Die Backrooms sind inzwischen nicht nur ein Internet-Phänomen, sondern auch ein sehr erfolgreicher Film. Nach den zahlreichen Comic- oder Videospiel-Verfilmungen der letzten Jahrzehnte, könnte nun auch der Internet-Grusel dran sein und eine Vielzahl an Adaptionen hervorbringen: Um an den Erfolg der Backrooms anzuknüpfen, befinden sich jetzt wohl auch Siren Head und The Mandela Catalogue in der Hollywood-Pipeline.
Wie Variety berichtet, hat Warner Bros. sich die Rechte an Siren Head gesichert. Dabei handelt es sich um eine Urban Legend aus der Feder von Künstler Trevor Henderson, die sich in Form eines riesigen, unheimlichen Wesens zeigt, das an eine Art Strommast mit Lautsprechern als Kopf erinnert.
Von YouTube, TikTok und Co. auf die große Leinwand
Was aus einer einzelnen Illustration aus dem Jahr 2018 hervorging, hat sich mit über Memes, YouTube, TikTok und sogar Indie-Games immer weiter entwickelt.
Für die Umsetzung werden Brian Duffield als Regisseur und Zach Cregger als Co-Autor und Produzent verantwortlich sein. Ersteren kennt man für Horrorstreifen und Thriller wie No One Will Save You oder Whalefall (kommt im Herbst 2026), wo ein Taucher von einem Wal verschluckt wird.
Zach Cregger wiederum machte sich mit dem Grusel-Überraschungs-Hit Weapons einen Namen, der bei Zuschauern und Kritikern viel Lob einheimste. Zudem zeigte er sich für den ebenfalls positiv aufgenommenen Film Barbarians verantwortlich und wirkt beim neuen Resident-Evil-Film mit, der auch im Herbst erscheint.
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Backrooms: Vom Gaming-Meme zum 260-Millionen-Blockbuster
Aus einem Artikel von Deadline geht ergänzend hervor, dass auch zu The Mandela Catalogue - einem weiteren Internet-Phänomen dieser Art - eine Film-Umsetzung geplant ist. Nach einem harten Konkurrenzkampf um die Filmrechte, liegen diese nun bei Amazon MGM Studios, United Artists und Steven Spielberg mit seiner Produktionsfirma Amblin Entertainment.
Es werden also ganz schön schwere Geschütze aufgefahren. Der ursprüngliche Schöpfer der Idee, Alex Kister, soll aber auch beteiligt sein. Die Idee begann 2021 ganz ähnlich wie die Backrooms als YouTube-Serie im Analog-Horror-Stil, der sich von VHS-Kassetten und Found Footage inspirieren lässt. Die Videoreihe behandelt den fiktiven Mandela County, wo Gestaltwandler nach und nach die Menschen psychisch foltern und schließlich ersetzen, was viele Fragen rund um Identität und Wahrheit aufwirft.
Die Internet-Franchises heben sich alle durch ein starkes Mysterium, sowie eine tiefschürfende Lore und klare visuelle Identität ab, statt nur auf plumpe Schreckmomente zu setzen. Das wird auch bei diesem YouTube-Kurzfilm zum Siren Head deutlich:
Link zum YouTube-Inhalt
Ein neuer Horror-Trend in Hollywood?
Damit scheint sich in Hollywood immer mehr ein Trend abzuzeichnen, der wohl vor allem die junge, stark vom Internet geprägte Generation, abholen soll. Statt selbst neue Horror-IPs zu entwickeln und ein potenzielles Scheitern in Kauf zu nehmen, kann sich die Industrie hier bereits an einer bestehenden Lore und Fanbase bedienen.
Im Fall der Backrooms hatte der junge Regisseur Kane Parsons schon vor der Verfilmung ein ganzes Universum um die Idee erschaffen, die auf YouTube längst Millionen von Aufrufen generierte.
Natürlich muss die Qualität trotzdem stimmen - Videospiel-Verfilmungen haben schließlich unzählige Male bewiesen, dass eine große Marke nicht alles retten oder entschuldigen kann. Dennoch zeigt gerade Backrooms, dass Filme mit einer so starken und beliebten Horror-Vorlage auch auf der großen Leinwand zünden können, wenn die richtigen Leute sie mit genug Respekt vor der ursprünglichen Fassung umsetzen.
Valis Meinung zum Film und weitere Infos im Dunstkreis der aktuellen Film- und Horror-Trends, findet ihr in der Linkbox etwas weiter oben.
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