50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Ich dachte, ich kenne Horror – dann hab ich diesen Entwickler aus China entdeckt

»Interaktive Filme? Die sind doch langweilig«, dachte Magdalena immer. Dann kam das chinesische Horrorspiel Back und hat mich das Fürchten gelernt.

Magdalena liebt Horrorspiele und hat selten Angst. Back hat sie aber ziemlich aus den Socken gehauen. Magdalena liebt Horrorspiele und hat selten Angst. Back hat sie aber ziemlich aus den Socken gehauen.

Ich lud Back eigentlich nur aus Neugier herunter. Ein paar Screenshots, ein paar Trailer. »Hm, könnte spannend sein«, dachte ich mir. Doch schon nach den ersten Minuten war ich völlig verwirrt, was mich hier eigentlich erwartet.

Einerseits lockt das Spiel mit einer unfassbar gruseligen und düsteren Atmosphäre: Der Strom fällt aus, das Haus ist menschenleer, die Lichter flackern, und jeder Schatten wirkt wie eine Bedrohung. Doch dann höre ich plötzlich eine Frauenstimme, folge ihr – und stehe vor einer Frau, die ganz entspannt in einem warm erleuchteten Badezimmer badet.

Plötzlich bin ich mir nicht mehr sicher: Gruselt mich das Spiel gerade wirklich, oder spielt es mit meiner Wahrnehmung? Wer ist diese Frau? Spiele ich ein Horrorspiel – oder schaue ich hier doch ein chinesisches Drama?

Magdalena Ihsen
Magdalena Ihsen

Für Magdalena ist Horror das beste Genre. Sie ist ständig auf der Suche nach dem nächsten Schockerlebnis, an das sie sich noch Wochen später erinnert. Sie liebt es, sich so richtig zu gruseln – bis ihr die Gänsehaut über den ganzen Körper läuft und sie vor Angst im Schneidersitz vor dem Bildschirm sitzt. Denn jeder weiß, dass die Geister unterm Schreibtisch einen nicht angreifen können, wenn die Füße nicht am Boden sind – Ist doch klar, oder?

Was ist Back überhaupt?

Back ist ein interaktiver Film von Mystery Crown, einem chinesischen Indie-Studio. Ich spiele den Immobilienmakler Ren Xing, der zu einem Auftrag in eine ausgesuchte Villa geschickt wird. Doch statt luxuriösem Ambiente finde ich bald eine Verschwörung, seltsame Ereignisse und Räume, die sich weigern, normal zu sein.

Im Spiel erkunde ich Räume, untersuche Gegenstände, lese Hinweise und folge Geräuschen oder Stimmen, die mich tiefer in die Geschichte ziehen. Gelegentlich treffe ich Entscheidungen, die über Leben oder Tod des Charakters bestimmen, wobei der Fokus weniger auf den Entscheidungen selbst liegt, sondern auf dem Entdecken und Erleben der dichten, gruseligen Atmosphäre. Ich sammle Hinweise, löse kleinere Rätsel und setze die Puzzleteile zusammen, um die Geheimnisse der Villa und ihrer Bewohner zu verstehen.

In einem Moment bekomme ich vor Grusel ganz schwitzige Hände, im anderen kann ich den Geist mit Reis abwehren. Diese Mischung aus Spannung und Humor macht Back für mich so einzigartig. In einem Moment bekomme ich vor Grusel ganz schwitzige Hände, im anderen kann ich den Geist mit Reis abwehren. Diese Mischung aus Spannung und Humor macht Back für mich so einzigartig.

Und, meine Güte, sehen diese Geister gruselig aus. Mystery Crown schafft es, durch simple Mittel wie Beleuchtung, Körpersprache und Make Up einen Schauder bei mir zu erzeugen, wie ich ihn zuletzt erlebt habe, als ich das erste Mal Sadako aus Ringu gesehen habe.

In den etwa 90 Minuten, die es für einen Durchlauf von Back braucht, schaffe ich es kein einziges Mal mich loszureißen. Das liegt bestimmt auch daran, dass das Spiel mir nicht die Möglichkeit zur Pause gibt. Der Spannungsbogen bleibt die ganze Zeit ... nun ... angespannt, und so vergehen die 90 Minuten wie im Flug.

Erinnert ihr euch noch an die Badende Dame vom Anfang? This is her now! Erinnert ihr euch noch an die Badende Dame vom Anfang? This is her now!

Perfekt trashig – und trotzdem gruselig

Ein Teil des Charmes von Back ist das bewusste Spiel mit Trash-Elementen. Manche Geister wirken absichtlich übertrieben, fast comichaft – andere sind so verstörend realistisch, dass mir beim Zuschauen das Herz in die Hose rutscht.

Für mich ist das genau das richtige Maß an »trashy«: Es balanciert perfekt zwischen ernsthaftem Horror, der mir Angst macht, und charmantem Stil, der immer wieder ein Grinsen auf mein Gesicht zaubert.

Die Schauspieler sind manchmal bewusst überzeichnet, die Kameraführung ein wenig wackelig, manche Effekte wirken liebevoll altmodisch. Aber genau das macht die Mischung aus Horror, Trash und dichter Atmosphäre für mich so unwiderstehlich.

Wir alle lieben Kinder in Horrorspielen, oder? Wir alle lieben Kinder in Horrorspielen, oder?

Fazit: Für wen ist Back genau richtig?

Für mich ist Back ein Spiel, das perfekt zwischen Trash und Grusel balanciert – ein chinesisches Indie-Studio, das zeigt, dass Horror nicht nur aus Effekten, sondern aus Inszenierung und Stimmung entsteht. Wer Back spielt, entdeckt nicht nur eine Villa voller Geheimnisse – sondern auch ein Entwicklerteam, das Horror neu denkt.

Kritik gibt es dennoch: Manche Szenen ziehen sich etwas und nicht alle Rätsel sind immer logisch nachvollziehbar. Hinzu kommen Übersetzungsfehler im Text, die manchmal für Verwirrung sorgen und dadurch die Geschichte schwer verständlich machen.

Wer also perfekte Spielmechanik, makellose Texte oder High-End-Produktion erwartet, könnte hier an Grenzen stoßen. Doch für mich persönlich sind gerade diese kleinen Unebenheiten Teil des Charmes und tragen zur einzigartigen, leicht skurrilen Atmosphäre bei.

Und falls Back euch genauso abholt wie mich, dann hier noch eine gute Nachricht: Es gibt mittlerweile 3 Teile der Back-Reihe und noch weitere Spiele mit ähnlichem Stil von dem chinesischen Entwickler Mystery Crown. Sie kosten alle etwa 7 Euro und sind auf Steam erhältlich. Leider gibt es die Spiele bisher nur mit englischer Übersetzung.

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