Arbeitsspeicher für Laptops: 3 Dinge, die ihr vor dem Kauf beachten solltet

Ihr wollt einen neuen Laptop kaufen und habt Fragen zum RAM? Etwa, wie viel es sein soll oder ob man den Speicher später noch aufrüsten kann? Wir schaffen Klarheit.

(Quelle: stock.adobe.com - oktay) (Quelle: stock.adobe.com - oktay)

Ihr seid gerade auf der Suche nach einem neuen Notebook? Dann will die Kaufentscheidung gut überlegt sein. Denn anders als beim Desktop-PC lassen sich verbaute Teile wie der Arbeitsspeicher hier nur schwer auswechseln - oder?

Ob das so komplett stimmt und was es beim Notebook rund um den RAM noch zu beachten gilt? Wir verraten es euch in diesem Guide.

Arbeitsspeicher in Notebooks: Das ist wichtig

  1. Wie viel Arbeitsspeicher braucht ihr?
  2. Kann man den Arbeitsspeicher später erweitern?
  3. Woran erkennt man guten Laptop-Arbeitsspeicher?

Wie viel Arbeitsspeicher braucht ihr?

Euch hier pauschal eine feste Nummer zu nennen, wäre leicht - aber wenig hilfreich.

Denn wie viel RAM ihr benötigt, hängt maßgeblich davon ab, was ihr mit eurem Laptop machen wollt. Die meisten Modelle bieten Arbeitsspeicher zwischen 4 und 64 GB an. Unsere subjektive Empfehlung:

  • 4 GB RAM, wenn das Geld wirklich knapp ist
  • 8 GB RAM, wenn ihr mit dem Notebook vor allem einfache Office-Aufgaben erledigen wollt
  • 16 GB RAM, wenn ihr mit dem Notebook auch aktuelle Titel spielen möchtet
  • 32 GB RAM, wenn ihr mit dem Notebook zukunftssicher spielen oder Videos in 4K schneiden wollt
  • 64 GB RAM, wenn ihr regelmäßig anspruchsvolle Workstation-Tools verwendet

Für mehr Detailinformationen, wie viel RAM man beim Spielen braucht, solltet ihr unbedingt einen Blick in den Artikel von Nils werfen:

Kann man den Arbeitsspeicher später erweitern?

Und noch einmal muss ich euch eine simple Antwort schuldig bleiben. Denn ob und wie leicht sich der Arbeitsspeicher eines Laptops später erweitern lässt, hängt maßgeblich vom Modell ab.

Ist das Notebook nur verschraubt, lässt sich der Arbeitsspeicher oft leicht austauschen oder erweitern. Verklebten Modellen kommt man oft auch noch irgendwie bei. Aber bei verlöteter Hardware ist es nicht praktikabel, den RAM selbst zu erweitern.

Ob sich der Arbeitsspeicher leicht umbauen lässt, findet sich oft im Datenblatt eines Notebooks. Manche Hersteller wie Framework werben sogar explizit damit, dass sie euch das Upgrade so einfach wie nur möglich machen wollen.

Gaming-Laptop mit austauschbarem Arbeitsspeicher

Ist bei eurem Laptop ein RAM-Wechsel möglich, braucht ihr den passenden Arbeitsspeicher. Denn bei Notebooks kommen nicht die vom Desktop gewohnten DIMM-Riegel zum Einsatz. Stattdessen verwendet man die kleineren SODIMMs (Small Outline Dual Inline Memory Modules).

Wichtig ist auch, dass ihr für euer Arbeitsspeicher-Upgrade die richtige DDR-Version verwendet. Aktuelle Geräte verwenden üblicherweise entweder (LP)DDR4 oder (LP)DDR5. Mehr zu den beiden Versionen verrät unser Artikel: DDR4 oder DDR5: Die 7 wichtigsten Unterschiede.

Woran erkennt man guten Laptop-Arbeitsspeicher?

Bleibt abschließen noch zu klären, worauf ihr beim Notebook-Kauf noch achten sollt, um beim Arbeitsspeicher auf der sicheren Seite zu sein.

Hier zwei weitere beachtenswerter Punkte:

  1. Dual Channel-RAM: Verbaut ihr zwei RAM-Riegel des gleichen Modells, dann kommt ihr in den Genuss des sogenannten Dual Channels. Dadurch erhöht sich der Datenfluss des Arbeitsspeichers. Statt einem Riegel mit 16 GB, bietet euer Notebook also am besten zwei Riegel mit je 8 GB - ob das der Fall ist, verrät euch das Datenblatt.
  2. Weitere Kennzahlen neben der Speichergröße: Nicht nur die Menge an Gigabyte sind für die Performance des Arbeitsspeichers wichtig - wie wichtig, verrät unser Artikel: Wie finde ich den richtigen Speicher? Auch die Transferrate und die Latenz haben einen Einfluss. Erstere wird in MT/s (oft auch als MHz/s) angegeben, zweitere über den CL-Wert:
    • DDR4: ab 2.133 MT/s und CL22
    • DDR5: ab 4.800 MT/s und CL46

Jetzt freuen wir uns auf euer Feedback: Haben wir alles verständlich erklärt? Oder waren wir an einer Stelle missverständlich oder nicht ausführlich genug? Habt ihr noch weitere Tipps für die Community, worauf man beim Notebook-Arbeitsspeicher achten sollte? Und welche Guides rund um die Themen PC-Hardware und Notebooks wünscht ihr euch von uns noch? Schreibt es uns in die Kommentare!

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