 7 4700G

8 Kerne/16 Therads

4,4 / 3,6 GHz CPU-Takt

8 Grafikkerne

2,1 GHz GPU-Takt

65 Watt TDP

Ryzen 5 4600G

6 Kerne/12 Threads

4,2 / 3,7 GHz CPU-Takt

7 Grafikkerne

1,9 GHz GPU-Takt

65 Watt TDP

Ryzen 3 4300G

4 Kerne/8 Threads

4,0 / 3,8 GHz CPU-Takt

6 Grafikkerne

1,7 GHz GPU-Takt

65 Watt TDP

Ryzen 7 4700GE

8 Kerne/16 Therads

4,3 / 3,1 GHz CPU-Takt

8 Grafikkerne

2,1 GHz GPU-Takt

35 Watt TDP

Ryzen 5 4600GE

6 Kerne/12 Threads

4,2 /3,3 GHz CPU-Takt

7 Grafikkerne

1,9 GHz GPU-Takt

35 Watt TDP

Ryzen 7 4700GE

4 Kerne/8 Threads

4,0 / 3,5 GHz CPU-Takt

6 Grafikkerne

1,7 GHz GPU-Takt

35 Watt TDP

Es gibt eine wichtige Einschränkung: Vorerst sind die Ryzen-4000-APUs nur für vorgefertigte Komplett-PCs aus dem OEM-Bereich gedacht. Wenn ihr euch euren PC lieber selbst zusammenbaut, kommen sie also nicht für euch in Frage - zumindest noch nicht.

Im Einzelhandel erhältliche Modelle soll es zwar auch geben, welche genau das sind und wann es soweit sein wird, gibt AMD aber bislang nicht an. Ob das mit Blick auf die Leistung schade ist, klären wir im nächsten Abschnitt.

Wie gut sind die neuen APUs?

Laut ersten Benchmarks, die im Chiphell-Forum aufgetaucht sind, erreicht das Top-Modelle Ryzen 7 4700G mit acht Kernen im Cinebench R15 2.079 Punkte.

Vergleicht man das mit unserem aktuellen CPU-Testsystem, entspricht dieser Wert ungefähr dem Niveau des Ryzen 7 3700X - eine durchaus beachtliche Leistung.

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Performance der GPU: Die Grafikeinheit erzielt im 3DMark Fire Strike 5.100 Punkte, was immerhin auf dem Niveau einer Geforce GTX 1050 liegt.

Für weniger anspruchsvolle Spiele genügt diese Leistung, in aktuelleren Titeln müsst ihr dagegen mit reduzierten Details (oder auch einer niedrigeren Auflösung) leben, wenn die fps ausreichend hoch bleiben sollen.

Allerdings ist bei den Benchmarks auch der Speichertakt zu bedenken, der grade für die Leistung von integrierten Grafikeinheiten sehr wichtig ist, wenn sie darauf zurückgreifen. Mit 4.400 MHz lag die DDR4-Taktrate sehr hoch, in der Regel dürfte die Leistung daher etwas niedriger anzusiedeln sein.

Für wen eignet sich Ryzen 4000G?

Da die neuen APUs eine vergleichsweise schnelle integrierte Grafikeinheit besitzen, bieten sie sich vor allem dann an, wenn ihr mit der entsprechenden (Grafik-)Leistung auskommt. PCs mit dedizierten GPUs bieten zwar eine potenziell viel höhere Performance in Spielen, kosten durch die zusätzliche Hardware aber meist auch mehr.

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Ein besonders günstiger und dennoch ordentlich flotter Allround-PC dürfte sich bereits mit dem kleinsten Modell Ryzen 3 4300G realisieren lassen. Nutzt ihr dagegen auch etwas anspruchsvollere Anwendungen, bietet sich eher ein PC mit dem Modell mit sechs oder acht Kernen an.

Entscheidend ist am Ende wie immer auch der Preis, der sich durch den Fokus auf OEM-Systeme schwer vorhersagen lässt. Wer häufiger spielt, dürfte aber ohnehin auf eine zusätzliche Grafikkarte setzen - und weiter auf den Release von Ryzen 4000 warten, statt auf eine der neuen APUs zu setzen.

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