Im Jahr 2008 begann Marc-Alexis Côté als Lead Level Designer seine Arbeit an der Assassin's-Creed-Reihe. Er übernahm 2012 die Rolle als Co-Director von Assassin's Creed 3, wurde Creative Director für Syndicate und ist seitdem als Producer für jedes weitere Spiel mitverantwortlich.
Côté ist also zweifelsohne ein Ubisoft-Veteran und hat viel zur gesamten Assassinen-Reihe beigetragen. Doch sowohl AC, als auch andere hauseigene Marken wie Far Cry und Rainbow Six sollen in Zukunft bei dem neugegründeten Studio Vantage weiterentwickelt werden. Der Hauptinvestor der neuen Ubisoft-Tochter ist der chinesische Konzern Tencent.
Ubisoft-Veteran streicht die Segel
In einem offiziellen Statement des Publishers gegenüber Videogamechronicle (kurz VGC) heißt es:
Nach der im März 2025 angekündigten Umstrukturierung hat Marc-Alexis Côté beschlossen, einen neuen Weg außerhalb von Ubisoft einzuschlagen. Wir bedauern sein Ausscheiden sehr, sind jedoch zuversichtlich, dass unsere talentierten Teams die von ihm mit aufgebaute starke Grundlage weiterführen werden.
Außerdem dankt Ubisoft Côté für speziell seine Arbeit an Assassin's Creed, da er es zu der Marke gemacht hat, die wir heute kennen und lieben.
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Interne Mail zeigt Enttäuschung von Ubisoft
VGC liegt eine interne Mitteilung an die Mitarbeiter der neuen Doppelspitze der Vantage Studios, Charlie Guillemot und Christophe Derennes, vor. Dort heißt es:
Wir sind zwar enttäuscht über seine Entscheidung, verstehen und respektieren jedoch, dass MAC [kurz für Marc-Alexis Côté] seine eigenen Erwartungen und Prioritäten hinsichtlich der Gründung und Zukunft von Vantage Studios hatte.
In den Zeilen steckt jedoch auch, dass Côté sich nicht mit dem neuen Kurs von Ubisoft identifizieren konnte und das Unternehmen deswegen mitten im Umbruch verlässt.
Dem internen Memo zufolge hat Côté mehrere Angebote abgelehnt, »ein Teil des Führungsteams zu sein, das unsere strategische Ausrichtung gestaltet.«
Ubisoft hat dieses Jahr eine weitere kontroverse Partnerschaft bekannt gegeben: Ein DLC für Assassin's Creed Mirage entstand in Kooperation mit dem Staatsfonds von Saudi-Arabien. Außerdem soll der Publisher einem kürzlichen Bericht zufolge ein komplettes Spiel der Reihe eingestampft haben, da es mit einem Setting im amerikanischen Bürgerkrieg als »zu politisch« eingestuft wurde.
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