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Seite 2: Ashes of the Singularity im Test - Größe ist nicht alles

Supreme Commander ist Shakespeare dagegen

Soweit ist Ashes of the Singularity trotz seiner Schwächen ein solides Strategiespiel. Gewiss kein neuer Meilenstein, aber gut für einigen Spaß im Skirmish- und Multiplayer-Modus. Das große »aber« ist die Kampagne. Die wirkt zu keiner Zeit, als hätte hier ein professioneller Entwickler tatsächlich Herzblut reingesteckt. Die Story erzählt vom Krieg der technologisch erleuchteten Post-Humanen gegen die fiese Substrate-KI, aber »erzählen« ist freilich ein großes Wort. Die Charaktere haben die Persönlichkeit einer leeren Festplatte und unvertonte Textfenster sind ihr Kommunikationsmittel der Wahl.

Schlachten weiß Ashes of the Singularity zu inszenieren, aber Dialoge bleiben Textfenster und die Charaktere treten als abstrakte Symbole auf. Schlachten weiß Ashes of the Singularity zu inszenieren, aber Dialoge bleiben Textfenster und die Charaktere treten als abstrakte Symbole auf.

Ganz selten gönnt uns das Spiel mal ein paar Sekündchen Zwischensequenz, aber die reißen die dünne Story dann auch nicht mehr raus. Ein Funken Spannung oder Motivation springt nie über. Dabei bieten die Missionen durchaus Abwechslung: Mal müssen wir etwa einen Hügel halten, mal eine Supereinheit abfangen, die langsam auf uns zumarschiert.

Alternative mit starker Kampagne:Test zu Homeworld - Deserts of Kharak

Aber echte Überraschungen oder außergewöhnliche Momente spart sich der Feldzug. Und mit 11 Missionen kommt der Umfang ebenfalls etwas kurz. Keine Frage: Ashes of the Singularity ist in erster Linie ein Strategiespiel für Skirmish- und Multiplayerfans. Die freuen sich nämlich über 25 wirklich einfallsreich gestaltete Maps.

Zwischen Bombast und Tristesse

Eins der größten Probleme der Kampagne schlägt auch in den anderen Modi auf den Spaß: Das Spiel versprüht einfach keine Atmosphäre oder Persönlichkeit. Nicht nur, dass die Story-Figuren ohne Sprachausgabe dahertexten, unsere Einheiten geben auch noch nichts als Piepsgeräusche von sich. Gut, das war in Supreme Commander nicht anders, aber da sahen wenigstens nicht alle Bodeneinheiten einer Fraktion fast gleich aus. Vor allem Kolosse wie den Monkeylord erkennt noch heute jeder Stratege auf Anhieb.

Eindrucksvoll aus der Ferne Weit rausgezoomt machen die Schlachten von Ashes of the Singularity durchaus etwas her.

Enttäuschend aus der Nähe Wer näher rangeht, entdeckt aber schwache Texturen und Effekte.

Ashes of the Singularity fährt ausschließlich Hovercraft-Panzer auf, die sich nur im Detail unterscheiden. Dabei weiß das Spiel auch durchaus zu beeindrucken: Wenn hunderte Panzer sich knallige Lasersalven um die Ohren hauen, sieht das richtig spektakulär aus. Nur ranzoomen sollte man nicht. Dann offenbaren sich schwache Bodentexturen und mäßige Modelle. Ashes of the Singularity ist ein durchwachsenes Paket: Die grundlegende Spielmechanik funktioniert und sorgt für strategische Gefechte, aber ein Genre-Heilsbringer ist es nicht geworden.

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