Mit Mitte 20 bei einem der spannendsten Entwicklerstudios der Welt zu landen, klingt nach dem absoluten Jackpot, oder? Für Andy Weir, den heute gefeierten Autor von Bestsellern wie Der Marsianer und Der Astronaut, wurde genau dieser Traum in den 90er-Jahren wahr.
Er heuerte als Programmierer bei Blizzard an, um an Warcraft 2 mitzuwirken – doch die Realität sah für ihn schnell wesentlich düsterer aus, als er sich erhofft hatte.
2:43
Der Astronaut - Project Hail Mary: Im neuen Trailer vom Super Bowl 2026 liegt das Schicksal der Welt auf den Schultern von Ryan Gosling
Vom Traumjob zum Albtraum
Wie der renommierte Branchen-Insider Jason Schreier in seinem aktuellen Buch Play Nice: The Rise, Fall, and Future of Blizzard Entertainment
enthüllt, erfuhr Weir schnell die harte Realität der sogenannten Crunch-Kultur.
Link zum Reddit-Inhalt
Als er sich über unbezahlte Überstunden beschwerte, stieß er auf taube Ohren. Schlimmer noch: Seine Kollegen ließen ihn spüren, dass er nicht in die ruppige Studio-Kultur passte. Weir wurde zur »Zielscheibe endlosen Mobbings« und wurde zunehmend abgewiesen, verspottet und ignoriert.
Nach nur einem Jahr war das Abenteuer Blizzard für ihn vorbei, Weir wurde schlichtweg gefeuert. Im Gespräch mit Schreier gab er offen zu, dass er als junger Entwickler sicherlich auch Fehler gemacht und dringend Anleitung gebraucht hätte.
Doch bei Blizzard gab es damals kaum funktionierende Strukturen, um neue Talente richtig einzuarbeiten. Der Verlust seines »Traumjobs« ließ ihn zunächst völlig am Boden zerstört zurück.
Ein galaktischer Neuanfang
Wenn wir heute auf diese Ereignisse zurückblicken, können wir eigentlich ganz froh sein, dass die Arbeit bei Blizzard nichts für Weir war, denn so konnte sich Weir auf seine Leidenschaft für das Schreiben und die Wissenschaft konzentrieren.
Der Marsianer wurde nicht nur in den Buchhandlungen ein Hit, sondern auch ein oscarnominierter Kinoerfolg mit Matt Damon in der Hauptrolle. Und auch die Verfilmung von Der Astronaut mit Ryan Gosling läuft seit einer Woche in den deutschen Kinos. Die Gaming-Welt verlor zwar einen Programmierer, aber die Sci-Fi-Welt gewann dafür einen ihrer aktuell besten Autoren.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.