In einem Herbst, in dem sowohl ein neues Battlefield als auch ein neues Call of Duty erscheinen, sollte eine neue Shooter-Marke eigentlich einen schweren Stand haben. Embarks neuer Extraction-Shooter Arc Raiders beweist allerdings aktuell eindrucksvoll, wie man sich mit solchen voreiligen Annahmen täuschen kann.
Denn obwohl bei den meisten neuen Releases die Spielerzahlen nach einem starken Launch-Wochenende allmählich abflachen (siehe zum Beispiel Battlefield 6), klettert Arc Raiders seit dem Verkaufsstart am 30. Oktober in den Steam-Charts kontinuierlich nach oben. Vergangenes Wochenende konnte das Spiel am dritten Wochenende in Folge den eigenen Rekord für die meisten gleichzeitigen Spieler verbessern.
Fast 482.000 Spieler waren laut des Trackingportals SteamDB gleichzeitig online – und das nur via Steam. Nimmt man die anderen Plattformen wie Epic, Xbox und PlayStation hinzu, dürfte die Spielerschaft von Arc Raiders noch deutlich größer ausfallen.
Doch wieso ist Arc Raiders aktuell so erfolgreich, wo andere neue Shooter in der Vergangenheit kläglich scheiterten? Und wieso räumt gerade ein Spiel so ab, von dem viele Leute bis kurz vor Launch gar nicht so recht wussten, was Arc Raiders eigentlich genau ist? Diese Fragen haben unsere Shooter-Experten Jesko und Phil vor einigen Tagen auch im GameStar-Talk mit Moderatorin Lea diskutiert. Das Video haben wir euch nachstehend verlinkt:
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ARC Raiders hat die besten Videospiel-Storys, die nie geschrieben wurden
Für unsere Experten spielen bei der aktuellen Erfolgswelle von Arc Raiders gleich mehrere Faktoren zusammen:
- PvPvE: Die Kombination aus realistisch-bedrohlich agierenden KI-Gegnern und dem Risikofaktor Mensch machen jede Runde frisch, spannend und adrenalingeladen. Die Arc wollen uns grundsätzlich immer ans Leder, menschliche Spieler können dagegen zu Verbündeten werden – oder uns mit Blei vollpumpen.
- Einzigartiges Setting: Italien nach dem Untergang der menschlichen Zivilisation. Zwar lauern auf den weitläufigen Maps überall Gefahren, doch irgendwie vermitteln die Landschaften mit ihren Olivenhainen, verwinkelten Dörfern und bunten Farben einfach ein unwiderstehliches Urlaubsgefühl.
- Faszinierende Roboter-Gegner: Die namengebenden Roboter sind nicht nur
dumme
KI-Gegner wie die Zombies aus Hunt: Showdown, sondern eine echte Bedrohung. Erstens kommunizieren die Roboter miteinander und entwickeln Strategien gegen euch; dank Training mittels Machine Learning bewegen sich die Ungetüme aber auch richtig überzeugend und verfügen über ein wunderbar knackiges Trefferfeedback.
- Geringer Preis: Verglichen mit anderen Shooter-Schwergewichten wie Battlefield 6 oder dem neuen Call of Duty stellt euch Arc Raiders mit einem Preis von nur rund 40 Euro vor eine deutlich geringere finanzielle Einstiegshürde. Ihr bekommt dafür ein fertiges Spiel, das stetig um neue Inhalte erweitert wird.
- Zugängliches Gameplay: Anders als das knallharte Escape from Tarkov verzeiht euch das Spiel mehr Fehler. Features wie kostenlose Loadouts und gesicherte Beute-Taschen sorgen dafür, dass ein Bildschirmtod nicht gleich den kompletten Ruin bedeutet, was den Frustfaktor spürbar senkt. Vor allem in der Solo-Queue verhalten sich zudem viele Spieler friedlich.
- Der Faktor Social Media: Arc Raiders ist unglaublich
instagramable
. Auf TikTok, in den YouTube Shorts und Co. landen Tausende von Clips, die lustige Interaktionen zwischen Spielern oder die neuesten Tricks gegen die Arc-KI zeigen. Das Spiel wird somit zum Meme und ist ein Thema in der Internet-Community. - Saubere Technik: Selten erschien ein Extraction-Shooter so problemfrei und technisch sauber umgesetzt. Selbst auf älteren Rechnern sieht Arc Raiders klasse aus und erreicht stabile 60 FPS. Ruckler gibt es so gut wie keine.
Es ist also nicht ein einziger Faktor, der Arc Raiders aktuell so erfolgreich macht, sondern vielmehr die Gemengelage. Leute, die Arc Raiders bislang nicht auf dem Schirm hatten, werden über Social Media oder bereits spielende Freunde auf das Spiel aufmerksam und durch den geringen Einstiegspreis motiviert, zuzuschlagen.
Das einzigartige Setting und der zugängliche Gameplay-Mix überzeugen die Spieler, auch langfristig dranzubleiben und ermöglichen den anhaltenden Aufwärtstrend bei Steam. Aktuell fehlt auf Valves Plattform nicht mehr viel, bis Arc Raiders die Schwelle von 500.000 gleichzeitig aktiven Spielern durchbricht und wir gehen davon aus, dass dem Shooter das auch gelingt.
Entwickler Embark hat bereits angekündigt, seinen Shooter auch über die kommenden Jahre fleißig mit neuen Inhalten wie Events und Maps versorgen zu wollen. Die erste davon, Stella Montis, ist bereits am vergangenen Wochenende gestartet. Im Dezember soll bereits das nächste Inhaltsupdate folgen.
Welche Gründe haben euch von Arc Raiders überzeugt? Schreibt es uns in die Kommentare!
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