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Die größte Gaming-Niederlage in der Geschichte von Bioware verschwindet in wenigen Tagen und ihr könnt sie dann nie wieder starten

Die endgültige Abschaltung von BioWares geflopptem Action-Rollenspiel Anthem steht kurz bevor. Ab dem 12. Januar könnt ihr das Spiel in Ermangelung eines Offline-Modus nicht mehr spielen.

In wenigen Tagen ist Anthem endgültig Geschichte. Wer vorher nochmal reinspielen will, muss sich jetzt beeilen. In wenigen Tagen ist Anthem endgültig Geschichte. Wer vorher nochmal reinspielen will, muss sich jetzt beeilen.

Es ist das letzte Kapitel einer traurigen Geschichte, die nun ihr unwiderrufliches Ende findet: Wie unter anderem das englischsprachige Portal PCGamer berichtet, werden die Server für BioWares einstige Action-Hoffnung Anthem am kommenden Montag, den 12. Januar 2026, heruntergefahren.

Damit stirbt der ambitionierte Live-Service-Plan des Spiels knapp sieben Jahre nach seinem Release – und er nimmt Anthem mit ins Grab. Denn Anthem verfügt über keinen Offline-Modus.

Sobald die Server am 12. Januar abgeschaltet werden, wird der Titel unspielbar sein. Eure Disc-Kopien und Bibliotheks-Einträge bei Origin sind dann effektiv wertlos. Es gibt keine Möglichkeit, lokal oder privat weiterzuspielen. Die Welt von Bastion wird ausgelöscht.

Wer also Anthem besitzt und noch einmal in seinen Javelin steigen möchte, dem bleibt noch genau eine Woche Zeit!

Video starten 15:09 Anthem: Biowares größte Niederlage

Absturz mit Ansage

Der Fall von Anthem gilt vielen als der absolute Tiefpunkt in der Geschichte des einstigen Rollenspiel-Königs BioWare. Als das Spiel 2019 erschien, waren die Erwartungen gigantisch. Es sollte die Antwort auf Destiny sein: Ein grafisch opulenter Koop-Shooter, in dem ihr wie Iron Man durch die Lüfte fliegt.

Doch die Realität zum Launch war ernüchternd. Zwar lobten Kritiker – auch wir im GameStar-Test – das grandiose Fluggefühl und die hübsche Grafik. Doch spielerisch war Anthem zutiefst fehlerhaft, wie es damals in den internationalen Reviews hieß. Die Story wirkte zerstückelt, das Loot-System undurchdacht und technische Probleme raubten den Spielern den Spaß.

Bis heute liegt der Metascore des Spiels nur bei 59 Prozent; Spieler strafen es gar mit einer 4,1 ab.

Warum Anthem scheiterte

Das Scheitern lag nicht nur an Bugs, sondern an einer Identitätskrise: BioWare, eigentlich berühmt für tiefgründige Singleplayer-Rollenspiele wie Mass Effect und Dragon Age, jagte hier einem Trend hinterher. Denn Publisher EA wollte mit dem nächsten Projekt des Studios die breite Masse der Loot-Shooter-Fans abgreifen und zwang die Entwickler, sich mit Anthem weit von der eigenen DNA zu entfernen.

Das Ergebnis war ein Hybrid, der niemanden glücklich machte: Die Story war belanglos, der Umfang viel zu gering und alte Fans des Studios vermissten die sonst so typische BioWare-Magie. Mehr zum Scheitern von Anthem lest ihr in der folgenden Linkbox:

Zwar gelobten die Entwickler schon kurz nach Launch Besserung und planten mit Anthem Next eine umfangreiche Generalüberholung, doch EA zog dieser 2021 zugunsten anderer Marken die Reißleine. Seitdem fristete das Spiel ein Dasein auf Zeit.

Mit dem 12. Januar verschwindet Anthem nun endgültig. In die Videospielgeschichte wird das Spiel wohl als Mahnmal dafür eingehen, was passiert, wenn der Spagat zwischen den althergebrachten Studio-Stärken und dem Zwang zu Live-Service-Elementen allzu stark wird. Startet also noch einmal die Triebwerke, wenn ihr wollt – in wenigen Tagen ist Schluss.

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