Anthem - Bioware spricht Klartext und gibt zu: Open Beta ist eine Demo

Bioware gibt sich bei der Namensgebung erfrischend ehrlich und stellt klar: die offene Beta von Anthem ist eine Demo.

von Christian Just,
24.08.2018 14:10 Uhr

Anthem - Vorschau-Video: Das ist keine Destiny-Kopie 5:44 Anthem - Vorschau-Video: Das ist keine Destiny-Kopie

Jonathan Warner, der Game Director von Anthem bei Bioware, hat sich auf der Gamescom gegenüber VG247 über die Testphase zum kommenden Koop-Shooter geäußert.

Auf die Frage hin, ob es eine Beta zu Anthem gebe, klärte Warner die Begrifflichkeiten. So werde es keine Beta im eigentlichen Sinne geben, dafür aber eine Demo. Der Unterschied liege darin, dass mit "Beta" meistens fast fertige Versionen kurz vor Release gemeint seien.

"Wir werden [Anthem] in geschlossenen Alphas testen. Das, was für die Öffentlichkeit spielbar sein wird, ist eine Demo."

Nicht alle Hersteller sind so ehrlich: Die Beta von Fallout 76 ist nichts anderes als ein Vorbesteller-Köder, kritisierte zum Beispiel kürzlich GameStar-Redaktionskollege Maurice Weber.

Bioware will bei der kommenden Spielemesse PAX West 2018 über Einzelheiten zur Demo sprechen. Die Penny Arcade Expo findet vom 31. August bis zum 3. September 2018 im US-amerikanischen Seattle statt. Wahrscheinlich verraten die Entwickler dann, wann die Demo von Anthem verfügbar sein wird.

Alles rund um die Gamescom 2018 auf unserer Themenseite

Wenn ihr mehr lesen wollt, findet ihr hier unser Special mit den wichtigsten Infos über Anthem. Auch das 20-minütige Gameplay-Video haben wir einer eingehenden Analyse unterzogen.

Fallout 76 - Eine Beta muss mehr sein als ein Vorbesteller-Köder! 3:21 Fallout 76 - Eine Beta muss mehr sein als ein Vorbesteller-Köder!

Die Zukunft von Bioware

Der RPG-Shooter ist indes nicht das einzige aktive Projekt bei Bioware. So wurde bekannt, dass kleine Teams bei Bioware an neuen Spielen im Mass-Effect- und Dragon-Age-Universum arbeiten.

In unserer Plus-Kolumne lest ihr außerdem, warum wir glauben, dass sich mit Anthem das Schicksal von Entwickler Bioware entscheiden könnte. Bei einem finanziellen Fehlschlag könnte Mutterkonzern EA, wie in der Vergangenheit nicht eben selten geschehen, den Stecker beim Traditionsentwickler ziehen.

Electronic Arts hat sich den Ruf gemacht, Studios aufzukaufen und kurz darauf zu schließen, zuletzt gesehen bei Visceral Games. Bioware ist zwar bereits seit 2007 Teil von EAs Portfolio, was aber sicherlich nicht davor schützt, bei fehlender Wirtschaftlichkeit unter den Rotstift zu geraten.

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