Das hat mich schon sehr überrascht: Ayaneo, ein bekannter Hersteller von Handheld-Konsolen, hat sein erstes Smartphone angekündigt.
Noch existiert nur ein kurzer Teaser von dem neuen Smartphone, aber ich bin schon jetzt sehr gespannt, was Ayaneo in das Gerät packen wird.
Eines ist jetzt schon klar: Es wird ein Gaming-Handy werden. Solche haben es bis heute schwer, Fuß auf dem Smartphone-Markt zu fassen, aber genau deswegen hat der Handheld-Hersteller jetzt eine Chance, sich von Konkurrenten wie Redmagic und Asus abzuheben.
Das sind meine drei Wünsche für das Ayaneo-Phone.
Hier ist der Teaser von Ayaneo:
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Einer der besten Hersteller von Retro-Handhelds macht jetzt ein Handy für Spieler
1. Akku und Kühlung statt großer Kamera
Ein Gaming-Handy braucht nicht die beste Kamera – von mir aus kann auch gar keine verbaut werden.
Bildsensoren und optische Elemente benötigen viel Platz, der bei einem Gaming-Handy besser genutzt werden kann wie etwa für größere Kühlkomponenten oder einen größeren Akku.
Redmagic geht schon in die richtige Richtung: Auf der Rückseite sind zwei kleinere Kamerasensoren verbaut, wodurch die Rückseite vollständig flach ist, und auf der Vorderseite ist keine Kamera sichtbar, da sie sich unsichtbar hinter dem Display verbirgt. Die Bildqualität des Redmagic 10S Pro ist dafür jedoch nicht überragend, sondern eher bescheiden.
Was für eine Kamera verbaut wird, hängt natürlich von der Erwartungshaltung ab, die mit dem Preis verknüpft ist.
Ein teures Gaming-Handy, wie das Asus ROG Phone 9 Pro für 1.300 Euro, muss natürlich auch ein guter Allrounder mit einer entsprechenden Kamera sein – aber das ist nicht das, was ich mir für das Debüt-Handy von Ayaneo wünsche.
Da wären wir beim nächsten Wunsch …
2. Mittelklasse statt High-End
Obwohl ich ein großer Fan vom eben erwähnten Asus ROG Phone 9 Pro bin, halte ich die verbaute Hardware nicht unbedingt für notwendig. Das Handy ist zwar beeindruckend schnell – subjektiv das schnellste, das ich je getestet habe – aber die meisten Mobile-Games brauchen das nicht.
Ferner gehe ich davon aus, dass Remote-Play (also das Streamen von eurer Konsole oder eurem PC) und Cloud-Gaming die Zukunft von Smartphone-Gaming sind.
Ich spiele schon seit Monaten meine PC- und Konsolenspiele per Remote-Play – mal auf einem Handheld, mal auf einem Tablet und auch mal am Handy und bin jedes Mal aufs Neue beeindruckt, wie gut das 2025 funktioniert:
- Die Eingabeverzögerung ist die meiste Zeit so gering, dass ich selbst Spiele spielen kann, bei denen man schnelle Reaktionen benötigt, wie etwa Fighting Games.
- Die Bildqualität kann bei Bedarf sehr hoch eingestellt werden. Verwendet man Apps wie Apollo, lässt sich sogar die native Auflösung und Bildwiederholrate von Tablets und Handys verwenden.
Für das Streamen von Spielen ist es nicht notwendig, die schnellste und beste Hardware zu verbauen. Das würde nur den Preis in die Höhe treiben.
Was ich mir also wünsche, ist kein Powerhouse wie etwa das Redmagic 11 Pro oder das Asus ROG Phone 9 Pro – nein, ich wünsche mir ein Smartphone, das für Game-Streaming optimiert wurde und sich eher im Preisbereich um die 400 bis 500 Euro einreiht.
Warum schnelle Hardware sich dennoch lohnt: Es gibt natürlich dennoch eine Daseinsberechtigung für High-End-Gaming-Handys:
- Natives Spielen von PC- oder Konsolenspielen (über Kompatibilität-Schichten).
- Grafisch aufwendige Mobile-Games wie etwa Resident Evil 3 oder Sniper Elite 4 mit hohen Einstellungen spielen.
- Für andere Aufgaben neben Gaming wie etwa Foto- und Videobearbeitung.
3. Echter Controller statt Touchscreen-Steuerung
Touchscreen-Steuerung ist DER Grund, warum ich selten bis nie Android- und iOS-Spiele spiele.
Die Finger verdecken praktisch permanent einen Teil des Bildschirms, die Ergonomie ist schlecht, die »Tasten« haben kein haptisches Feedback, die Steuerung ist unpräzise und der Bildschirm ist voll mit virtuellen Tasten.
Der Teaser des Ayaneo Phone deutet an, dass das Handy zwei physische Schultertasten besitzen wird, was ein guter Anfang ist, aber ich wünsche mir mehr.
Am liebsten wäre mir tatsächlich ein Smartphone mit einem integrierten Controller und Slide-Mechanismus, wie es Sony beim Xperia Go vor 14 Jahren gemacht hat. Wenn das Handy dadurch etwas dicker wird, würde ich das in Kauf nehmen.
Dass der Hersteller weiß, wie man einen Slide-Mechanismus baut, haben sie ja schon beim Ayaneo Slide bewiesen. Das Ayaneo-Phone könnte denselben verwenden und statt der Tastatur einen Controller unterbringen.
Aber ich muss realistisch bleiben: da lehne ich mich schon sehr weit aus dem Fenster und das erste Bild vom Handy spricht gegen meinen Wunsch.
Zumindest finde ich die Inkludierung eines kleinen Handy-Controllers im Lieferumfang sinnvoll. Erst solche machen Handys zu einer echten Alternative zu dedizierten Handhelds.
Mit Ayaneo Space hat der Hersteller sogar schon eine Android-Oberfläche, die für die Bedienung mit dem Controller optimiert wurde (die kommt bei seinen Android-Handhelds wie dem Ayaneo Pocket DMG zum Einsatz).
Vielleicht wird dieses Mal alles anders?
Wenn das erste Smartphone dieses Herstellers wirklich das wird, was ich mir erhoffe, ein Handy, das sich wie ein Handheld anfühlt, nicht wie ein teures Statussymbol, dann könnte ich tatsächlich schwach werden.
Ich will kein weiteres »Gaming-Handy«, das nur mit RGB-LEDs und Benchmark-Zahlen protzt. Ich will ein Gerät, das mich vergessen lässt, dass ich überhaupt auf einem Handy spiele.
Wie sieht es bei euch aus? Glaubt ihr, dass Ayaneo eine Chance auf dem Handymarkt hat? Schreibt es uns gern in die Kommentare!

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