Assassin's Creed - Serienerfinder verärgert und traurig über jährliche Releases

Im einem Masterclass-Talk hat Assassin's-Creed-Erfinder Patrice Désilets darüber gesprochen, wie unglücklich ihn die jährlichen Releases der Reihe machen.

von Elena Schulz,
25.08.2017 16:11 Uhr

In einem französischen Masterclass-Vortrag bei den Kollegen von Jeuxvideo hat Patrice Désilets als Erfinder der Reihe auch über Assassin's Creed gesprochen. So mache es ihn sehr wütend und traurig, wie Ubisoft mit den jährlichen Releases umgegangen sei.

Er habe den jährlichen Veröffentlichungen nie zugestimmt, da die seiner Meinung nach der Serie bereits beim dritten Spiel Brotherhood "körperlich geschadet hätten". Trotzdem machte Ubisoft bis 2015 munter weiter mit dem Ein-Jahr-Rhythmus, erst Origins erscheint jetzt zwei Jahre nach Syndicate. Désilets zufolge würde man an der Begeisterung für den neuen Teil sehen, dass er richtig gelegen habe.

Auch sonst verriet Désilets einige nette Details zur AC-Franchise: So sei Assassin's Creed 2 für ihn immer noch sein Meisterstück und etwas, auf das er sehr stolz ist und ihn nostalgisch zurückblicken lässt. Da die Ezio-Saga immer noch zu den beliebtesten Teilen der Reihe gehört, dürften ihm die Fans da zustimmen.

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Wenn ein Charakter zu teuer wird

Weniger erfreut sind die vielleicht über eine andere Info, Achtung, Spoiler für alle, die Brotherhood noch nicht durchgespielt haben:

Warnung: der folgende Absatz enthält Spoiler

Desmond Miles' Love-Interest in der Gegenwart, Lucy Stillman, stirbt in den Spielen nicht nur, weil sie eine Verräterin gegenüber dem Assassinen-Orden ist. Désilets entschied sich, sie zu töten, weil Schauspielerin Kristen Bell für ihre Rolle Tantiemen verlangte - und er erzählte Bell offenbar nicht einmal etwas von ihrem Bildschirm-Tod.

Obwohl Désilets nicht viel vom Kinofilm hält, erklärt er trotzdem, dass die Gegenwartslinie eine immense Bedeutung für Assassin's Creed habe und den Spielern in bisherigen Spielen nicht gut genug verkauft worden wäre. Assassin's Creed sei im Herzen eine Sci-Fi-Marke und keineswegs eine fortwährende Historienreise.

Zudem zöge er mittlerweile von Spielern selbst erzählte Geschichten in Spielen wie Zelda: Breath of the Wild oder Open-World-Sandboxes klassischem Storytelling vor, weil das einfach nicht zu Spielen passe. Ob er das auch bei seinen zukünftigen Titeln umsetzt, werden wir wohl bei seinem neuen Spiel Ancestors: The Humankind Odyssey sehen.

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